Proportionen und Aufbau bei „Synesthesia – extended perception“

Während Aufbau und Konzept unseres Projektes immer konkreter werden, muss natürlich auch parallel mit der genauen Planung der Proportionen und der einzelnen Elemente des Raumes begonnen werden.

 

Unsere Rauminstallation „Synesthesia – extended perception“ wird an der HdM-Medianight am 05. Juli 2018 der Öffentlichkeit zugänglich sein.:

Durch einen dunklen Gang werden unsere Besucher in die Welt der Synästhesie geleitet und haben nun die Möglichkeit mit dem Durchschreiten eines Vorhangs in diese einzutauchen!

Das Erste das auffallen wird, ist der Boden. Die 24m² des Raumes bestehen komplett aus begehbaren LEDs und sind somit vollständig mit Videocontent und Computeranimationen bespielbar. Da der Boden drucksensitiv ist, ist es uns ebenfalls möglich die Schritte der einzelnen Besucher zu tracken und den Boden darauf reagieren zu lassen. Auf dem Boden werden die Besucher verschiedene geometrische Formen entdecken, mit welchen sie interagieren können.

Diese Formen werden wiederum mit unseren an den Wänden angebrachten LED-Kugel-Ketten interagieren: An 3 von 4 Wänden werden von der Decke bis zum Boden 116 Stränge/Ketten in einem Abstand von 12cm hängen. An diesen sind LED-Kugeln mit einem Pitch von ebenfalls 12cm befestigt. Eine Kette besteht aus 3 Modulen übereinander mit je 8 Kugeln. Das heißt, die Ketten entsprechen 2,40m der 3m hohen Wände . Insgesamt ergibt das 348 Module an ca. 20 Netzteilen.

Jede der LED-Kugeln an den 116 Ketten ist über eine Software einzeln ansteuerbar, was bedeutet, dass wir auch die Wände beliebig mit verschiedenen Farben und Intensitäten bespielen können.

 

116 ist auch die Anzahl der Sensoren in unserem mittig gelegenen Steuerungselement, dem Theremin. Die in der Mitte des Raumes hufeisenförmig aufgebaute Station bietet einer Person Platz. Über Ultraschallsensoren, die ebenfalls an die LED-Ketten gekoppelt sind, bietet diese Schnittstelle eine weitere Möglichkeit den Raum synästhetisch zu erforschen. Durch das Bewegen der Hände über den Sensoren kann der Besucher diese Bewegung auf die LEDs an den Wänden übertragen und bekommt zudem auch noch ein akustisches Feedback.

 

Desweiteren ist noch zu sagen, dass die drei bespielten Wände mit einer Spiegelfolie ausgestattet sein werden. Zusammen mit einer durchsichtigen vorgelagerten Plexiglaswand entsteht so ein „Infinity Mirror“-Effekt. Als Decke wird vorraussichtlich eine Art Gaze verwendet. Über diesem befinden sich auch die Lautsprecher für unser 7.1 Soundsystem, welches das audiovisuelle Erlebnis vollends abrunden soll.

 

Abschließend verlassen die Besucher den Raum durch den Ausgang. Bevor sie sich von der Welt der Synästhesie verabschieden, haben sie nun in einem weiteren Info-Raum noch einmal die Möglichkeit sich über das Phänomen der Synästhesie zu informieren. Mit kurzen Beiträgen möchten wir hier den Besuchern helfen das Erlebte besser zu verstehen und in einen wissenschaftlichen Kontext zu setzen.

 

von Jonathan Tenhunen

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