Applied Magic

Es werde Licht!

Das Thema der Studioproduktion Event Media lautet im Sommersemester 2019 ‚AM – Applied Magic‘. Die Rauminstallation wird in der Spielwiese der HdM aufgebaut und anschließend mit blickdichten Stoffen und Vorhängen verdunkelt, so dass kein störendes Fremdlicht von außen in die Installation eindringen kann. Unsere Intention des Licht-Departments, bestehend aus Tatjana Huck und Thomas Smieja, ist die gezielte Steuerung der Lichtatmosphäre, welche der Vorstellung von uns und unserer Konzeption entspricht.

Da unsere Installation ein magisches Archiv darstellt, werden wir die Grundhelligkeit des Lichts dunkel halten, so dass der Besucher noch ohne Gefahr durch das Archiv gehen kann. Hierfür bringen wir LED-Strips an die untersten Regalböden der Archivregale an, so dass indirektes Licht in den Gang ausstrahlen kann. Von der Decke hängen klassische Glühbirnen herunter, die im Raum verteilt sind.

In den Archivregalen unserer Rauminstallation stehen Ausstellungsstücke und interaktive Objekte. Die interaktiven Objekte sollen auf den von einer Taschenlampe ausgehenden Lichtschein reagieren können. Hier besteht die Herausforderung darin, das Aufleuchten der Objekte magisch erscheinen zu lassen. In den letzten Wochen haben wir zwei Prototypen erstellt. So funkelt bei dem einen Prototyp die Rückwand des Regals, vor welchem sich das interaktive Objekt befinden, während sich beim anderen Prototypen die direkt unter dem Objekt angebrachte LEDs leuchten und somit dieses indirekt von unten unterleuchtet wird.

Auch haben wir bereits einen ersten Lichtplan und Kabelplan erstellt, so dass wir sehen können, an welchen Stellen der Regalrauminstallation Löcher in die Rückwände der Regale gebohrt werden müssen, von wo die jeweilige Beleuchtung ihre Stromzufuhr herbekommt und an welchen Stellen Kabel unsichtbar verlegt werden können.

Thomas Smieja

Applied Magic

Zum Leben erwacht!

Damit die alten technischen Geräte nicht nur als Dekoration in den Regalen stehen, hat sich das Team der Mediensteuerung und Programmierung zur Aufgabe genommen, ihr neues Leben einzuhauchen und sie auf diese Art und Weise erst magisch zu machen.

Zu den fleißigen Bastlern gehören Franca Bittner, Lisa Nonnenmacher, Markus Hirsch, Torben Rumpf, Niels Keller und Tatjana Huck. Wir sorgen für eine funktionierende Vernetzung und Ansteuerung der verwendeten Medientechnik mittels passender Hard- und Software. Welche Sensoren benötigen wir, um die gewünschte Interaktion auszulösen? Wie bekommen wir ein digitales Signal auf einen analogen Fernseher? Wie sieht die Verkabelung aus? Welche Software benutzen wir zur Programmierung? Diesen und vielen weiteren Fragen stellen wir uns und wir versuchen stets, die effektivste, zielführendste Lösung zu finden.

Wir sind im ständigen Austausch mit der Regie, um deren Vorstellungen bezüglich unseres magischen Archivs bestmöglich umzusetzen. Hierfür schrecken wir auch nicht davor zurück, antiquarische Geräte auseinanderzunehmen und ihre eigentlichen Funktionen zu manipulieren. Unsere Aufgaben sind aber nicht nur auf die verwunschenen Archivgegenstände reduziert, sondern greifen auch teilweise in den Bereich der Licht- und Audiotechnik über, bei der wir für die Ansteuerung verantwortlich sind.

Wir machen es erst möglich, dass alte sowie neue Technik aus ihrem staubigen Schlaf erwacht, miteinander kommuniziert und durch Interaktion mit dem Besucher ein medial magisches Moment ausgelöst wird.

Tatjana Huck

Applied Magic

Test, Test, Eins, Zwei…

Felix Fischer und ich, Robin Zwirner, stellen das Tondepartement für „Applied Magic“ dar. Damit sind wir zum einen für den kreativen Aspekt des Tons, das Sounddesign und der Entwurf eines Tonkonzeptes, zum anderen für den technischen Aspekt, die Beschallungstechnik und die Tonbespielung in der finalen Installation, zuständig. In beiden Bereichen erwarten uns vielfältige Herausforderungen.

