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Herzliche Einladung zur Langen Nacht der Museen am 25. März 2017

In fünf Tagen werden wir im Hafen Stuttgart unser Projekt „GRENZGEBIETE“ präsentieren. Ein kurzer Rückblick: Im Januar konnten wir erste Prototypen an der MediaNight an der Hochschule der Medien präsentieren und erstes Feedback der Besucher einholen. Daraufhin wurden einzelne Konzepte noch angepasst und verbessert. Im Februar haben wir schließlich noch weitere Fortschritte in der Umsetzung unserer sieben Installationen gemacht und Anfang März auch schon erste Tests im Hafen Stuttgart machen können. Nun geht es in den Endspurt und in die finale Anpassung der Inhalte, sowie der Planung und Organisation der Langen Nacht der Museen.

Wir laden unsere Partner, Unterstützer und Interessierte recht herzlich zur Langen Nacht der Museen am 25. März 2017 im Stuttgarter Hafen ein. Offizieller Beginn ist um 19 Uhr. Die nächtliche Hafenrundfahrt mit dem „Neckar Käpt’n“ wird ca. 30 Minuten dauern und Sie an den verschiedenen Installationen im Hafenbecken vorbeifahren. Außerdem gibt es ab 20:30 Uhr alle 30 Minuten eine Performance und Lichtshow an der Station „Grenzkörper“. Zwei Tänzerinnen von „Luca Tanzprojekte“ aus Stuttgart zeigen ca. sieben Minuten eine Show. Hier treffen polygonale Wasserstrukturen auf Strömungsalgorithmen, menschliche Bewegungen werden in Softwareimpulse umgesetzt und beeinflussen die Strömung der Wasserstruktur.

In unserem Leporello erfahren Sie mehr über das Projekt:

Einen Einblick in die Stationen bekommen Sie in unserem Teaser:

Erneute Tests im Hafen Stuttgart: Sendestrecke und Wasserprojektion

Für die drahtlose und gleichzeitig zeitsynchrone Tonübertragung von unseren Stationen zu den Schiffen verwenden wir Sendestrecken. Nachdem uns unser Technik-Partner mld freundlicherweise ein Setup zu Testzwecken zur Verfügung gestellt hatte, waren wir in der vergangenen Woche gleich zweimal am Hafen. Am Donnerstag zu Fuß, am Freitag dann mit dem Hafen-Verwaltungsboot, das bei der Langen Nacht als VIP-Schiff eingesetzt werden wird. An beiden Tagen konnten wir ein sehr positives Ergebnis verzeichnen: Die Funkübertragung läuft auch über 100m sehr stabil, wir konnten Übertragungsentfernungen bis über 400m realisieren. Gleichzeitig konnten wir aber auch die abschattende Wirkung der Schiffswand und von Stahlkonstruktionen im Hafengelände feststellen, sodass wir die Antennen im besten Fall außen an den Schiffen befestigen wollen.

Aufgrund der erfreulichen Tests haben wir die Möglichkeit einer Timecode-Übertragung verworfen und wollen jetzt bei fünf der sechs Stationen den Sound direkt übertragen. Lediglich für die Station Grenzübergang benötigen wir einen extra Workflow: hier wird mithilfe eines GPS-Sensors der Eintritt des Bootes unter der Brücke erfasst und dadurch ein Soundfile getriggert welches daraufhin nach hinten durchs Boot wandert. Hierzu finden in der kommenden Woche Test-Aufbauten und weitere Gespräche statt.

Daneben konnten wir bei dem Termin im Hafen auch noch einen Projektionstest für die Station Tiefengrenze durchführen. Aus einem oberen Stockwerk der Hafenverwaltung projizierten wir auf ein Mustermaterial, das wir in den Neckar legten und die Ergebnisse waren deutlich besser als erwartet. Als schöner Nebeneffekt zeigt sich auf der Projektionsfläche ein natürliches Wellenmuster, das sich perfekt in unser Unterwasser-Footage einfügt.

Beitrag von Moritz Hoffmann

Station 5: Grenzübergang

DIE IDEE

Die Idee ist eine Veränderung der emotionalen Lichtstimmung im Inneren des Bootes bei der Durchfahrt durch einen Lichtbogen. Dabei sollen die Besucher im Schiff aus nächster Nähe eine Grenzüberschreitung erfahren. Die Nähe zur Installation ist Kern- und Alleinstellungsmerkmal dieser Installation.

DIE ENTSTEHUNG

Die Idee ist klar von der Arbeit von Steffen Armbruster beeinflusst. Mit seiner Firma Usomo erschafft dieser interaktive Klangwelten, die auf die Position des Hörers reagieren. Nachdem wir in Linz eine dieser Klangwelten erlebt hatten, war klar, dass wir unseren Besuchern ein ähnliches Erlebnis bieten wollen.

