Schlagwort-Archive: Technik

Erneute Tests im Hafen Stuttgart: Sendestrecke und Wasserprojektion

Für die drahtlose und gleichzeitig zeitsynchrone Tonübertragung von unseren Stationen zu den Schiffen verwenden wir Sendestrecken. Nachdem uns unser Technik-Partner mld freundlicherweise ein Setup zu Testzwecken zur Verfügung gestellt hatte, waren wir in der vergangenen Woche gleich zweimal am Hafen. Am Donnerstag zu Fuß, am Freitag dann mit dem Hafen-Verwaltungsboot, das bei der Langen Nacht als VIP-Schiff eingesetzt werden wird. An beiden Tagen konnten wir ein sehr positives Ergebnis verzeichnen: Die Funkübertragung läuft auch über 100m sehr stabil, wir konnten Übertragungsentfernungen bis über 400m realisieren. Gleichzeitig konnten wir aber auch die abschattende Wirkung der Schiffswand und von Stahlkonstruktionen im Hafengelände feststellen, sodass wir die Antennen im besten Fall außen an den Schiffen befestigen wollen.

Aufgrund der erfreulichen Tests haben wir die Möglichkeit einer Timecode-Übertragung verworfen und wollen jetzt bei fünf der sechs Stationen den Sound direkt übertragen. Lediglich für die Station Grenzübergang benötigen wir einen extra Workflow: hier wird mithilfe eines GPS-Sensors der Eintritt des Bootes unter der Brücke erfasst und dadurch ein Soundfile getriggert welches daraufhin nach hinten durchs Boot wandert. Hierzu finden in der kommenden Woche Test-Aufbauten und weitere Gespräche statt.

Daneben konnten wir bei dem Termin im Hafen auch noch einen Projektionstest für die Station Tiefengrenze durchführen. Aus einem oberen Stockwerk der Hafenverwaltung projizierten wir auf ein Mustermaterial, das wir in den Neckar legten und die Ergebnisse waren deutlich besser als erwartet. Als schöner Nebeneffekt zeigt sich auf der Projektionsfläche ein natürliches Wellenmuster, das sich perfekt in unser Unterwasser-Footage einfügt.

Beitrag von Moritz Hoffmann

Die Technik für unsere Installationen – Erster besuch bei MLD

Bevor das Team in die kurze Winterpause ging, fand das erste Treffen mit dem Technikverleih music & light design, kurz MLD, statt. Der Verleih wird den Hauptteil der Technik für die Lange Nacht der Museen bereitstellen, die vergangene Zusammenarbeit mit der Hafen Stuttgart GmbH hat sich als sehr positiv erwiesen.

Dazu fuhren die Programmierung, Ton- und Mediensteuerungsabteilung der Grenzgebiete mit Herrn Mühlhöfer nach Leonberg um sich mit dem Geschäftsführer Michael Müller zusammenzusetzen. Im Gespräch erläuterten wir zunächst unser übergreifendes Konzept. Anschließend gingen wir auf die technischen Anforderungen aller sieben Stationen genauestens ein. Dazu wurde im Vorfeld eine Anforderungsliste aufgesetzt, an der wir uns im Gespräch entlanghangelten. Herr Müller hörte unsere Ideen und Vorschläge an und kommentierte die Möglichkeiten einer technischen Umsetzung. Dabei kamen etliche unserseits zu klärende Fragen auf, die im Protokoll festgehalten wurden. Der Geschäftsführer hingegen machte zu diesem Zeitpunkt noch keine Aufzeichnungen, vermutlich da es das erste Treffen war und die genauere Planung erst zusammen mit dem Kostenvoranschlag fällig wird. Da MLD bereits an einer der Hafenausspielungen beteiligt war, sind die Anforderungen des Terrains bereits bekannt und der Erfahrungsschatz hilft auch uns bei der Feinkonzeption.

Für die Grenzkörper empfahl uns Herr Müller zum Beispiel eher pointiertes Effektlicht an den Kränen zu platzieren, da flächiges Licht zu sehr in die Projektionen einstrahlen würde. Wegen der Nähe der Interaktionsflächen der Grenzkörper und der Grenzlichter müsse die PA zudem sehr gerichtet sein. Zudem negierte er die Möglichkeit Scheinwerfer/Lautsprecher unter dem Dach des Boardingbereichs zu hängen und wies uns darauf hin, dass ein Wegeleitsystem hin zum abgesetzten Interaktionsbereich der Grenzlichter bedacht werden müsse. Hier zeigte sich schon der Vorteil eines erfahrenen Partners.

