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LED in der Plattform? Leider geil!

Nach intensiver Überlegung und Recherche wählten wir einen bestimmten Typus LED-Streifen. Wir wussten zwar, dass es individuell ansteuerbare gibt, aber nicht, dass die Auswahl so groß sein wird und es so viele beachtenswerte Parameter gibt. Wie z.B. der Abstand zwischen den einzelnen LEDs, einfarbige, weiße, oder RGB-Leds.

Letzten Endes haben wir 2 Typen von LED-Stripes gewählt. Den WS2812 mit 60 Leds pro Meter für die Statusanzeige. Es sollte ein möglichst dichtes Erscheinungsbild haben, um als Punktestand-Anzeige zu fungieren, und die Stripes mit 30 Leds pro Meter um den gesamten Plattenteller von innen zu beleuchten.

Mit ausschlaggebend war der Kostenfaktor, denn die Led-Stripes mit 60 Leds pro Meter, die wir zunächst auch für die Plattform in Betracht gezogen haben, hätten wegen der grossen Menge unseren finanziellen Rahmen gesprengt. Zunächst hatten wir Bedenken, dass die Leuchtkraft der 30er Leds nicht ausreichen würde. Wir machten einige Helligkeits-Tests in einem bereits fertig gestellten Teilsegment. Wir wollten sicher gehen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Das Sponsoring-Team hatte alle Hände voll zu tun. Deshalb halfen wir aus, indem ich online nach Anbietern dieser Stripes recherchierte. Es wurde eine Tabelle angelegt die das Sponsoring-Team dann abarbeiten konnte. 10 Anbietern verkauften die WS2812.

Das Sponsoring-Team hat alle mit der Frage, ob sie bereit wären einen Teil der Kosten zu übernehmen, bzw. ob und wieviel Rabatt sie uns gewähren wollen durch telefoniert.

Unter anderem wurde auch LED-Studien kontaktiert. Zunächst waren sie etwas zurückhaltend. Das Sponsoring-Team war nicht gut genug von unserer Seite gebrieft worden. Sie konnten seine Fragen nur unzureichend beantworten. Dann telefonierte Herr Mühlhöfer mit LED-Studien und die offenen Fragen wurden geklärt, und LED-Studien wurde unser Licht-Hauptsponsor. Wir bekamen nicht nur die LED-Stripes sondern ein von Ihm passend zusammengeschnürtes Paket mit den Netzteilen, Wagoklemmen und Kabeln.

Aber bevor das benötigte Material fest stand musste zunächst ein Plan erstellt werden, wie die Verkabelung der Plattform auszusehen hat. Bei dieser Frage, stellte uns LED-Studien bereitwillig ihr Fachwissen zur Verfügung. So entstand nach mehreren Telefonaten & E-mails ein Verkabelungsplan der Plattform und Statusanzeige, der sich dann im Verlauf des Projektes noch einmal etwas änderte.

 

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Wir standen auch vor der Frage ob wir alles löten sollten, oder ob es dazu Alternativen gibt, zumal es sehr arbeitsintensiv und zeitaufwändig ist. Daher stellten wir LED-Studien auch die Frage, welche Erfahrungen sie mit Wago-Klemmen gemacht haben, und ob sie uns diese empfehlen könnten. Sie waren zunächst etwas zögerlich, jedoch nicht abgeneigt in Anbetracht des Aufwands auf die Wago-Klemmen zurückzugreifen. So wurde also im Gespräch entschieden, dass die Hauptstromversorgung zwischen zwei Segmenten mit Hilfe von Wago-Klemmen zu lösen, von denen aus dann die Stripes mit Strom versorgt wurden (siehe Abbildung).

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Was die Stromversorgung betrifft, war von meinem Verständnis her angedacht, dass man jeden LED-Stripe mit einem Netzteil versorgen müsse. Hier klärte uns LED-Studien auf und gab uns den Tipp lieber möglichst wenig Netzteile mit mehr Leistung für mehrere Stripes zu verwenden, damit es am Ende der Stripes nicht zu einem Schwächer werden der LEDs in ihrer Leuchtkraft und Farbverfälschungen kommt. So kam dann dann ein 5 V Netzteil in Betracht, welches 24 A bietet und eine Leistung von 130 Watt hat.

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LED-Studien bot uns an, dass sie uns über die Weihnachtsfeiertage 2 Stripes und ein passendes Netzteil zuschicken könne, damit die ersten Tests in Verbindung mit der Programmierung stattfinden können.