Da wäre beim Sounddesign zuallererst die Frage: Wie klingt Magie? Und vor allem, viel wichtiger, wie soll unsere Magie klingen? Magie ist doch eigentlich etwas Altertümliches, etwas Mystisches – ein Aberglaube. In unserer Installation wird sie aber mit realen, vergleichsweise modernen technischen Geräten verbunden – die an sich, ohne unsere Vorstellung, nichts Magisches an sich haben. Wie kann man das also verbinden, den Begriff der Magie und unsere moderne Medientechnik? Wie klingt ein magisches Mediengerät? Diese Fragen haben wir als unsere größten Herausforderungen identifiziert und viel über sie nachgedacht. Unser Ziel ist es, den Raum mit seinen Exponaten durch den Ton lebendig zu machen, ihm eine Persönlichkeit, einen Charakter zu verleihen und dies dem Besucher spürbar zu machen. Eins ist klar: Unser Raum soll einzigartig sein. Er soll so klingen wie kein anderer. Das heißt für uns als Sounddesigner viel Ausprobieren und viel über das Ausprobierte reflektieren. Denn ein bestimmter Ton kann in einem anderen Kontext ganz anders klingen als für sich (man denke nur an Foley-Aufnahmen für den Film). Darin liegt unsere Magie.

Auch die Beschallungstechnik stellt ganz besondere Anforderungen. Denn schließlich soll der Besucher am Ende, wenn er unseren Gang durchläuft, möglichst nichts von den folgenden – und vorherigen – Stationen mitkriegen. Nun breitet sich Schall aber zumeist in alle Richtungen aus. Da wird es unsere Aufgabe sein, dafür zu sorgen, dass es kein Problem ist, wenn sich verschiedene Töne überlagern. Wo das konzeptionell nicht möglich sein wird, werden wir mit für uns neuartigen gerichteten Lautsprechersystemen arbeiten müssen. Wir sind gespannt, wie uns das gelingen wird.

Robin Zwirner

Applied Magic

Das, was bleibt – die Dokumentation

Eine interaktive Rauminstallation ist meistens temporär. Auch die Besucher von Applied Magic haben an der Media Night der Hochschule der Medien die einmalige Gelegenheit, unsere Installation zu erleben. Nach diesem Event wird der Raum wieder leergeräumt. Was bleibt sind neben den Erinnerungen jegliche Fotos und Videoaufnahmen – die Dokumentation.

In der Studioproduktion Event Media werden am Ende des Semesters zwei Videos produziert: Das Making-Of und der Starschnitt, den wir zur Einreichung bei verschiedenen Wettbewerben nutzen werden. Dieses Semester bin ich, Julia, dafür verantwortlich. Eigentlich studiere ich gar nicht audiovisuelle Medien, sondern Medienwirtschaft. Wir arbeiten im Projekt eng mit den AMlern zusammen, dabei tragen die anderen die Verantwortung für das Projektmanagement, Sponsoring und die Finanzen. Ich habe mich gleich zu Beginn dagegen entschieden, mich mit den organisatorischen Aufgaben zu beschäftigen und habe daher gleich während unserer ersten Treffen meinen Wunsch geäußert, die Dokumentation zu übernehmen.

Diese Aufgabe ist für mich eine besondere Herausforderung. Ich habe zwar schon viel gefilmt und geschnitten, doch es drehte sich dabei hauptsächlich um die Dokumentation von Events als Besucher – wie zum Beispiel die Gamescom oder auch mein letzter Urlaub in Portugal. Während der Produktion dieser Videos habe ich mir selten im Vorhinein Gedanken gemacht oder mir ein Konzept überlegt. Oft habe ich mit meiner Olympus (OM-D E-M10 Mark II) einfach alle Impressionen festgehalten, die ich interessant fand und hab aus dem, was ich danach hatte, in Adobe Premiere Pro spontan ein Video geschnitten.

Jetzt stehe ich unter einer ganz anderen Verantwortung. Die Dokumentation wird das einzige sein, was auf lange Sicht von unserem Projekt erhalten bleibt. Die Dokumentation ist unsere Möglichkeit, sich mit unserem Projekt für Auszeichnungen zu bewerben. Die Dokumentation ist unsere Möglichkeit, allen Menschen, die nicht live dabei sein konnten, unser Ergebnis zu zeigen. Ob unsere Dokumentation diese Aufgaben auch mit Erfolg erfüllen kann, liegt in meiner Hand.

Aus diesen Gründen gehe ich anders an diese Mission. Während ich kontinuierlich jede Woche Eindrücke festhalte, die für das Making-Of von Bedeutung sein könnten, sammle ich bereits jetzt schon Ideen und entwickle ein Konzept für den Starschnitt und das Making-Of. Denn sobald unsere Installation fertig ist, habe ich nur begrenzt Zeit, um das zu filmen, was ich für den Starschnitt brauche. Ab Ende Juni habe ich bis zum 4. Juli Zeit, alles zu organisieren und filmisch einzufangen und werde danach mit dem Schnitt beginnen. Wenn mir dann noch etwas fehlt, ist es zu spät. Daher sind die vorherige Planung und die Konzeptentwicklung unverzichtbar.