DIE ELEMENTE

Der „Grenzübergang“ besteht einerseits aus der steuerbaren LED-beleuchteten Brücke. Andererseits aus einer aufwändigen medialen Ausspielung der Passagierschiffe. Die Decken der Schiffe sind jeweils flächig mit programmierbaren LEDs und einer Zerstreuungsfolie beschichtet. Hinzu kommen pro Deck 3 Lautsprecherpaare.

Da das der Standort des Schiffes gemessen werden muss, müssen zusätzlich noch Lokalisierungssensoren entwickelt werden. Wie dies konkret aussieht, ist noch nicht geklärt.

DER AUFBAU/ABLAUF

Der Grenzübergang findet pro Fahrt zwei Mal statt, läuft dabei aber nahezu identisch ab.

Zu Beginn ist die Brücke noch nicht erleuchtet. Die Decke des Schiffes leuchtet stark gedimmt in einem Blauton. Auch die Boxen sind zu Beginn noch nicht bespielt.

Nähert sich das Schiff der Brücke auf etwa 50 Meter „laden“ sich die im Bogen angeordneten, hängenden Lichtelemente der Brücke mit der Farbe Rot auf. Die Farbe „fließt“ von oben in Richtung Wasser. Je näher das Schiff der Brücke kommt, umso heller erstrahlt die blaue Decke des Schiffes.
Zusätzlich hört man aus den vordersten Lautsprechern Geräusche, die die Materialität unseres Vorhangs repräsentieren. Auch diese werden bei Annäherung lauter.

Wenn Das Schiff „in“ den Lichtvorhang der Brücke eintaucht überträgt sich seine rote Farbe auf den Innenraum des Bootes. Farbe, aber auch der nun maximal laute Ton des Vorhangs wandern beim Durchfahren positionsgenau über Deck.

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Abb. 1: Außen- und Innenansicht des Schiffes bei der Durchfahrt

Beim Verlassen des Vorhangs erstrahlt das Schiff nun im selben Ton wie der Vorhang zuvor. Im Moment des Verlassens erlöschen der Vorhang und der Ton abrupt. Der Übergang ist vollendet.

Entfernt sich das Schiff nun mehr als etwa 50Meter von der Brücke, wird die Decke für die restliche Fahrt wieder gedimmt.

Auf der Rückfahrt wiederholt sich das Spiel identisch nur mit nun Umgekehrten Farben für Vorhang und Boot.

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Abb. 2: Beleuchtung der Brücke
Abb. 3: Innenraum im Zustand „Rot“

SCHWIERIGKEITEN/HERAUSFORDERUNGEN/FEEDBACK

Zum einen muss die Sicherheit auf Deck gewährleistet sein. Es muss abgesegnet werden, dass unsere gedimmte Beleuchtung alleine an Deck ausreicht. Auch die Befestigung der Boxen und LEDs im Schiff ist möglichst schnell zu klären. Schlussendlich muss eine zuverlässige Sensortechnik entwickelt werden, damit Sound und Licht genau agieren. Da zwei Schiffe unterwegs sein werden, ist auch das Timing dieser bei der Durchfahrt der Brücke zu klären, da mit der Installation eine simultane Durchquerung der Brücke ausgeschlossen ist.

Beitrag von Moritz Hoffmann

Hafenrundfahrt im Hafen Stuttgart

Letzten Mittwoch hatten wir die Möglichkeit uns den Hafen Stuttgart gemeinsam genauer vom Wasser aus anzuschauen.

Wir trafen uns alle gegen 16:30 Uhr am Hafen Stuttgart mit Herrn Zeller von der Hafen Stuttgart GmbH und fuhren dann gemeinsam mit einem Arbeitsboot unsere geplante Route ab.
So war es für uns gut möglich eine ähnliche Sicht auf die geplanten Stationen zu werfen,  wie diese der Besucher auch haben wird.

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Dabei konnten wir uns erste Eindrücke der dort herrschenden Lichtverhältnisse und Dimensionen machen.

Wir legten auch einen Zwischenstopp im Empfangsbereich ein, so konnten wir den Wartebereich der Besucher genauer erkunden und uns weitere Gedanken zu der Umsetzung der beiden hier angelegten Stationen machen.

An diesem Tag konnten wir viele wichtige Informationen und Eindrücke mitnehmen. Diese werden wir nun für unsere Umsetzungsphase der einzelnen Stationen beherzigen. 

Da unsere Konzeptionsphase mittlerweile nahezu abgeschlossen ist, machen wir uns nun an die Planung der Umsetzung.
Hierzu erstellen wir zunächst einen Zeit- und Aufgabenplan für die jeweiligen Stationen.

Welche Stationen euch genau erwarten, werden wir euch bald hier genauer verraten !

 

Beitrag von Luca Jungemann