Das sehnsüchtig erwartete Paket kam an, doch leider verflog die erste Freude, denn am Netzteil befand sich kein Schuko-Stecker, sodass eine Stromeinspeisung der LEDs erst einmal nicht möglich war. Ich entschied mich dafür auf das neue Jahr zu warten und aus Sicherheitsgründen die Verkabelung von unserem Elektriker machen zu lassen. Jedoch behalf ich mich stattdessen mit einer externen Stromversorgung für den Arduino (MB-102 Breadboard Power Supply) und einen vorgeschalteten Kondensator um die 2 LED-Stripes ansteuern zu können. Die Logik für die Programmierung in VVVV wurde zunächst erst einmal mit 8 kleineren Stripes, welche von der Vorgänger-Stupro übrig geblieben waren, realisiert.

41cSIN55MELHierfür musst eine serielle Datenübertragung von Seiten des Programmes VVVV hin zum Arduino hergestellt werden um die Stripes, welche in jeweils 5 Felder mit 10, 20, 30, 40 und 50 Leds unterteilt waren, ansteuern zu können. Bis letzten endes eine stabile Übertragung hergestellt war, vergingen ein paar Tage – umso größer war aber die Freude, als die Felder dann entsprechend der Auswahl erleuchteten. Ein weiteres Problem, dass sich uns stellte, war die zufällige Auswahl der Felder, die sich jedoch nicht als sehr “zufällig” erwies, da es immer wieder vor kam, dass manche Felder innerhalb von mehreren Runden wiederholt angezeigt wurden. Grund hierfür war die sehr beschränkte Anzahl der Felder, und ein in VVVV bestehendes Problem.

Als die Logik der Programmierung seitens der LEDs weitestgehend stand, hies es, das Material, welches bereits geliefert wurde

  • 50m Led-Stripes, 
  • Datenkabel,
  • 5mm² Stromkabel,
  • 2,5mm² Stromkabel,
  • 50 Wago-Klemmen,
  • 10 Protection-ShieldsWS2812protect02

Zunächst wurden die Stripes, die auf 5m Rollen geliefert wurden vorbereitet. Die bereits vorhandenen Kabel wurden wieder abgelötet. Grund dafür war, dass LED-Studien uns noch ein selbst entwickeltet Protection-Shield mitgeliefert hat. Dieses wurde zusätzlich an den Beginn eines jeden Led-Stripes gelötet. Die seit einiger Zeit erhältliche Version WS2812B der LED-Stripes “ist u.U. recht empfindlich gegenüber Spannungsspitzen und ESD. Deshalb wurde eine kleine Schaltung entwickelt, die eine Zerstörung meist des ersten Pixels in den meisten Fällen verhindern soll._MG_58191

Also haben wir erst einmal die LED-Stripes mit dem Protection-Shield, und anschließend unsere Litze mit den entsprechend berechneten Längen mit diesem verlötet.

Zunächst fertigten wir einen Kompletten Stripe um sicher zu gehen, ob die berechneten Längen der Kabel passten, und wie die Gesamtwirkung in einem Segment ist. Erst als dieser Test bestanden war, ging es mit dem Löten aller restlichen Stripes weiter. Wir nannten das Elektronik-Labor eine Woche lang unser Zuhause. Arbeiteten von früh morgens bis spät abends an den Leds und der restlichen Elektronik.DSC07210

Nach jedem Lötvorgang haben wir eine Durchgangsprüfung jeder Lötstelle durchgeführt um zu gewährleisten, dass nicht versehentlich der Datenstrom kontakt mit 5 V oder mit dem Ground hat, was zu Fehlern führen könnte. Natürlich sind auch Leichtsinnsfehler mit schwindender Konzentrationsfähigkeit entstanden. Z.B. haben wir aus versehen  den Ground an 5V gelötet und umgehehrt. Als wir den Stripe dann mit dem Netzteil verbunden haben, hörte und sah man sofort das Ergebnis. Der Stripe “britzelte” kurz und war komplett ausgefallen. Das bedeutete, wir mussten genauer arbeiten und unser tun noch mehr hinterfragen und kontrollieren. Nachdem die Funktionsfähigkeit jedes Led-Stripes festgestellt wurde und auch die aller Netzteile, begannen wir damit die 5m Stripes in die entsprechenden Längen von jeweils 10, 20, 30, 40 und 50 Leds pro Stripe zu zerschneiden. Diese wurden dann wiederum mit einem in Reihe geschalteten Datenkabel verlötet. Ground (schwarzes Kabel) und 5 V (rotes Kabel) wurden jedoch immer nur von einer Seite zugeführt, über welche die Stripes dann mit den Wago-Klemmen mit dem  Hauptstromkabel verbunden wurden. auch hier war ein akribisches Arbeiten nötig. Nach jedem Lötvorgang wurden die Durchgangsprüfungen gemacht und jeder Stripe an das Netzteil gesteckt um die Leutfähigkeit zu testen. Nachdem alle Stripes einzelnd gestestet wurden, gab es einen Gesamt-Test. LED_Stripes_Löten_8 (1 von 1)Wir ließen alles Stripes über einen Arduino ansteuern und nutzen alle 4 dafür vorgesehen Netzteile. Und es funktionierte. Die Freude war riesig über das bis dato schöne Ergebnis. Wir ließen die LEDs in allen möglichen Farben laufen und genossen den Anblick.

