LED-Boden vs. Projektion

Neben der Spielsystematik ist es ebenfalls wichtig zu planen, wie das Spiel dargestellt werden soll. Ob mithilfe einer Projektion oder eines LED-Bodens. Beide Techniken haben ihre Vor- und Nachteile. 

Vergleicht man die beiden Möglichkeiten nach ihrer Bildauflösung, ist der Projektor aufgrund seiner höheren Auflösung von Vorteil. Der Abstand der einzelnen Pixel, auch Pixeldichte genannt, ist beim LED-Boden geringer als es wünschenswert wäre. Auf diesem sind Details schlechter erkennbar. Das würde das Spiel hinsichtlich feiner Strukturen und kleinen Elementen einschränken. 

Das homogene Bild eines Projektors hingegen hat dieses Problem nicht.

Projektion auf verschiedene Bodenbeschaffenheiten
©Lisa Michel

Ein Nachteil des Projektors ist allerdings der Schattenwurf. Ebenfalls benötigt die Projektion einen möglichst abgedunkelten und homogenen Raum. Der LED-Boden dagegen hat diese Problematik nicht, da er seine eigene Fläche und somit auch die Helligkeit regulieren kann.

Ein weitere Herausforderung sind die Sensoren bzw. das Tracking der einzelnen Teilnehmer:innen. Da das Spiel interaktiv ist, müssen die Positionen der Spieler möglichst genau ermittelt werden. Der LED-Boden hat einen integrierten Touchsensor, welcher durch ein einfaches „Drauftreten“ auf die Fläche aktiviert wird. 

Die Herausforderung hierbei liegt in der Ungenauigkeit des Sensors. So wurden erste Versuche mit der Kinect und HTC Vive unternommen, um mögliche Lösungsansätze zu sammeln.

Die Sensorik muss in der Lage sein, Personen, die hintereinander stehen unterscheiden zu können und korrekt mit der Spielsystematik zu interagieren. 

Der Aufwand des Transports und Aufbaus ist ebenso ein wichtiger Faktor.

Ein LED-Boden ist ein ausladendes Stück Technik, welches sehr viel Wärme erzeugt und infolgedessen auch eine deutlich größere Belüftung benötigt. Durch diesen größeren Bedarf an Raum muss ein entsprechendes Podest montiert werden. Auch wenn das Tracking für die Projektion noch Sorgen bereitet, könnte diese Lösung am Ende die einfachere und weniger Nervenaufreibende sein. Dazu kommt, dass ein Projektor im Vergleich günstiger ist als ein LED-Boden. Bei dem Versuch das Spiel mit einem Projektor darzustellen, hat der Schatten der eigenen Person sehr gestört. Dieser verdeckte zu viel von der Spielfläche. Deshalb wurde der LED-Boden trotz Pixelpitch bevorzugt. Jedoch ist dieser nicht für die gesamte Zeit der Installation verfügbar. Ihn zwischendrin abzubauen und auf einen Projektor zu wechseln wäre zu aufwendig. So wurde sich letzten Endes für die Projektion entschieden, aus der das Bestmögliche herausgeholt wird. 

Beitrag von Isabelle Münch

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