Allgemein

Herzliches Dankeschön an die Jungen Freunde der Staatsgalerie!

Ein großes Dankeschön an die Jungen Freunde der Staatsgalerie für die großzügige finanzielle Unterstützung und das große Interesse an unserer Studioproduktion Ozymandias.

Die Jungen Freunde Staatsgalerie sind Kunstenthusiasten im Alter von 18 bis 35. Ihre Base ist die Staatsgalerie und gemeinsam entdecken sie die Stuttgarter Kunstszene.

Manche sind schon Experten, andere Einsteiger. Willkommen sind alle, die mehr lernen möchten über Künstler, Epochen, Techniken … und die Lust haben, dies gemeinsam mit anderen zu tun!

Allgemein

Filmdrehen statt Durchdrehen! – Videoteam

Wie auch bei den anderen Gewerken sind auch die Tätigkeiten des Video-Teams sehr von den anfangs geplanten Aufgaben abgewichen. Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt war schnell klar, dass einige Aufnahmen animiert werden mussten, da sich Aufnahmen in einer Wüste schlecht umsetzen ließen und Aufnahmen eines verlassenen Ortes allein nicht abstrakt genug waren. Dennoch zog ein Teil unseres Teams nach Genehmigung der HdM los, um Aufnahmen eines Lost Place zu sammeln, die im nächsten Schritt vom Animationsteam abstrakt erweitert werden sollten.

Im Wesentlichen beschränkten sich unsere Aufgaben in letzter Zeit jedoch auf das Erstellen von Inhalten für die Bespielung unserer Installation. Während Luca sich darum bemühte, das Vergehen einer Pflanze ästhetisch in einem Zeitraffer einzufangen, musste Nico kreativ werden, um so detaillierte und große Aufnahmen wie möglich bei der Entstehung von Schimmel zu erzielen. Schon die erste Timelapse eines Weihnachtssterns war vielversprechend, jedoch gab es noch einige Faktoren, die verbessert werden mussten. Da die Kamera im Ladebetrieb über USB nicht zeitgleich genutzt werden kann, musste alle 3 Stunden manuell der Akku gewechselt werden, was eine leichte Verschiebung des Bildes mit sich zog, was bei der Bearbeitung verbessert, jedoch nicht unsichtbar gemacht werden konnte. Die Lösung dafür war ein „Dummy-Akku“, mit dem die Kamera auch während des Ladens benutzt werden kann. Ein weiterer Fehler war, dass zu Beginn noch der automatische Weißabgleich eingestellt war, was zu ungleichmäßigen Farbtemperaturen führte. Nun musste nur noch ein wenig am Framing gearbeitet werden und schon konnte eine Aufnahme über einen längeren Zeitraum problemlos durchgeführt werden. In Premiere Pro als Bildsequenz mit über 2.000 Bildern zusammengefügt lässt sich das Ergebnis am Ende sehen.

Standbild aus dem Pflanzen Zeitraffer

Zur selben Zeit machte sich Nico daran, Nahaufnahmen in der Entstehung von Schimmel für unseren Makro-Raum zu machen. Eine Herausforderung war unter anderem der sehr geringe Fokusbereich, weshalb man die Blende sehr weit schließen musste. Benötigt wurde deshalb eine sehr scharfe Optik mit guter Abbildungsleistung bei geschlossener Blende. Benutzt wurden Vergrößerungsobjektive eines alten Filmscanners, da diese in unserem Preissegment eine gute Abbildungsqualität haben.

Außerdem war es durch die Größe und Bewegung des Objekts schwierig den Fokus richtig zu setzen, weshalb ein Slider benutzt wurde. Dieser musste jedoch auf einem sehr stabilen Untergrund stehen, da bei dieser Abbildungsgröße schon ein Fußtritt ausreichen kann, um das Bild zu verschieben.

Ein weiteres Problem, das durch eine solch kleine Blende entsteht ist, dass viel Licht benötigt wird. So müssen über viele Tage zu jeder halben Stunde, in der ein Bild gemacht wird, die Lichtverhältnisse identisch sein. Um noch näher heranzukommen, wurden Fotos mit 98 Megapixeln geschossen (Durch Sensor Shifting werden mehrere Bilder mit leicht abweichender Position des Sensors zusammengefügt, um eine höhere Auflösung zu bewerkstelligen). Dadurch kommt man noch näher an das Objekt heran, da man ohne Qualitätsverlust einen Bildausschnitt des Originalbildes verwenden kann.

Next Steps

Unsere wichtigste Aufgabe jedoch steht uns noch bevor: Die Verfilmung unserer Installation. Eine Herausforderung dabei können erneut die Lichtverhältnisse werden. Da die Räumlichkeiten nicht komplett abgedunkelt werden können, kann erst gefilmt werden, wenn es draußen dunkel ist, damit unsere Projektionen gut abgebildet werden können. Dafür benutzen wir die Panasonic Lumix S1, die eine sehr gute Low-Light Performance hat und die mit 10-Bit filmt, wodurch eine große Dynamic Range gegeben ist. Interessant werden auch die Kamerafahrten, bei denen wir unter anderem auf einen Gimbal zurückgreifen werden.

Beitrag von Luca Niedernhöfer und Nicolaj Frank

Allgemein

Einblicke in die Animation

Diese Woche begleiten wir im Blog das Animationsteam. In diesem Semester sind das Fabian, Emely und Erika. Wir beschäftigen uns mit den Inhalten, die für unsere Studioproduktion animiert werden müssen.

Zu Beginn unserer Produktion war dieser Bereich gar nicht fest vorgesehen, da wir das Material selbst filmen oder anders beschaffen wollten. Nach Recherche von Seiten des Filmteams wurde jedoch schnell klar, dass wir für den Wüsten- und den Lost-Place Raum nicht ohne digital erstellte Grafik auskommen.

