Designing It – Von der Idee zur Skizzierung zum Design

“Soziale Medien haben eine energieraubende, suchthafte Wirkung. Sie sind wie ein gefährlicher Sog.” So lautete der von der Regie konzipierte Rote Faden.

Eine Rauminstallation unter dem Titel “Trapped Inside” soll den Besucher durch einen leuchtenden Tunnel führen, das einen ein wenig an ein schwarzes Loch erinnern soll. Am Ende dieses Tunnels gelangt er in den Kern der Installation. In einem Kreis, umgeben vom Kopf bis Fuß mit Monitoren wird er nun mit kurzen Videos aus den sozialen Medien bespielt. Zuerst erscheinen wenige Videos, dann werden es immer mehr. Sie fangen an sich zu überlappen und die Töne zu überlagern. Der Besucher wird überflutet von Reizen und soll nun irgendwie versuchen aus diesem Teufelskreis herauszukommen.

Dieses Konzept soll eine extreme Situation von dem endlosen scrollen des Feeds auf Instagram, YouTube Shorts und Tiktok darstellen. Die Idee selbst erschien noch im vorherigen Semester, als die Menschen anfingen sich mehr als normalerweise mit Handys und Social Media auseinander zu setzen. Selbst jetzt, sogar ohne dem Lockdown, rauben die sozialen Netzwerke unsere Zeit, Konzentration und Energie wenn man einmal kurz nicht aufpasst.

Eine große Herausforderung sich erstmal vorzustellen wie sowas am Ende aussehen soll. Deshalb bestand die erste Aufgabe für das gesamte Studio-Produktions-Team darin, Moodboards zu erstellen. Hier sind ein paar der Resultate:

Die Ergebnisse waren jeweils sehr unterschiedlich doch einige Gemeinsamkeiten tauchten auf: Das futuristische/ sci-fi-artige Feeling, die Reizüberflutung an Content, das Gefühl umzingelt bzw. gefangen zu sein und das typische Computer-Blau.
 
Dies waren nun ausschlaggebende Faktoren, damit sich das Grafik & Fotografie-Team direkt zu Beginn des Semesters ins Zeug legen können.
 
Zuerst wurden mithilfe von Artificial Intelligence Generators Logos entwickelt um unsere kreativen Nervenzellen anzuregen und eigene Ideen zu erzeugen.
 
Dazu kamen wir auf eine engere Auswahl von folgenden Logos:

Somit konnte ziemlich schnell entschieden werden welche Aspekte der jeweiligen Logos dem Team am besten gefallen. Daraufhin wurden zwei finale und verbesserte Logos mit jeweils zwei unterschiedlichen Schriften erstellt:

Durch eine weitere Online-Abstimmung wurde das linke, obere Logo als Favorit erfasst und mithilfe von Kritikpunkten der Produktionsleiterin Frau Drees, konnte das nun finale Logo verbessert und als Corporate Design festgelegt werden.

Dabei wurde der Hintergrund aufgehellt, das Logo stärker zum Leuchten gebracht und das Handy-Symbol in hellblau dargestellt. Der Font bekam einem pink-roten Verlauf, damit nicht nur das neon-artige Leuchten, sondern auch die kontrastreiche, kräftige Dynamik betont wird.
 
Nach dem “Daumen hoch” fürs Logo der Produktionsleitung, kam dem Grafik & Fotografie-Team direkt ein Gedankenblitz der gleichen Idee: Portraitfotos des Teams mit hellblauen und pinken Neon-Leuchtstoffröhren!
Hierzu wurde sofort angefangen ausführlich konzipiert zu werden, damit die Idee so bald wie möglich dem StuPro-Team gepitcht werden kann.

Bei diesem Fotoshooting war der Gedanke, dass die Person in schwarz gekleidet, vor einer schwarzen Wand steht. Links und rechts von dem Gesicht befindet sich jeweils eine Neon-Röhre in pink und eine in hellblau. (Später wurden jedoch LED-Röhren verwendet, da Neon aufgrund seines Farbspektrums die Haut fleckig wirken lässt.)

Es entsteht dabei ein Portrait, dass nicht nur farblich zum Logo passt, sondern auch die Gespaltenheit der Sozialen Medien darstellt. Denn einerseits lenken sie uns vom Alltag ab und lassen uns unsere Probleme vergessen, doch andererseits rutscht man sehr schnell in eine Endlosschleife des Scrollens ab, was uns wiederum im Nachhinein noch mehr belastet.

Beitrag von Nelli Schenkel

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