Die Entstehung des Feinkonzeptes

Diese Woche beinhaltet unser Blogbeitrag einen Einblick in die Welt der Regie. In diesem Semester besteht unsere Regie aus einem Dreierteam mit Erika und mir an der Spitze und fleißiger Unterstützung von Marc.

Doch was bedeutet es eigentlich Regie zu führen bei einer eventmedialen Installation?

Die Regie ist der sogenannte Head aller kreativen Gewerke und ist somit ständig damit beschäftigt Aufgaben zu verteilen, welche dann von den Teammitgliedern umgesetzt werden.
Wir halten zwar sehr viel Rücksprache mit unserem Team, aber die finalen Entscheidungen in Fragen der Konzeption werden von uns gefällt, weshalb dieser Aufgabe eine gewisse Verantwortung innewohnt. Diese Entscheidungen zu treffen ist wiederum sehr wichtig, da sich so
ein Projekt sonst nur schwer realisieren lässt.

Wie geht die Regie mit der aktuellen Corona-Situation um?

Da sich unsere Kommunikation hauptsächlich über Onlinetools realisieren lässt, sind mehrere Onlinemeetings pro Woche nötig um ständige Änderungen im Konzept, und somit auch Änderungen der Aufgaben aller Beteiligten, auszuarbeiten. Außerdem ist es wichtig die Motivation
im Team hochzuhalten, gerade jetzt da wir in eine entscheidende Phase unseres Projekts eingetaucht sind. Letzte Woche haben wir unser Feinkonzept weiter ausgearbeitet und daraufhin eine Präsentation für das ganze Team vorbereitet. Unser Projekt hat sich dabei vor allem neu
definiert. Es ist bereits bekannt, dass aufgrund der aktuellen Situation die Media Night virtuell stattfinden wird, und somit auch unsere eigentliche Ausstellung nicht besucht werden kann.
Deshalb haben wir uns entschieden einen Film zu drehen welcher dem Zuschauer den Besuch unsere Installation vermittelt. Es wird folglich eine virtuelle Führung durch unsere Räume geben.
Diese Entscheidung hat unser Team vor neue Herausforderungen gestellt, da wir uns neben der Installation der Räume auch noch mit der Entwicklung eines Drehbuchs beschäftigen müssen.
Diese Woche war die Regie somit hauptsächlich mit der Ausarbeitung des Storyboards beschäftigt.

Was erwartet euch bei einem Besuch in unserer Installation?

Es wurde beschlossen, dass insgesamt 5 unterschiedliche Räume gebaut und gezeigt werden.

Moods zum Feinkonzept

Dabei beginnt der Besuch im sogenannten Wüstenraum, unserem Ausgangspunkt, hier wird die Statue von Ozymandias in einer beachtlichen Größe von ca. 2 Metern, in einer Wüstenlandschaft, zu sehen sein. Die Projektionen an den Wänden spiegeln eine fiktive Stadt wieder, welche von
einem Sandsturm überrollt wird.
Der Besucher wird daraufhin in den zweiten Raum namens Lost Place geführt. Dort wird seine Sicht vorerst von Nebel eingeschränkt sein, bis er mit Hilfe einer Gasmaske, einen Blick auf den eigentlichen Lost Place, ein altes von Pflanzen überwuchertes Fabrikgelände, erhält.
Der dritte Raum ist eine Art Pflanzenraum, da hier viele reale Pflanzen den gesamten Raum einnehmen. Im Mittelpunkt hier steht eine, durch ihre kräftigen Farben, auffällige Pflanze, welche von der Decke hängt und dem Besucher die Möglichkeit bietet mit Ihr, durch Berührung, zu interagieren. Durch das aktive Berühren zeigen 3 große Bildschirme den Prozess des Zerfalls eben genau dieser Pflanze. Nach Beendigung des Vorgangs gelangt der Besucher in den, ganz in schwarz gekleideten, Makroraum. Hier bilden sich nach seiner Ankunft Schimmelsporen, die sich im ganzen Raum, auf allen Wänden, ausbreiten. Es handelt sich hierbei um extrem farbenfrohe Detailaufnahmen damit man das Gefühl entwickelt in dieser Makrowelt zu sein. Sobald auch hier der Prozess des Zerfalls vollendet ist, gelangt man in den letzten Raum unserer Installation.
In diesem Raum ist, wie bereits im ersten, nur diesmal bei Nacht anstatt am Tage, die Statue von Ozymandias zu sehen. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass die Statue sowie die Stadt im Hintergrund zerstört sind. Dem Anblick wohnt jedoch, auch wenn auf andere Art und Weise wie
zuvor, eine enorme Schönheit inne. Die Führung findet mit diesem Anblick sein Ende.

Wie sieht unser weiteres Vorgehen aus?

In den nächsten Wochen werden wir uns intensiv mit der Installation unserer Räume beschäftigen und zum ersten mal im Semester in der Spielwiese der HdM mit dem Aufbau beginnen.
Außerdem werden wir viele Aufnahmen machen, die wir für unseren Film benötigen werden. Hierbei sind vor allem die Gewerke Film sowie Animation gefragt.
Die nächsten Wochen halten viele spannende Herausforderungen für uns bereit welchen wir mit Engagement und Vorfreude entgegensehen.

Beitrag von Raoul-Yannic Schmid-Schickhardt

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