Interaktionssystematik

Bereits zu Beginn war klar, dass wir unsere Installation auch für den Heimgebrauch konzeptionieren wollen. Dabei kam schnell die Frage auf, wie man den BesucherInnen interessante, spannende und gleichzeitig leicht verständliche Interaktionen bieten kann, ohne einen speziell darauf angepassten Raum um sie herum.

Um die verschiedenen Interaktionsschichten auch auf technischer Seite zu trennen, entschieden wir uns dazu, das Exponat in drei logische Systemeinheiten zu unterteilen. Zum einen haben wir die Projektionseinheit, die die Projektoren, den Zuspielrechner, das Audiosystem sowie das Ambient-Light-System enthält. Außerdem bietet diese Einheit die Möglichkeit, die anderen Einheiten anzudocken und die Module sicher aufzubewahren, wenn das System nicht in Betrieb ist. Die zweite Einheit ist die Moduleinheit. An dieser können im Betrieb die verschiedenen Module angesteckt werden und die Projektion über einen Handsensor beeinflusst werden. Zuletzt haben wir noch die Konfigurationseinheit in Form eines Tablets. Hier können die BenutzerInnen Systemeinstellungen vornehmen und eigene Module mit Inhalten bespielen.

Die Einheiten sind über ein WLAN, welches vom Exponat bereitgestellt wird, miteinander verbunden. Die Projektions- und die Moduleinheit benötigen jeweils noch einen Stromanschluss.

Für den Anschluss der Module werden wir einen Kontaktanschluss entwickeln, sodass der Benutzer die Module in beliebiger Orientierung aufsetzen kann, dabei aber immer Ecke auf Ecke. Das vereinfacht die Interaktion für die BenutzerInnen und schützt uns aus technischer Sicht vor Beschädigungen durch falsch verbundene Pins. 

Durch die Trennung der Einheiten können wir die Arbeitslast im Team besser verteilen und schneller verschiedene Aspekte des Exponats in kleinen Prototypen abbilden. Außerdem, und das ist für die BesucherInnen am Ende viel wichtiger, können wir den Interaktionsfluss besser steuern. Im Idealfall beschäftigen sich BenutzerInnen immer nur mit einer Einheit gleichzeitig. 

Bei der Inbetriebnahme des Exponats wird man mit der Projektionseinheit interagieren, um das System hochzufahren und die anderen Einheiten abzulösen. Dann wird man entweder die Moduleinheit und die Module selbst verwenden um sich den ganz persönlichen Traum zu bauen oder man nutzt die Konfigurationseinheit um allgemeine Einstellungen am System vorzunehmen, Updates durchzuführen, auf das DreamShare zuzugreifen oder die „leeren“ Module mit eigenen Inhalten zu bespielen.  

Neben den drei Einheiten werden die BenutzerInnen vor allem mit den einzelnen Modulen selbst interagieren. Zum einen kann jedes Modul grundsätzlich auf die Moduleinheit gesteckt werden, zum anderen werden einige Module selbst noch einmal Interaktionsmöglichkeiten anbieten. So kann beispielsweise bei einem Videoeffekt-Modul die Stärke des Effekts über einen mechanischen Drehregler eingestellt werden oder bei einem Bildergalerie-Modul eine Diashow Funktion aktiviert und deaktiviert werden.

Soweit erstmal von dieser Seite. Bleibt gespannt!

Beitrag von Moritz Stuhlfauth

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