Die Komplexität der Konzeption

Am Anfang des Semesters hat sich das Team der aktuellen Studioproduktion das erste Mal getroffen. Zu Beginn wurde das Konzept vorgestellt, welches von einem Teil des jetzigen Teams im vergangenen Semester als Vorproduktion erarbeitet wurde. Das ganze Team war von der Idee begeistert einen Trip ohne Drogen erlebbar zu machen. Also haben wir uns dafür entschieden, diese Idee umzusetzen und das Konzept der Vorproduktion auszuarbeiten. Damit standen wir jedoch noch ganz am Anfang des Prozesses. Das bestehende Konzept war im Prinzip eine detaillierte Beschreibung einer Grundidee. Dieses musste weiterentwickelt werden.


Die Idee des Konzepts der Vorproduktion war es eine Bewusstseinserweiterung erlebbar zu machen. Das Konzept beinhaltete auch einen prinzipiellen Aufbau des Erlebnisraums. Er bestand aus einem kuppelartigen Raum mit Ein- und Ausgangstunnel als Erweiterungen. Die Idee war es, dass der Erlebnisraum ein betretbares Gehirn ist, worin eine Interaktionsschnittstelle aufgebaut wird. Die Interaktionsschnittstelle sollte dabei wie eine Nervenzelle aussehen. Durch die Interaktion sollten Projektionen an der Kuppel ausgelöst werden.

Ein erster Entwurf des Erlebnisraums

Wir übernahmen viele Ideen aus dem Konzept des vergangenen Semesters. Der Aufbau des Raumes sollte sich jedoch eher auf den Kuppelraum und den Projektionen konzentrieren. Der prinzipielle Aufbau der Interaktionsschnittstelle wurde ebenfalls übernommen. Die Grundidee der Bewusstseinserweiterung wurde zum erlebbaren Drogentrip geändert. Dabei stand noch nicht fest, welche drogeninduzierte Erfahrungen dabei erlebbar gemacht werden sollen. Wir mussten von Anfang an eine Idee dafür mitentwickeln, den Erlebnisraum virtuell umzusetzen. Das ergab sich daraus, dass die kommende Medianight mit großer Wahrscheinlichkeit virtuell stattfinden wird.
Einer der ersten Ideen war es, dass die Besucher die Droge im Gehirn sein sollten. Durch die Interaktion schaffen diese neue Verbindungen in den Nervenzellen. Anfangs wollten wir also die Interaktionsschnittstelle in zwei Teile aufteilen. Dendriten, welche vom Rand in den Raum reinragen und Endknöpfchen, welche aus der Mitte des Raumes entspringen. Doch wurde das Prinzip zu komplex, weswegen wir die Interaktion auf Nervenzellen aus der Mitte des Raumes vereinfacht haben. Im Laufe der Konzeption haben wir uns stärker auf bestimmte Drogen konzentriert. Schlussendlich haben wir uns für Halluzinogene entschieden. Sie eignen sich am besten für unser Vorhaben, da sie starke Visuals auslösen.

Ein Problem bei unserem Erlebnisraum ist die Komplexität des Erlebnisses. Wir wollen viele visuelle und auditive Effekte darstellen. Doch diese müssen gut voneinander unterschieden werden können. Die Installation muss zu jedem Zeitpunkt absolut nachvollziehbar für den Besucher sein. Das ist bei dem komplexen Thema das Erlebnis eines halluzinogenen Drogentrips eine ständige Herausforderung.

Beitrag von Benjamin Mantay

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