Schlemmer & Beats

Logo Club: Schlemmer & Beats©Studioproduktion Event Media
Mood: Traidischer Dance mit Namensnennung©Studioproduktion Event Media

Die Studioproduktion EventMedia arbeitet in Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie Stuttgart an einem modernen Konzept, das Triadische Ballett der jungen Generation nahe zu bringen. Nicht nur sollen die Träume von Schlemmer nach elektronischer Musik in Erfüllung gehen, sondern auch ein Triadisches Ballett, das stetig tanzt. Wir machen einen Club.

von links nach rechts: Staatsgalerie Stuttgart: Originalkostüme des Triadischen Ballett; Mood: Clubathmosphere; Mood DJ-Schlemmer Stage_Pult©Studioproduktion Event Media

Das Bauhaus feiert in diesem Jahr ihr 100 jähriges Bestehen. Die Staatsgalerie Stuttgart verfügt über die Köstüme von Oskar Schlemmers Triadischen Balletts. Auf der Staatsgalerie Stuttgart heißt es: „kartiert man das Bauhaus und sein globales Netzwerk, so gehört Stuttgart zu den Städten, die für die viele Bauhäuslerinnen und Bauhäusler mittragend waren und im Gegenzug von ihnen beeinflusst wurden.“ (Kegel & Sander, 2019).

Oskar Schlemmer in einer Selbstinszenierung für die Mappe „9 jahre bauhaus. eine chronik“ (Abschiedsgeschenk der Bauhäusler für Walter Gropius), Fotograf: unbekannt, um 1928.

Oskar Schlemmer als Stuttgarter Maler, Bildhauer und Bühnenbildner konzentrierte sich auf die Stellung der menschlichen Figur im Raum.  Oskar Schlemmer war fasziniert von der Beziehung des Menschen im Raum und deren gegenseitige Beeinflussung und Bedingung. Er fragt sich, wie ein Raum den Menschen beeinflusst und wie umgekehrt die Menschen zu Form und Wirkung des Raumes beitragen. Schlemmer war davon überzeugt, dass auch der Mensch an die Gesetze des Raumes gebunden ist und stellte seine mechanischen Bewegungen als Raumlinien dar (Zimmermann, 2007).  

Zur Untersuchung der Geometrie des menschlichen Körpers schreibt er 1915 in seinem Tagebuch: ”Das Quadrat des Brustkastens, der Kreis des Bauchs, Zylinder des Halses, Zylinder der Arme und Unterschenkel, Kugel der Gelenke an Ellbogen, Knie, Achsel, Knöchel, Kugel des Kopfes, der Augen, Dreieck der Nase, die Linie, die Herz und Hirn verbindet, die Linie, die das Gesicht mit dem Gesehenen verbindet, das Ornament, das sich zwischen Körper und Außenwelt bildet, sein Verhältnis zu ihr versinnbildlicht” (Langen & Müller, 1958a).    

Konzeptzeichnung Oskar Schlemmer für die Variablen der Kostüme für das Triadische Ballett Oskar Schlemmer, Costume Designs for the “Triadic Ballet,” 1926, Harvard Art Museums/Busch-Reisinger Museum

Aus dieser Darstellung entstanden unter anderem 18 Figuren des Triadischen Balletts, die der Choreograf Gerhard Bohner zusammen mit dem Komponisten Hans – Joachim Hespos in den 70er Jahren zu dem heute bekannten Tanztheaterstück zusammenführten. Auch wenn die Figuren aus extremen Formen zusammengesetzt sind, beruhen sie auf den Proportionen des menschlichen Körpers. Die Kostüme wurden so entwickelt, dass sie den Tänzer in der Bewegung einschränken und damit die Bewegung der Figur und deren Tanz bestimmen.

Mood aus: „Triadische Disko – Immersive Art Experience“ von Maximilian Tränke, Benjamin Schmiedel, Axel Braun. Sie haben mit diesem ersten Konzept die Initialzündung für das Projekt gesetzt.

Wir greifen diese Ideen auf. Unser Club leitet die Besucher von den Räumen des Triadischen Balletts in den Clubraum. Vor Eintritt in die Clubhalle, werden die Besucher an mechanische Säulen geführt. Dort konfigurieren die Besucher jeweils einen Triadischen Tänzer, bzw. sein Kostüm. Die Abstraktionen der Tragischen Kostümbestandteile, jeweils auf 3 D gedruckten Kacheln, zitieren Schlemmers Ansatz, den Körper und die Form zu sehen.

Mood für Auswahlsäulen©Studioproduktion Event Media

Es gibt 3 dieser Säulen, denn Oskar Schlemmer hat für das Triadische Ballett auch 3 Stimmungen und deshalb 3 Kostümtypen entwickelt. Die Farben sind Gelb, Magenta und Schwarz. Und innerhalb dieser Farben gibt es jeweils verschiedene Triadische Kostüme. Mit einem Bestätigungsmechanismus wird das Kostüm ausgewählt, es erscheint als Projektion an der Wand und begibt sich mit dem Clubber in den Clubraum. Dort wird der architektonische Raum um 3 Wand Projektionen erweitert.

Die Projektionen an den Wänden erweitern den Clubraum optisch. Dieser Erweiterungsraum ist den Triadischen Tänzern vorbehalten. Dort tanzen sie zur elektronischen Musik. So wie die Clubbesucher selbst.

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