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Time to say goodbye

Das Team der Jukebox verabschiedet sich!2015_11_11_Teamfoto_gruppe_vf012_v03

Eine spannende und arbeitsintensive Event Media Produktion liegt hinter uns.

Mit allem was dazu gehört:

Wir hatten viel Spaß, und konnten uns kreativ Ausleben!

Natürlich gab es auch Rückschläge und die ein oder andere Träne ist auch geflossen.

Aber wir sind sehr Stolz auf das, was wir geleistet und gelernt haben!

 

Impressionen aus der kreativen Konzeptionsphase 

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Immer wieder mittwochs: unsere Gruppentreffen

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Das Model nimmt langsam Gestalt an! 12291069_1121521967888540_1686524266416140562_o

 

Frieren bei unseren Kuchenverkäufen 12250010_1118905914816812_7906989259244725233_n   

 

Das große Jukebox Fotoshooting 12185485_1111590808881656_1349050653213102589_o 12185090_1111590812214989_695510594160440128_o 12183988_1111590902214980_4645180572032672580_o

 

 

Impressionen vom Dreh

Bei leckerem Essen planten wir den Dreh im The Chilling Bull12248215_1118610984846305_2959149778767433851_o 12240941_1117049405002463_130328528616083121_o

 

Die Auswahl der Kostüme beim Flaming Star und im Wühli 12308296_1125625454144858_8033536926091816688_n 12308575_1125625414144862_9064746229909502459_n 12314587_1124932760880794_4488893614793100958_o

 

Kamera läuft! Unser Dreh: 12359841_1134221853285218_1236634549113121940_n IMG_0237 12313820_1126630710710999_1057462868210265538_n 12308193_1126630757377661_6483556302554344643_o

 

Sprecheraufnahmen für den Film 

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Impressionen aus der „Bauphase“ 

Das innere der Jukebox

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Programmieren und Löten für die PlattformIMG_6162     LED_Stripes_Löten_4 (1 von 1) LED_Stripes_Löten_1 (1 von 1)

Fast fertig:

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Das American Diner:

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Die fertige Event Media Installation „JUKEBOX“

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Wir danken allen unseren Sponsoren und Helfern!
Wenn ein Team geht, dann kommt ein Neues! Wir sind gespannt auf die Ideen des kommenden Semester!

 

Das Bühnen-Team zeigt sich von seiner handwerklichen Seite

Das Bühnen-Team holt auf und schaffte es in der vergangenen Woche einen großen Schritt nach vorne zu kommen:

In den letzten Wochen hat sich das Bühnen-Team intensiv vor allem mit den Baumaterialien und dem Bau der Requisiten beschäftigt. Zudem mussten wir uns eingehend mit dem Thema Brandschutz auseinandersetzten und die Sicherheit der Installation im Bezug auf unsere Besucher beachten. Nachdem unser Hauptmaterial das schwer entflammbare B1-Papier gefunden, gesponsert und von Herrn Bollinger, unserem Sicherheitschef der HdM, abgesegnet wurde, hat sich ein Großteil unserer Fragen und Probleme jedoch erledigt. Dem Plan alle Wände und Requisiten mit Papier zu schmücken steht nun nichts mehr im Weg. Auch das Sponsoring des Bodens und des Bodenverlegers brachte das Team eine Schritt weiter.

Mit Kleister tapezieren wir die Wände mit unserem B1-Papier in Knitteroptik.

                                          © Ramona Haisch

Beim Bau der Requisiten haben sich aufgrund von Materialkosten und Brandschutz jedoch weitere Herausforderungen ergeben. Nach einem Gespräch mit dem Hausschreiner der HdM stand fest, dass wir die Requisiten aus Holz fertigen werden. Die Problematik lag jedoch darin, dass Holz dem B1-Standard im Regelfall nicht entspricht, und unser gesponsertes Holz diese Eigenschaft nicht aufweisen konnte. Wir hatten jedoch bereits in der Vorbereitungsphase recherchiert und kamen so zu einem zuvor gefundenen Baustoff zurück. Es handelt sich dabei um eine Farbe, die nach dem Auftragen das darunterliegende Material schwer entflammbar macht.

Um das Holz schwer entflammbar zu machen, streichen wir es mit einer bestimmten Farbmischung.