Zwischendurch kam auch mal wieder eine Frage auf, bezüglich der LEDs oder deren Stromversorgung. LED_Stripes_Löten_9 (1 von 1)Hier war LED-Studien der perfekte Ansprechpartner. Man konnte sie stets anrufen, oder wenn man eine E-mail schrieb kam innerhalb kürzester Zeit eine Antwort zurück. Wir wurden zudem davor gewart, dass es sein könnte, dass es der Arduino-Mega nicht schaffen könnte aufgrund seines geringen Arbeitsspeichers alle 1200 Leds anzusteuern. Diese Angst verflog jedoch recht schnell, nachdem wir mehrere Tests durchgeführt haben. Eine Alternative zum Mega wäre der Teensey gewesen. Finanziell, aber auch zeitlich wäre es auch kein großer Aufwand gewesen die Megas mit diesem zu ersetzen, denn der Code unterscheidet sich nicht allzu sehr, außer dass die Reihenfolge wie er diesen ausliest etwas anders ist.

Bevor wir die fertig verlöteten LED-Stripes in den Plattenteller einbauen konnten, mussten noch einige Vorbereitungen hierfür getroffen werden. Es war der Wunsch von Herrn Mühlhöfer da, dass die LED-Stripes so behandelt werden sollen, dass man sie wieder verwenden kann. DSC072851Da aber die Stripes selbstklebend sind, musste eine Lösung gefunden werden, wie die Stripes von den Kappa-Platten wieder abgezogen werden können, ohne dabei Schaden zu nehmen. Es schien eine gute Lösung zu sein, die Stripes auf Papier zu kleben, welches rechts und links übersteht, um auf den Seiten jeweils Doppelseitiges Klebeband zu befestigen. Im Nachhinein betrachtet, war dies eine eher suboptimale Lösung, die viel Arbeitskraft und Zeit in Anspruch nahm.  

Ein weiterer Punkt, der weniger optimal verlief, war die Kommunikation zwischen den einzelnen Teams bezüglich der “Verkleidung” der Segmente von innen. _MG_59481Hierzu wurden bereits von Anfang an Tests gemacht, die zeigten, dass es ein diffus reflektierendes Material in den einzelnen Feldern geben muss. Es sollte zum einen die Funktion haben, die Verkabelung zu verstecken, und zum anderen das Licht, welches von oben auf das Material leuchten sollte, gleichmäßig zu verstreuen, damit das Leuchten, der einezelnen LEDs nicht zu sehen ist. (Im Bild: links=Folie, rechts=diffus refl. Pappe). Leider wurde dieses in der Hektik komplett vergessen, und am Freitag, eine Woche vor der Media-Night ist es dann zum Glück noch aufgefallen. In einer Last-Minute-Aktion konnte aber noch weiße Pappe von den Verpackern organisert werden, die sie uns großzügigerweise gespendet haben. Sie wurde dann noch am gleichen Abend von der Hälfte des Teams für die 40 Felder zurecht geschnitten und gefaltet. Auch dies erwies sich als eine sehr zeitaufwendige Aktion, die so nicht im Projektplan mit enthalten war, und die Programmierungs-Tests, die bis dato schon hätten längst laufen sollen, wieder weiter nach hinten warfen.

Nun konnte das Verlegen der gesamten Kabel beginnen. Zuerst wurden die Taster verlegt, und mit Hilfe von Gaffa und Tacker seitlich an den Holzleisten befestigt. Im Nachhinein betrachtet wäre die Investition in Befestigungsschellen sinnvoll gewesen. Sie hätten uns eine Menge Gaffa, aber was noch wichtiger ist, Zeit erspart, die wir wiederum später bei den Testdurchläufen hätten gebrauchen können.