Für die vier Projektionen sicherte MLD uns zu, dass wir in Zukunft jederzeit Projektionstests durchführen können, was besonders für die Nebelprojektion der Grenzgewässer wichtig wird.

Bei dem Konzept der Tiefengrenzen stockte Herr Müller zwar kurz, da das Hängen eines ausreichend lichtstarken Projektors über Wasser oder das alternative Bauen eines Projektionsturms natürlich nicht zu unterschätzen sind. Aber auch hier zeigte er sich kooperativ, das Konzept umzusetzen.

Als eins der komplexeren Bestandteile des gesamten Hafenprojekts hat sich der Ton entpuppt, der inhaltsgebunden auf die Schiffe übertragen werden muss. Auch hier war das Vorabgespräch erhellend. Herr Müller zeigte sich interessiert an der unkonventionellen Idee und positiv eine Lösung für die Übertragung zwischen Stationen und Schiffen zu finden.

Für den Grenzübergang sprachen wir auch über leistungsstarke Lichtschranken. Auch wenn er uns einen selbstentwickelten Prototyp nicht zusichern kann, schien es so, als sei es kein Problem die Breite des Neckars zu überwinden.

Wir verblieben so, dass wir nochmals eine genaue, überarbeitete Version der Anforderungsliste und einen detaillierten Ansichtsplan fertigen werden, die nun im neuen Jahr von MLD begutachtet werden. Daraufhin senden sie uns einen Kostenvoranschlag, der sämtliche Technik und auch die benötigten Arbeitskräfte beachtet. Fällt dieser im Sinne aller beteiligten Parteien aus, steht der näheren Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Technikverleih nichts mehr im Weg.

Nach einer abschließenden Begutachtung eines Art Showrooms verließen wir MLD mit einem recht positiven Eindruck.

Beitrag von Dorian Sorg

Bootsbesichtigung des Neckar Käpt’n

Wir merkten bei der Konzeption der Stationen, dass wir zur besseren Planung Informationen über die Schiffe, die für die Rundfahrt eingesetzt werden, benötigen. 

Daher waren wir am Montag dem 7.11.2016  vor Ort beim Neckar Käpt’n in Bad Canstatt und bekamen eine Führung durch die Schiffe.

liberty03

Es stehen drei Schiffe zur Auswahl, von denen zwei bei der Langen Nacht zum Einsatz kommen. Die Schiffe fassen je 300, 200 und 180 Personen.  

Alle Schiffe haben Stromzufuhr, auf jedem Deck jeweils 2×230 Volt innen und 2×230 Volt außen. Das mittelgroße Schiff hat 63kW Leistung, davon gehen 41kW für Motor und Küche weg, es bleiben also ca. 10-15kW zur Nutzung übrig.
Allerdings hat man uns hier nahegelegt, dass wir trotzdem moderat mit dem Strom haushalten, da alle Steckdosen im Schiff über einen Stromkreis laufen. 

Jede zweite Lampe zwischen den Fenstern muss während der Fahrt aus Sicherheitsgründen angeschaltet sein. Allerdings können wir stattdessen auch eigene Beleuchtung installieren, solange diese entsprechend hell ist, um den Fluchtweg zu erkennen. 

liberty04

Die Schiffe fahren eine Tour zwischen 20-25 Minuten exklusive ca. 10 Minuten für Ein- und Ausstieg. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt 6 km/h. Man kann die Geschwindigkeit, sowie den Wendepunkt und die Route nach eigenen Wünschen anpassen, muss aber insgesamt immer im Rahmen 20-25 Minuten bleiben. 

Der Neckar Käpt’n hat Betriebsruhe vom 14.12 bis 31.1, d.h. in diesem Zeitraum würden sich für uns verschiedeneTests auf den Schiffen anbieten. 

Insgesamt war der Besuch sehr erhellend und hat uns extrem weitergeholfen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Team vom Neckar Käpt’n.