                                           © Ramona Haisch

Für den Bau einer der Fensterflügel, welche den Durchgang von Raum eins zu Raum zwei verzieren, sollten Fenstergläser verwendet werden. Erneut standen wir daher vor der Frage, welches Material sowohl schwer entflammbar als auch bruchsicher ist. Zudem sollte es einen glasähnlichen Look haben. Die Auswahl fiel nach dem Gespräch mit unserem Sicherheitschef auf das plexiglasähnliche Makrolon. Das Material ist in seiner Anschaffung ziemlich teuer; es wurde uns aber mit Hilfe von Herrn Mühlhöfer in Kooperation mit der Hochschule ermöglicht.

Ein Teil des Werkstatt-Teams beim Bau der Fensterflügel in der HdM-Schreinerei

                                                                © Ramona Haisch

In der Woche vom 9. bis zum 13. Dezember.2013 wurden die gesamten Schreinerarbeiten  schließlich fertiggestellt. Alle Requisiten für die Installation wurden von unserem Team gefertigt:

Das Bühnenteam hat sich in kleinere Gruppen aufgeteilt, sodass mehrere Arbeitsschritte parallel ablaufen konnten. So wurden in dieser Woche zudem alle Streicharbeiten an den geschreinerten Requisiten fertiggestellt und mit Hilfe von Tapetenkleister und unserem B1-Papier mit einer Knitteroptik versehen.

Nach vielen Arbeitsschritten wurde aus drei 5 m langen Holzdielen unser Kamin für Raum 1.

          © Ramona Haisch

Abschließend baute ein Teil der Gruppe zusammen mit externen Helfern am vergangenen Wochenende die Trennwände. Mit Hilfe einiger Familienmitglieder erbauten wir zwei 2,50 m hohe Rigipswände mit Stahlprofil. Die Firma Menikheim unterstützte uns dabei mit ausreichend Material und das Team konnte die Aufbauarbeiten zügig abschließen. Mit einem Durchbruch in Wand 2 für das Eye-Tracking beendeten wir die Arbeit am Samstagnachmittag.

Unsere Helfer beim Zusammenschrauben der Rigipswand mit den Stahlprofilen.

 © Ramona Haisch

Bis zum 28. Dezember 2013 wird das Team die Streicharbeiten an den gebauten Wänden und das Tapezieren in Knitteroptik fertiggestellt haben. Ebenfalls wird bis zu diesem Zeitpunkt der Studioraum an seinen Außenwänden mit dem B1 Papier abgehängt sein.

Die größte Herausforderung besteht zurzeit bei der Anschaffung und Ausführung unserer 3D Buchstaben, die mehrmals in Raum 2 und als überdimensionalen Schriftzug in Raum 3 verwendet werden sollen. Das Team wird sich in den nächsten Tagen intensiv mit dem Problem beschäftigen und gegebenenfalls nach einer Alternative suchen.

von Jana Daglinger

Konzeptidee von Nadja Weber: Through The Looking Glass

Offen begehbare Rauminstallation

Idee: Verbindungen / Through The Looking Glass (Arbeitstitel)

Mit multiplen Identitäten agieren wir im Raum der Wirklichkeit und jenem der virtuellen Realität. In der virtuellen Realität  wird unser Dasein simuliert, eine genaue Differenzierung des Seins und unseres Spiegels wird durch steigende Darstellungsqualität und Immersionsgrad unmöglich. Die Installation lässt uns durch den Spiegel schauen, Ursprung und Verschiebung greifen dialogisch aufeinander zu, erzeugen Individualitätsunschärfe.

Kernsatz

Die Eigenständigkeit des virtuellen Ichs nimmt Überhand. Ursache und Wirkung versinken in Unschärfe.

Model von Nadja Weber: Papier, Transparentpapier            Fotografie©Hartmut Ulmer

Beschreibung

Eine interaktive Bodenplatte im Schachbrettmuster mit farbigen Markierungen begrenzt den Installationsraum. Diese Fläche wird durch mehrere senkrechte Spiegelflächen halbiert. Besucher können das Geschehen der Installation von beiden Spiegelseiten betrachten. Die Bildwelten beider Spiegelseiten unterscheiden sich. Auf einer Seite entstehen durch dialogisches Interagieren mit der Spiegelfläche virtuelle Besucher und ein eigenständiger farbiger Umraum. Besucher können die Farbkompositionen aktivieren und andere virtuelle Bewohner beleben.