Nachdem die Taster verlegt waren, wurden die Hauptstromkabel an jedem zweiten Segment verlegt. Erst dann kamen die LED-Stripes dran. Auch hier hätten wir mehr Zeit investieren müssen, um eine noch sicherere Verlegung der Kabel für die Stripes überlegen müssen – insbesondere für die Datenkabel, die einen sehr geringen Durchschnitt hatten und somit auch anfälliger für Beschädigungen waren. Durch das Absenken der einzelnen Felder entstand an einigen Stellen leider Zug, der dazu führte, dass dort das Datenkabel von der Lötstelle gerissen wurde. Hier musste dann liegend auf der Plattform das ganze dann wieder zusammen gelötet werden, was auch wiederum wertvolle Zeit kostete. Hierfür wären z.B. Befestigungsschellen geeigent gewesen.

Nun, nachdem alle Kabel in der Plattform verstaut waren, konnte das Auskleiden der einzelnen Felder mit der zugeschnittenen Pappe beginnen. Wir arbeiteten uns von Innen nach Außen vor. Sobald die Pappe drin war, konnte das mit rillen geplottete Kappa auf die Felder gelegt werden, woran dann von unten der LED-Stripe mit doppelseitigem Klebeband befestigt wurde. Leider war der Innenradius der Kappa-Platten zu gering, was dazu führte, dass man an der innersten Rille, den LED-Stripe sehen konnte. Also setzten wir wie bei einem Puzzle die innersten Rillen wieder in die Kappa-Form und verdeckten somit den LED-Stripe.

Was jetzt noch fehlte, waren die Netzteile. Diese mussten nach Wunsch von Herrn Mühlhöfer jedoch aus sicherheitstechnischen Gründen in eine Schutzhülle verbaut werden. Da dies jedoch nicht möglich war, ohne die zugeführten Kabel zu den Netzteilen abzumontieren, musste wieder unser Elektriker ran. Leider ist hier ein Leichtsinnsfehler passiert, und beim Anschließen aller Netzteile an alle LED-Stripes am nächsten Tag, hörte man das bekannte “britzeln” und es stieg eine “Rauschschwade” aus einem der Stripes hoch. Dies war vier Tage vor der Media-Night. Plötzlich ging garnichts mehr. Geschockt und voller Angst, dass nun alle LED-Stripes hinüber seien machten wir uns auf die Suche nach dem möglichen Fehler. Auch hier kontaktierte ich LED-Studien, die in kürzester Zeit zurück schrieben und mich durch seine Antwort beruhigen konnte. Es war scheinbar eine Phase vertauscht worden, welche 5V auf den Ground schickte. Zum Glück hat uns das Protection-Shield von LED-Studien gerettet. Wer weiß, wie es ausgesehen hätte, wenn wir keines gehabt hätten. Leider war auch das erste Feld in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass ich dieses wieder austauschen musste. Nun konnten alle vierzig Felder geschlossen werden. Die Makrolonplatten wurden mit den einzelnen Kästen verschraubt.

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Die Tests der Programmierung dürften nun endlich beginnen. Leider waren wir schon mehrere Tage in Verzug, sodass wir effektiv nur noch 3 Tage bis zum Kolloquium zur Verfügung hatten. Leider gab es innerhalb der Programmlogik einige Fehler, die wir nicht auf Anhieb klären konnten. Wir bekamen etwas Hilfe von einem ehemaligen Studenten, sodass wir letzten Endes eine “abgespeckte” Version des Spieles vorstellen konnten.

Damit die Plattform, bis zur letzten Minute möglichst unverkratzt blieb haben wir uns entschieden die Folien auf der Oberseite der Makrolonplatten noch nicht abzuziehen. Eine Stunde vor dem Kolloquium war die Vorfreude die Platte endlich ohne Folie in Ihrem vollen Glanz sehen zu dürfen umso größer. Leider wurde in der Euphorie nicht bedacht, dass durch das ruckartige schnelle Abziehen der Folie elektrostatische Ladungen entstehen. Die extrem hohen Spannungen haben somit höchstwahrscheinlich die Controller unserer LED-Stripes in Mitleidenschaft gezogen. Ergebnis des ganzen war eine Plattform, die nurnoch ungefähr zur Hälfte leuchtete. Viereinhalb-Segmente waren nicht mehr ansteuerbar. Wir machten das Beste daraus und ließen halt nur noch 4 Spieler auf die Plattform.