Von da an ging es bei uns direkt an die Konzipierung der Aufnahmen und Szenen für die Projektionen der ersten Räume.

Anfangs bestand die Arbeit hauptsächlich aus Recherche. Wir haben nach Stockfootage und Referenzen für Wüsten, Sandstürme, Sonnenuntergänge und Lost-Places, sowie nach Aufnahmen von Städten gesucht, um uns an diesen zu orientieren oder sie für unsere Zwecke weiter zu bearbeiten.

Passend zur Lichtgebung und Atmosphäre des Wüstensettings haben wir anschließend mit verschiedenen Programmen wie Blender, Photoshop und After Effects herumprobiert, um eine möglichst realistisch wirkende Stadt zu erstellen. Auch haben wir mit verschiedenen, teils selbst erstellten, teils vorgegebenen Patterns für den Wüstenboden experimentiert.

Die Stadt und die Texturen wurden dann probeweise in die in Blender erstellte 3D-Szene der Wüstenumgebung eingesetzt.

Animation Wüstenstadt

Bei den ersten Renderings stellte sich aber schnell heraus, dass die Ergebnisse weder unseren, noch den Erwartungen des Teams vollkommen entsprachen. Die Anmutung glich eher einem Videospiel, war zu glatt und plastikhaft. Also nicht fotorealistisch, wie wir es uns eigentlich vorgestellt und gewünscht hatten.

Nachdem uns also klar wurde, dass eine fotorealistische Darstellung zeitlich und handwerklich nur schwer möglich war, machten wir uns Gedanken über abstrakte und entfremdete Darstellungen und arbeiteten an diesen weiter.

Im Dezember hat der Lockdown natürlich auch für unseren Arbeitsbereich Änderungen mit sich gebracht. Wir produzieren die Inhalte nun für virtuelle Räume, weil das Betreten der HdM und somit die Fertigstellung einer Produktion in Präsenz nicht möglich ist. Um einen Durchgang durch unsere Installation zu simulieren, arbeiten wir deshalb jetzt zusammen mit anderen Teammitgliedern an einer digitalen Lösung. Wir erstellen mit Hilfe von Unity unsere konzipierten Räume, durch die der Spieler dann navigieren kann.

Beitrag von Fabian Süberkrüb, Erika Palnau und Emely Weidemann

Allgemein

Das Team hinter Ozymandias – Vol. 4

Fabian, 20 Jahre, Audiovisuelle Medien
Fabian Süberkrüb: Animation, Sound, Mediensteuerung

Ich bin Fabian, 20 Jahre alt und studiere Audiovisuelle Medien im vierten Semester.

Bei Ozymandias bin ich Kopf des Ton- und Animationsteams und arbeite bei der Mediensteuerung mit. In meiner Freizeit spiele ich als Gitarrist in mehreren Bands.

Nico, 24 Jahre, Audiovisuelle Medien
Nico Frank: Video, Foto, Mediensteuerung, Programmierung

Hi ich bin Nico, 24 Jahre alt und studiere Audiovisuelle Medien im sechsten Semester.

Bei der Studienproduktion Ozymandias bin ich für alle Videoaufnahmen und einen Teil der Fotos zuständig. Außerdem bin ich Teil des Teams Mediensteuerung und Programmierung. Dies ist meine zweite Studienproduktion.

Event Media ist für mich besonders interessant da hier meiner Meinung nach alle Anwendungsbereiche der audiovisuellen Medien zusammen kommen. In meiner Freizeit bin ich leidenschaftlicher Skateboarder und Filme für mein Leben gerne.

Allgemein

Lockdown – Was jetzt?

In unserem Beitrag letzte Woche haben wir noch freudig von dem Start unserer Produktion berichtet. Leider haben uns die neuen Corona-Regeln, die noch am letzten Freitag verabschiedet wurden, einen gewaltigen Strich durch diese Planung gemacht. Mitten im Aufbau der Grundkonstruktion unserer geplanten Räume erhielten wir die Nachricht, dass die HdM ab dem folgenden Tag geschlossen sein wird und es ab diesem Zeitpunkt keinen Zutritt zu den Räumlichkeiten mehr geben wird. Da unser Konzept jedoch auf der Errichtung eines bzw. mehreren realen Räume basiert, stellte sich uns natürlich jetzt die Frage: Was jetzt?

Darauf zu hoffen, unser ursprüngliches Konzept ab Januar in der HdM umsetzen zu können wäre sehr risikoreich. Zudem war geplant, mit den notwendigen Vorbereitungen bereits ab sofort und über die Weihnachtsferien zu beginnen.

Nach mehreren Krisensitzungen sind wir nun mit Hochdruck daran zu brainstormen, welche Möglichkeiten der Umsetzung in dieser Extremsituation noch in Frage kommen würden und arbeiten weitere Konzept-Alternativen aus. Auf Basis unseres ursprünglichen Konzeptes denken wir in alle Richtungen und arbeiten an einer virtuellen Lösung, produzieren aber auch weiterhin Inhalte für eine physische Umsetzung, falls sich die Bedingungen im Januar wieder ändern. Dabei planen wir mehrgleisig, sodass wir auf der sicheren Seite sind.

Die Einschränkungen haben uns ziemlich getroffen und es fällt uns schwer unser fein ausgearbeitetes Konzept mitten in der Umsetzung wieder zu überdenken. Doch wir nehmen uns der Herausforderung an und werden “Ozymandias” auch in Zeiten des Lockdown in anderen Formen realisieren.

Es bleibt also weiterhin spannend…!

Beitrag von Marie Senghas und Leonie Dapfer