Im Moment stehe ich noch am Anfang dieser, aber in den nächsten Wochen wird das Video-Konzept parallel zu unserer Installation immer konkreter werden. Außerdem findet die Suche nach einem Sprecher und das Drehen von zusätzlichem Videomaterial idealerweise so früh wie möglich statt. Am Ende möchte ich unser Projekt so gut wie möglich einfangen und bildlich beschreiben, damit wir die Jurys internationaler Wettbewerber beeindrucken können und die Nachwelt sich genau vorstellen kann, wie unser Raum am 4. Juli erlebbar war.

Julia Ruppert

Applied Magic

Die Finanzen, die Finanzen…

Das Zweiergespann des Finanzteams setzt sich aus Anne Hudelmaier und Alessia Weinhold zusammen. Wir sind dafür zuständig, den Überblick über die finanzielle Lage der Produktion zu behalten. Wir arbeiten sehr eng mit dem Projektmanagement zusammen sowie mit dem Sponsoring-Team, in dem wir ebenfalls Mitglieder sind.

Jegliche Geldflüsse vermerken wir auf einer Übersicht, die wir dann dem gesamten StuPro-Team offenlegen, damit diese ebenso im Bilde sind, wie es finanziell um uns steht.

Mit der Finanzabteilung der Hochschule stehen wir rege in Kontakt, denn sie pflegen die Konten der Studioproduktion.

In den ersten Wochen des Projektes mussten wir noch nicht sehr aktiv arbeiten, denn Geldflüsse kommen erst jetzt zustande. In dieser noch eher ruhigen Zeit haben wir hauptsächlich an der Sponsoring-Mappe mitgearbeitet, um uns bestens bei namenhaften Firmen zu präsentieren. Jetzt sind wir gefragt, alle Ein- und Auszahlungen zu verbuchen und diese Informationen mit unserem Team und der Sponsoringabteilung zu teilen.

Eine Herausforderung ist im Moment das Haushalten mit dem Geld, das uns gerade zur Verfügung steht. Ständig kommen neue Ideen auf. Wir müssen jedoch immer die Finanzen im Kopf behalten, denn wie wir alle wissen: „Das Geld ist schnell ausgegeben, kommt aber langsam wieder nach“.

Was uns sehr positiv gestimmt hat, war der Fund der Restmittel des vergangenen Semesters.

Nun haben wir einen kleinen Puffer und können bald aktiv starten, unsere Rauminstallation nicht nur gedanklich zu errichten.

Alessia Weinhold

Applied Magic

Hauptsache, es sieht schön aus!

Thomas Smieja, Lisa Nonnenmacher und ich, Franca Bittner, dürfen der diessemestrigen Studioproduktion gewissermaßen ihr Gesicht verleihen, da wir gemeinsam für die Grafik zuständig sind.

Gerade zu Beginn des Semesters kam deshalb einige Arbeit auf uns zu. Wir überlegten, wie die Studioproduktion nach außen hin repräsentiert werden solle – ein Corporate Design, das auch die anderen Gewerke wie Sponsoring und Blog einhalten müssen und deshalb so bald wie möglich benötigen. Zentrale Aufgabe war hier die Entwicklung eines Logos. Die Gestaltung erwies sich jedoch nicht gerade als einfach. Das lag zum einen daran, dass das Konzept sich noch im Wandel befand und wir anfangs mit dem „Look & Feel“ in eine andere Richtung gegangen sind. Zum anderen haben auch unsere Betreuer ein geschultes, kritisches Auge. Durch die konstruktive Kritik und das Zeigen von Herangehensweisen testeten wir iterativ neue Ansätze und näherten uns so dem finalen Logoentwurf. Auf dem Weg dorthin konnten wir viel über Typographie und die „Königsdisziplin“ Logo-Design lernen – Denn ein Logo muss eben doch etwas mehr können als nur „schön auszusehen“!

Nachdem das Logo festgelegt wurde, mussten der Header und die Farben für den Blog festgelegt, das Package für die Sponsoren überarbeitet und ein Plakat für den Kuchenverkauf gestaltet werden. Hierbei lag weiterhin die Schwierigkeit darin, die entscheidenden graphischen Merkmale unserer Produktion herauszufiltern und diese ansprechend als Gestaltungsmittel einzusetzen.

Aber nicht nur die Arbeit in Illustrator und Photoshop zählt zu unseren Aufgaben. Aktuell beschäftigen wir uns damit, Beschriftungen für die Regalinhalte zu gestalten. Um Prototypen zu entwickeln, schlagen wir deshalb die Brücke zur Fakultät „Druck & Medien“. Wir schätzen uns glücklich, dass wir in den vergangenen Wochen viel Unterstützung von den Studiengängen „Verpackungstechnik“, „Druck- und Medientechnologien“ sowie „Integriertes Produktdesign“ erhalten haben. So konnten wir beispielsweise mit dem 3D-Drucker oder Lasercutter arbeiten und unsere Ideen vom Bildschirm in die reale Welt holen.

Franca Bittner