Trotz dieses Rückschlages waren die Spieler und Zuschauer begeistert von dem Ergebnis und dem Spielspaß. Die Medianight war ein Erfolg und wir können trotzdem voller Stolz auf das Geleistete zurückblicken.

Es wir eng

Der Spieler tritt dann auf ein Kuchenstück des Plattentellers und agiert auf 5 interaktiven Modulen. Die Menge aller erbrachten Aktivitäten der einzelnen Spieler auf die jeweiligen Kuchenstücke wird am Ende eines Levels verrechnet und ergibt den Spielstand. Es wird sowohl singulär als auch gemeinschaftlich das Spiel gewonnen oder verloren.

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Morgen wird eine neue dem Publikum präsentiert.  Auf 40 interaktiven Trittmodulen, die zusammengestellt einen Plattenteller ergeben, wird ein Reaktionsspiel im Sinne eines Sportgames realisiert. Der Plattenteller wird als Controller und als Spielfläche gleichzeitig eingesetzt. Es ist ein überdimensioniertes Boardgame.

Die zentrale Spielsteuerung geht über Arduinos Mega, Unmengen einzelner RGB LEDs, 40 Taster, und über 1600 ansteuerbare LD’s. Die Programmiersprache ist die grafische Entwicklungsumgebung mit VVVV. Es werden mehrere tausend LED Lichter angesteuert. Die werden gelötet und in die Spielplattform eingebunden.

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Bei der gestrigen Probe wurden für den Spielspass die Spielzeit und Schnelligkeit reduziert. Denn die Komplexität der 3 Spiellevels wackelt von Seiten der Programmierung. Immer wieder werden Lichtsignale nicht gesendet oder fallen aus. Das beeinträchtigt die Kontrolle des Spielstands und das Feedback für den Spieler und das Spiel wird intransparent. Wenn die eigene Leistung innerhalb einer kompetitiven Situation nicht abgerufen werden kann, bzw. nicht verstanden senkt es die Spielmotivation.

Neuland

Wir sind drei Studenten im Team der Mediensteuerung und stellen uns dieser Herausforderung mit viel Interesse, aber ohne auf einem grundlegenden Vorwissen aufzubauen. Um ein Gespür für das Kommende zu bekommen, studierten wir den Konzeptplan und klärten offene Fragen mit dem Konzeptteam. Mit Mindmaps und schematischen Zeichnungen auf dem White Board stellen wir das Grundprinzip und die Funktionsweise des Spieles in abstrakter, einfacher Form dar. Aus welchen „Bausteinen“  besteht unser Spiel? Welche Kommunikation findet in unserem interaktiven Spiel statt? Und mit welcher Medientechnik lassen sich diese Anforderungen umsetzen?

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Nachdem wir ein grobes Schema hatten, versuchen wir uns an einem Pseudocode. Der Code hilft uns, einige bislang nicht geklärte Fragen aufzudecken und uns tiefer in die Materie hineinzudenken. Nachdem wir eine grundlegende Vorstellung der Aufgabe erlangt haben sprechen wir mit Herr Mühlhöfer, unserem technischen Ansprechpartner bei der Event Media Studioproduktion, über Hardware und auf welche grundlegenden Dinge man bei der Medientechnik achten muss.

Mediensteuerung

Die zentrale Steuerung des Spieles wird mit Arduinos umgesetzt. Robin Schulte, Mitarbeiter bei der Studioproduktion Interaktive Medien, beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Mikrocontrollern gab uns Tipps zur Recherche und zur Herangehensweise an einen Prototyp.

Mit welcher Programmiersprache oder Software können wir die Mediensteuerung am einfachsten oder besten umsetzen? Robin Schulte tendiert wegen Flexibilität zu einer „klassischen“ Programmiersprache. Da wir außer den Pflichtveranstaltungen Informatik1 und 2 keinen programmiertechnischen Hintergrund haben gehen wir wegen der grafischen Entwicklungsumgebung mit VVVV an den Start. Zwar hat keiner von uns mit VVVV gearbeitet, aber mit einer grafisch veranschaulichten Oberfläche zu arbeiten ist sympathischer.

