Plantasia – Erlebe magische Natur, zerstöre sie nicht

Am 29.01.2022 wurde die interaktive Medieninstallation „Plantasia“ im Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung feierlich präsentiert. Eröffnet wurde die Vernissage mit einer Rede des Vorstands des ZSW, Herr Prof. Dr. Staiß, und des Rektors der Hochschule der Medien, Herr Prof. Dr. Roos.

Im Anschluss konnten die Besucher:innen die Installation betreten und in die magische Natur von Plantasia eintauchen.

Plantasia ist ein interaktiver Erlebnisraum, in dem die Besucher:innen eine unberührte und magische Naturwelt erleben können. Die Besucher:innen werden in der Installation durch drei Erlebnisphasen geführt.

In der ersten Phase erspielen Besucher:innen in einem interaktiven Spiel die Befreiung der Natur. In der zweiten Phase treten die Besucher:innen mit singenden echten Pflanzen in Kontakt. In der dritten und letzten Phase erleben sie die Schönheit der magischen, freien Natur von Plantasia.

Plantasia setzt ein Zeichen für eine befreite neue Natur. Die Schönheit einer von Menschen unberührten Natur wird sichtbar gemacht.  

Die erste Phase von Plantasia

Die erste Phase ist die Auseinandersetzung mit dem Element Wasser. Die Besucher:innen sammeln in einem interaktiven Spiel mithilfe eines Gefäßes, das ihnen folgt, so viel Wasser wie möglich. Steine liegen als Hindernisse im Weg. Stoßen die Spieler:innen gegen einen Stein so schwappt das Wasser in ihrem Gefäß über.

Am Rand des Raumes steht eine Säule. Sie zeigt im Verlauf des Spiels den Sammelfortschritt an. Dies geschieht mithilfe von Licht, das immer weiter ansteigt, bis die komplette Säule beleuchtet ist.

Nach Spielende wird das gesammelte Wasser zur Säule und nach oben über die Decke mittels LED-Streifen mit einem Energieschub zu den singenden Pflanzen geleitet und versorgt diese. Außerdem verschwinden die Spielelemente und der Boden wuchert mit Pflanzen und Blattwerk zu.

© Ursula Drees
Spielboden: Pflanzen, Blattwerk
© Tara Seutemann
Interaktives Spiel
© Lara Epple
Säule mit LED-Streifen

Die zweite Phase von Plantasia

Mit dem Ende des Spiels und der Übertragung der gesammelten Energie gelangen die Besucher:innen in die Phase der singenden und leuchtenden Pflanzen. Hier interagieren die Besucher:innen durch Berührung mit den Pflanzen. Jede Hängepflanze gibt dabei einen eigenen Ton von sich. Die Besucher:innen können miteinander musizieren.

Die singenden Hängepflanzen sind jeweils über einen Draht mit einem Berührungssensor verbunden, der wiederrum mit einem Arduino gekoppelt ist. Außerdem enthält jeder Pflanzentopf einen eigenen Lautsprecher, über den der Ton der Pflanze ausgegeben wird.

© Lara Epple
Singende Pflanzen
© Lara Epple
Plantasia Phase 2

Die dritte Phase von Plantasia

Im dritten Bereich der Installation tauchen die Besucher:innen in die magische, virtuelle Natur ein. Diese besteht aus zwei Ebenen. Die erste Ebene bildet eine Computer Animation. Diese wird auf eine große Projektionsfläche projiziert. Die zweite Ebene stellen vier Rahmen vor der Projektionswand dar. Diese sind jeweils mit einem Gazestoff gespannt. Auf dieser Gaze werden KI-generierte Naturvideos abgebildet. Die Ebenen heben sich voneinander ab, aber bilden dennoch eine visuelle Einheit.

© Lara Epple
CA und KI-Videos
© Tara Seutemann
CA und KI-Videos

Die Entstehung von Plantasia

Bühnenbau

Die Planung des Raumes von Plantasia erfolgte anhand eines physischen und eines digitalen Raummodels sowie mithilfe von Skizzen. Dieser Raum wurde mit Hilfe eines Rigs, an dem die Technik von Plantasia befestigt ist, aufgebaut. Die Wände des Raumes bestehen aus Octanorm-Elementen auf welchen Purenitplatten befestigt wurden.

Die Purenitplatten wurden außen mit einer Tapete in Beton-Optik tapeziert. Die Innenwände beim Eintreten der Installation wurden mit schwarzem Molton befestigt. Für die zweite Phase wurde eine Spiegelfolie verwendet. Für die dritte Phase wurden die Innenwände mit einem Blütendruck beklebt. Sowohl für die Spiegelfolie als auch für den Blütendruck kam ein doppelseitiges Klebeband zum Einsatz.

Der Boden der ersten Phase besteht aus einem grauen PVC-Boden, auf den das Spiel projiziert wird. Im zweiten und dritten Bereich wurde Kunstrasen verlegt, um sich leichter und besser in das Naturerleben hineinzuversetzen.     

© Lara Epple
Blüten-Druck
© Lara Epple
Außensicht
© Lara Epple
Blütendruck und Spiegelwand

Die magische Naturwelt

Die magische Naturwelt wurde mithilfe eines Colorgradings von Naturfotografien erstellt. Die Bearbeitung erfolgt über Photoshop mithilfe der Stapelverarbeitungsfunktion. Es wurden Farbtöne für die Fotobearbeitung ausgewählt, die auf der Farbgebung der Naturwelt des Avatarfilms basieren.  Aus diesen bereitgestellten, modifizierten Fotografien kann die KI schließlich die Vision einer neuen, freien Natur herstellen.

© Louisa Handt
Blüte mit Colograding
© Louisa Handt
Original Blüte

Das interaktive Spiel

Das Spiel wird mit Hilfe eines Projektors auf den PVC-Boden projiziert. Anhand von Tracking-Devices, die die Besucher:innen bei sich tragen, können ihre Bewegungen erfasst werden. So können die Spielteilnehmer:innen die Wasserpfützen auf dem Boden einsammeln. Das gesammelte Wasser landet in einem Gefäß. Dieses befindet sich vor den Füßen der einzelnen Teilnehmer:innen und folgt ihren Bewegungen.

© Ursula Drees
Tracking-Devices

Die singenden und leuchtenden Pflanzen

Die singenden Hängepflanzen sind jeweils über einen Draht mit einem Berührungssensor verbunden, der wiederrum mit einem Arduino gekoppelt ist. Außerdem enthält jeder Pflanzentopf einen eigenen Lautsprecher, über den der Ton der Pflanze ausgegeben wird. Die Pflanzentöpfe wurden dabei so angefertigt, dass sie jeweils einen doppelten Boden enthalten, in dem die Technik untergebracht werden kann.

Plantasia nimmt die Besucher:innen mit auf die Reise in eine unberührte, magische Naturwelt. Bis zum 16.02.2022 stehen die Türen von Plantasia im Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Stuttgart offen.

Beitrag von Lara Epple und Tara Seutemann

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