Model von Nadja Weber: Papier, Transparentpapier            Fotografie©Ursula Drees

Ebenso lässt sich der Spiegel visuell durchschreiten. Das virtuelle Leben erscheint rückseitig. Eine abweichende Welt wird abgebildet. Vor dieser Betrachterperspektive vereinen sich die virtuellen Menschen und die Schattenrisse der wirklichen Besucher zu einer flächigen Komposition. Einige Umrisse erhalten Marionettenpuppenseilzüge. Der Besucher ist durch technische Schnittstellen befähigt, die Marionetten zu lenken.  Mit steigender Besucherzahl verdichtet sich der virtuelle Raum, so wie er bei abnehmender  Besucherzahl in den ursprünglichen Raum aus Schachbrettboden mit Spiegelfäche zurück versetzt wird.

Model von Nadja Weber: Papier, Transparentpapier            Fotografie©Ursula Drees

Interaktions – Spielsystematik

Bei einer Annäherung an die Spiegel entwickelt sich das virtuelle Eigenleben. Mit steigender Interaktion der Besucher verändert sich die Darstellungsqualität der Bewohner im virtuellen Spiegel. Schattenrisse werden zu ausgeformten Gestalten. Farbige Elemente blitzen auf und beleben bei Aktivierung durch die Besucher weitere virtuelle Gestalten. Zwei Betrachterperspektiven werden angeboten: 1.  die des tatsächlichen Umschreitens der Spiegelfläche und 2.  die der Simulation, wo Überlagerungen der agierenden Besucher mit deren virtuellen Abbildungen stattfinden und weitere Interaktionsschnittstellen präsentieren.

von Nadja Weber

Der Begriff des Künstlers, wer ist eigentlich Künstler?

Pamphlet für gesteigertes künstlerisches Selbstbewusstsein an den technisch-künstlerischen Hochschulen.

Die Studioproduktion Event Media stellt ihr diesjähriges Werk im Umfeld der bildenden Kunst an zwei unterschiedlichen Orten aus. Damit bewegt sie sich erstmalig nicht nur im kommerziellen Bereich, der Industrie, der alltagstauglichen Unterhaltung, sondern in der Hochkultur der Kunst. Das wirft Fragen nach ihrer / unserer Identität auf. Sind künstlerische Artefakte, die im Hochschulumfeld für mediale Gestaltung, wie z.b. der Hochschule der Medien entstehen, dazu berechtigt? Wie kann man das Werk als Kunst identifizieren, obwohl es nicht aus einer der Brutstätten der stattlichen und privaten Kunstakademien entsprungen ist?

Wer sind die? Was stellen die dar? Wer sind wir? Wie stellen wir uns dar? Wie nennen wir uns?

© Ursula Drees

Müssen wir die Nomenklatur der Kunstakademien annehmen wie z.B. …Klasse XY stellt aus…, um uns in dem Feld behaupten zu können? Gerade im Kunstgeschäft gibt es Regeln und Konstanten, die den werdenden Künstler in die Welt der Etablierten einlässt. Diese alten Verschlüsselungen müssen überdacht werden, denn die Kunst und die Kunstproduktion hat sich radikal geändert.

Nicht nur die Unterscheidungen der Kunstakademien zu den Hochschulen, die sich künstlerischen Belangen zuwenden, wie z. B. die Hochschule der Medien, weichen auf, es ist lohnenswert die Eigen- und Aussenwahrnehmung der Institute, ihr Berufungsvorgehen für Professoren und Studenten zu betrachten, die Art der Kunst und ihre Herstellungsmodalitäten.

Eine Kunstproduktion ohne Wirklichkeit

Schon Walter Benjamin beklagte in seinem Aufsatz “Das Kunstwerk im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit” die sich entwickelnde Banalisierung, Verkitschung und Abwertung der Bilder, die durch die fortschreitende Bilderflut einher geht.

