[psyçoˈtroːp] – shifted reality

Bewusstseinserweiterte Substanzen wie LSD, Pilze oder Mescalin haben zur Entwicklung verschiedener Kulturen beigetragen. Heutzutage haftet an ihnen ein schlechter Ruf, sie gelten als gefährlich und Konsumenten werden von der Gesellschaft verurteilt. Aber ist das wirklich so? Ist die Tabuisierung dieser Drogen zeitgerecht? Wie können wir uns von diesen festgefahrenen Denkstrukturen lösen?
Mit der Rauminstallation Psychotrop – shifted reality werden die Sinneswahrnehmungen erweitert, wie es sonst nur durch halluzinogene Drogen möglich ist. Wir öffnen die Türen zu einer anderen Wirklichkeit. Die Besucher erleben eine verschlossene, unbekannte und geheime Welt. Die Wahrnehmungsverschiebungen werden durch Erfahrungsberichte ergänzt.

Die Installation führt die Besucher*in in den Raum des Gehirns. Es ist ein Kuppelraum, mit einer Grundillumination, in der Mitte ein stilisiertes Neuron. Das ist die Interaktionsschnittstelle. Von hier aus darf die Besucher*in die Erfahrungen eines Erlebnisses von bewusstseinserweiternden Substanzen steuern. Es ist ein leuchtendes Gebilde, aus dem Tentakel mit Endknöpfen heraus kommen. Wenn die Besucher*in unsicher ist, was zu tun ist, eine einführende Sequenz erklärt was zu tun ist. Diese werden von der Besucher*in mit der Hand umfasst, eine Vibration und Lichtsignal zeigen Gehirnaktivität an, die im Kuppelraum verortete Projektion startet.

Es ist ein Waldspaziergang. Je länger die Besucher*in das Endstück in der Hand hält, desto ausdrucksstärker entwickeln sich Bild- und Tonwelten. Farben werden stärker, Formen konturierte oder verschwommener, Geräusche werden lauter, eindringlicher, ausdrucksstärker. Selbst in der Ferne hört die Besucher*in. Die Wahrnehmung ist hochsensible, nimmt alles auf. Filter, die im normalen Dasein das Wichtige vom Unwichtigen trennen, gibt es hier nicht. Das Umfeld wird mit den Sinnen ohne Grenzen dargestellt. Selbst Wahrnehmungsverschiebungen, hervorgerufen durch die Substanzen, werden hör und sichtbar. Es entstehen Formen und Muster, Bewegungen und Verwischungen.

Diese Veränderungen werden durch Erfahrungsberichte begleitet. Wir haben Interviews geführt, wir machen gemachte Erfahrungen nacherlebbar.

Das Team

NameAufgabenStudiengang
Jaqueline FischerSponsoring, Produktionsleitung, Finanzen Video, DokumentationMW
Dinah NaegeleFotografie, Produktionsleitung, PR, Grafik, BühneMW
Benjamin MantayVideo, Dokumentation, Regie, Animation Licht, Bühne, Ton AM
Sophie KergaßnerAnimation, Mediensteuerung, Regie, Grafik, Bühne, Fotografie, WettbewerbeAM
Lena IrmlerMediensteuerung, Licht, Grafik, MedientechnikAM
Finn Max RöpckeBühne, Ton, Medientechnik, VideoAM
Ida TeschnerProjektmanagement, Finanzen, SponsoringMW
Elisabeth HeckmannProjektmanagement, PR, Bühne, WettbewerbeMW
Niels KellerMedientechnik, -steuerung, FotografieAM (Master)

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