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Für den Prototypen bestellen wir zwei Arduino Mega, 40 einzelne RGB LEDs, 40 Taster, und 5 LED PWM Driver mit je 24 Kanälen. Täglich oder zumindest wöchentlich kommen außerdem Neuigkeiten der Teams, wie Konzept, Bühne und Sponsoring, die die Mediensteuerung betreffen und berücksichtigt werden.
In Absprache mit Herr Mühlhöfer, werden wir digital ansteuerbare LED Strips mit Silikonumhüllung ansteuern. Wir von LED Strips, die nicht einzeln adressierbar sind und mehr Anschlüsse zur Ansteuerung benötigen ausgegangen. Damit vereinfachte sich der Verkabelungsaufwand.

Der Plan für den Prototypen wurde an diese Entscheidung angepasst. Die LED PWM Driver und die einzelnen LEDs für den Prototypen wurden hinfällig. Stattdessen verwenden wir Überreste der digitalen LED Strips, der vorhergegangenen Studioproduktionen.

Mit Hilfe des Internets stecken wir die Hardware des Prototypen zusammen. Was die Programmierung und Steuerung der verschiedenen Schnittstellen angeht, fühlen wir uns noch hilflos und ins kalte Wasser geworfen. Vom Berg der ungelösten Aufgaben fühlen wir uns überfordert.

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Deswegen sprechen wir nochmal das Spielkonzept durch, schreiben Fragen auf und erledigen andere Aufgaben, wie Schaltpläne zeichnen. Wir benötigen Starthilfe und bitten Nadja Weber um Hilfe. Wir bekommen Antworten.

Wir besprechen die Vorgehensweise mit VVVV. Jetzt sind wir etwas entspannter, haben uns kleine Ziele gesetzt und endlich sinnvoll untereinander aufgeteilt.

Bis zum neuen Jahr soll die Kommunikation zwischen Tastern und LED Strips über den Prototypen funktionieren. Dazu wird  Code zur Ausführung auf den Arduinos implementiert und die Datenübertragung und Auswertung mit VVVV funktionieren.

 

Beitrag von Lisa-Marie Stückle

MediaNight 2014 – Edgar´s Paper Palace

„Groß war auch das Interesse an der Rauminstallation ‚Edgar´s Paper Palace‘. Was die Gruppe des Bereichs Audiovisuelle Medien mit ihrer interaktiven Papierwelt zu Edgar Allan Poes bekanntestem Gedicht ‚The Raven‘ erarbeitet hat, war künstlerisch sehr gelungen.“
(Filder-Zeitung vom 18.01.2014)
 

Vor kurzem war die MediaNight 2014 an der Hochschule der Medien in Stuttgart und wir präsentierten „Edgar´s Paper Palace“:

Am 16. Januar tauchten hunderte von Besuchern in unseren interaktiven Papierpalast.
Der Gedanke dahinter: Wenn man ein Buch aufschlägt und liest, spielt sich die Geschichte im Kopf ab. Danach schließt man das Buch wieder. Wir haben ein begehbares Buch gebaut. Eine Bühne aus Papier, ein Papierpalast – Edgars Paper Palace.

An einzelnen Buchstaben der überdimensionale Buchstabenwand waren Hörlöcher mit Gedichtspassagen installiert.

© Ferdinand Reitze

Auf die Fragen des Studenten antwortet der Rabe ausschließlich „Nevermore“ und treibt ihn somit zunehmend in den Wahnsinn.
 © Ferdinand Reitze
Über eine Leap Motion steuerten die Besucher eine Rabenschwarm

© Ferdinand Reitze

Die Geschichte ist Edgar Allan Poes „The Raven“. Es geht um einen jungen Mann, der seiner Geliebten nachtrauert. Ob ihn seine Geliebte verlassen hat, oder stirbt wird im Gedicht nicht klar. Wir sagen, sie stirbt. Die Trauer treibt das lyrische Ich in den Wahnsinn. Der Wahnsinn wird im Gedicht durch einen Raben symbolisiert. Der Rabe kommt und bleibt. Treibt das lyrische Ich immer weiter in den Wahnsinn.

Mit Hilfe von Projektionen inszenierten wir unsere weiße Papierwelt und der Besucher tauchte in die Welt des geschriebenen Wortes.

© Ferdinand Reitze

Wir haben das Gedicht deshalb in drei Teile, drei Räume aufgeteilt. An der MediaNight konnten die Besucher das Gedicht über Grafiken, Videomappings, Hörstationen und Interaktionsmöglichkeiten miterleben.

von Ferdinand Reitze und Ramona Haisch

 

Den kompletten Artikel der Filder-Zeitung findet ihr hier.