Die Wirkung des Kunstwerks verschiebt sich von dessen Originalität, Einzigartigkeit, wie Benjamin sagt die “Aura” eines Werks, hin zu einer breitenwirksamen Leuchtkraft. Mit der medialen Kunst wird Reproduktion als Gestaltungsmerkmal angenommen und Zustände erschaffen, die Räume, Flächen, Menschen, Objekte, Funktionen, Geräte einbeziehen und mit Bildwelten bespielen und Artefakte schaffen, deren Inhalt keine Entsprechung zu einem Ereignis oder einem Zustand der Wirklichkeit aufweisen. Das wirft Fragen zur Rolle des Künstlers auf.

© Ursula Drees

Einzelpersonen können diese Kunst nicht mehr leisten, sie schliessen sich zu Kollektiven zusammen. So sind in den Künstlergruppen Standbildkünstler, Bewegtbild- oder Videokünstler, Künstler der digitalen Verschaltung, Programmierer, Regisseure, Tonkünstler und Vermarktungskünstler gleichermassen. Kunstwerke werden zu aufwändigen medialen Produktionen und das Ego des Einzelnen findet sich im Kollektiv, im Gemeinsamen wieder.

Mehr Mut zu einer Selbst – Definition

Mit dieser neuen Art der Definition des Künstlers müssen auch die Regeln und Konstanten zur Kennzeichnung junger Künstler wandelbar gemacht werden. Studenten, junge Künstler empfinden es als Zumutung in der Einladung zu einer Kunstausstellung nicht mit ihrem Namen oder als Kollektiv mit eigener Bezeichnung angekündigt zu werden. Sie wollen sich nicht mit “Klasse Prof. XY” oder “Prof. XY und Klasse” hinter einem fremden Namen wieder finden. Sie wollen sich nicht dem Argument beugen müssen, dass niemand wisse, wer dahinter steht, wenn ein erdachter Gruppenname fällt. Denn haben sich nicht auch die “blauen Reiter” so vorgestellt?

© Ursula Drees

Die kollektive Kunstschaffung verlangt nach einem klügeren Verständnis mit dem Umgang von Gruppennamen und Künstlerkennung. Der Künstler als genialer Visionär und Einzelgänger und -schaffender ist nur in Kunstgattungen anzufinden, wo es nicht um die Verschmelzung verschiedener Disziplinen geht. Deshalb ist es notwendig dass technisch-mediale Hochschulen zu einem Selbstbewusstsein ausserhalb eines Ingenieurwesens kommen. Die Grenzen Handwerk, Intellekt, Kunst, Gestalt und Vision sind mit der medial technischen Kunst durchbrochen.

von Ursula Drees

Kunst macht Spaß – vor allem im ZKM

Um belebte, begeh- und erfahrbare Skulpturen, kurz gesagt interaktive Medieninstallationen, entwickeln zu können, ist es zwingend erforderlich sich so viel Input zu verschaffen wie möglich, da sich dieser künstlerische Bereich entsprechend der Geschwindigkeit der medialen Neuerungen weiterentwickelt.
Deshalb gingen wir kürzlich ins ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) nach Karlsruhe, welches unter der Führung des renommierten Künstlers, Ausstellungskurators, Kunst- und Medientheoretikers Prof. Peter Weibel steht und unter dessen Leitung blüht und floriert.

Der Besuch stellte ein immersives, ereignisreiches Eintauchen in das Schaffen und die Ideenwelt anderer Künstler dar. Ob Video-, Ton-, Programmierungs- oder 3D-Installationen – es waren für jeden eine Vielzahl an Kunstwerken dabei, für die er sich begeistern konnte.
So zum Beispiel die Computergrafik- und Klangkomposition „Bedlam“ von Robert Daroll und Sean Reed, die eine Metapher für wirre, chaotische Zustände im Allgemeinen darstellt.

© Hartmut Ulmer

Für viel Spaß sorgte unter anderem die interaktive Projektorinstallation „Bubbles“ von Kiyoshi Furukawa und Wolfgang Muench, welche selbst Erwachsene zum spielerischen Umgang mit dem Exponat anregte.

© Hartmut Ulmer

Uns hat dieser Besuch im ZKM vor allem dabei geholfen, neue Blickwinkel auf unsere eigenen Installation „senses reconnected“ zu finden und mit frischen Ideen und neuen Eindrücken daran weiterzuarbeiten.

von Hartmut Ulmer