 

Beitrag von Moritz Hoffmann

 

LED in der Plattform? Leider geil!

Nach intensiver Überlegung und Recherche wählten wir einen bestimmten Typus LED-Streifen. Wir wussten zwar, dass es individuell ansteuerbare gibt, aber nicht, dass die Auswahl so groß sein wird und es so viele beachtenswerte Parameter gibt. Wie z.B. der Abstand zwischen den einzelnen LEDs, einfarbige, weiße, oder RGB-Leds.

Letzten Endes haben wir 2 Typen von LED-Stripes gewählt. Den WS2812 mit 60 Leds pro Meter für die Statusanzeige. Es sollte ein möglichst dichtes Erscheinungsbild haben, um als Punktestand-Anzeige zu fungieren, und die Stripes mit 30 Leds pro Meter um den gesamten Plattenteller von innen zu beleuchten.

Mit ausschlaggebend war der Kostenfaktor, denn die Led-Stripes mit 60 Leds pro Meter, die wir zunächst auch für die Plattform in Betracht gezogen haben, hätten wegen der grossen Menge unseren finanziellen Rahmen gesprengt. Zunächst hatten wir Bedenken, dass die Leuchtkraft der 30er Leds nicht ausreichen würde. Wir machten einige Helligkeits-Tests in einem bereits fertig gestellten Teilsegment. Wir wollten sicher gehen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Das Sponsoring-Team hatte alle Hände voll zu tun. Deshalb halfen wir aus, indem ich online nach Anbietern dieser Stripes recherchierte. Es wurde eine Tabelle angelegt die das Sponsoring-Team dann abarbeiten konnte. 10 Anbietern verkauften die WS2812.

Das Sponsoring-Team hat alle mit der Frage, ob sie bereit wären einen Teil der Kosten zu übernehmen, bzw. ob und wieviel Rabatt sie uns gewähren wollen durch telefoniert.

Unter anderem wurde auch LED-Studien kontaktiert. Zunächst waren sie etwas zurückhaltend. Das Sponsoring-Team war nicht gut genug von unserer Seite gebrieft worden. Sie konnten seine Fragen nur unzureichend beantworten. Dann telefonierte Herr Mühlhöfer mit LED-Studien und die offenen Fragen wurden geklärt, und LED-Studien wurde unser Licht-Hauptsponsor. Wir bekamen nicht nur die LED-Stripes sondern ein von Ihm passend zusammengeschnürtes Paket mit den Netzteilen, Wagoklemmen und Kabeln.

Aber bevor das benötigte Material fest stand musste zunächst ein Plan erstellt werden, wie die Verkabelung der Plattform auszusehen hat. Bei dieser Frage, stellte uns LED-Studien bereitwillig ihr Fachwissen zur Verfügung. So entstand nach mehreren Telefonaten & E-mails ein Verkabelungsplan der Plattform und Statusanzeige, der sich dann im Verlauf des Projektes noch einmal etwas änderte.

 

z

 

Wir standen auch vor der Frage ob wir alles löten sollten, oder ob es dazu Alternativen gibt, zumal es sehr arbeitsintensiv und zeitaufwändig ist. Daher stellten wir LED-Studien auch die Frage, welche Erfahrungen sie mit Wago-Klemmen gemacht haben, und ob sie uns diese empfehlen könnten. Sie waren zunächst etwas zögerlich, jedoch nicht abgeneigt in Anbetracht des Aufwands auf die Wago-Klemmen zurückzugreifen. So wurde also im Gespräch entschieden, dass die Hauptstromversorgung zwischen zwei Segmenten mit Hilfe von Wago-Klemmen zu lösen, von denen aus dann die Stripes mit Strom versorgt wurden (siehe Abbildung).

Wago221-5-1

Was die Stromversorgung betrifft, war von meinem Verständnis her angedacht, dass man jeden LED-Stripe mit einem Netzteil versorgen müsse. Hier klärte uns LED-Studien auf und gab uns den Tipp lieber möglichst wenig Netzteile mit mehr Leistung für mehrere Stripes zu verwenden, damit es am Ende der Stripes nicht zu einem Schwächer werden der LEDs in ihrer Leuchtkraft und Farbverfälschungen kommt. So kam dann dann ein 5 V Netzteil in Betracht, welches 24 A bietet und eine Leistung von 130 Watt hat.

177_0

LED-Studien bot uns an, dass sie uns über die Weihnachtsfeiertage 2 Stripes und ein passendes Netzteil zuschicken könne, damit die ersten Tests in Verbindung mit der Programmierung stattfinden können.

Das sehnsüchtig erwartete Paket kam an, doch leider verflog die erste Freude, denn am Netzteil befand sich kein Schuko-Stecker, sodass eine Stromeinspeisung der LEDs erst einmal nicht möglich war. Ich entschied mich dafür auf das neue Jahr zu warten und aus Sicherheitsgründen die Verkabelung von unserem Elektriker machen zu lassen. Jedoch behalf ich mich stattdessen mit einer externen Stromversorgung für den Arduino (MB-102 Breadboard Power Supply) und einen vorgeschalteten Kondensator um die 2 LED-Stripes ansteuern zu können. Die Logik für die Programmierung in VVVV wurde zunächst erst einmal mit 8 kleineren Stripes, welche von der Vorgänger-Stupro übrig geblieben waren, realisiert.

41cSIN55MELHierfür musst eine serielle Datenübertragung von Seiten des Programmes VVVV hin zum Arduino hergestellt werden um die Stripes, welche in jeweils 5 Felder mit 10, 20, 30, 40 und 50 Leds unterteilt waren, ansteuern zu können. Bis letzten endes eine stabile Übertragung hergestellt war, vergingen ein paar Tage – umso größer war aber die Freude, als die Felder dann entsprechend der Auswahl erleuchteten. Ein weiteres Problem, dass sich uns stellte, war die zufällige Auswahl der Felder, die sich jedoch nicht als sehr “zufällig” erwies, da es immer wieder vor kam, dass manche Felder innerhalb von mehreren Runden wiederholt angezeigt wurden. Grund hierfür war die sehr beschränkte Anzahl der Felder, und ein in VVVV bestehendes Problem.

Als die Logik der Programmierung seitens der LEDs weitestgehend stand, hies es, das Material, welches bereits geliefert wurde

  • 50m Led-Stripes, 
  • Datenkabel,
  • 5mm² Stromkabel,
  • 2,5mm² Stromkabel,
  • 50 Wago-Klemmen,
  • 10 Protection-ShieldsWS2812protect02

Zunächst wurden die Stripes, die auf 5m Rollen geliefert wurden vorbereitet. Die bereits vorhandenen Kabel wurden wieder abgelötet. Grund dafür war, dass LED-Studien uns noch ein selbst entwickeltet Protection-Shield mitgeliefert hat. Dieses wurde zusätzlich an den Beginn eines jeden Led-Stripes gelötet. Die seit einiger Zeit erhältliche Version WS2812B der LED-Stripes “ist u.U. recht empfindlich gegenüber Spannungsspitzen und ESD. Deshalb wurde eine kleine Schaltung entwickelt, die eine Zerstörung meist des ersten Pixels in den meisten Fällen verhindern soll._MG_58191

Also haben wir erst einmal die LED-Stripes mit dem Protection-Shield, und anschließend unsere Litze mit den entsprechend berechneten Längen mit diesem verlötet.

Zunächst fertigten wir einen Kompletten Stripe um sicher zu gehen, ob die berechneten Längen der Kabel passten, und wie die Gesamtwirkung in einem Segment ist. Erst als dieser Test bestanden war, ging es mit dem Löten aller restlichen Stripes weiter. Wir nannten das Elektronik-Labor eine Woche lang unser Zuhause. Arbeiteten von früh morgens bis spät abends an den Leds und der restlichen Elektronik.DSC07210

Nach jedem Lötvorgang haben wir eine Durchgangsprüfung jeder Lötstelle durchgeführt um zu gewährleisten, dass nicht versehentlich der Datenstrom kontakt mit 5 V oder mit dem Ground hat, was zu Fehlern führen könnte. Natürlich sind auch Leichtsinnsfehler mit schwindender Konzentrationsfähigkeit entstanden. Z.B. haben wir aus versehen  den Ground an 5V gelötet und umgehehrt. Als wir den Stripe dann mit dem Netzteil verbunden haben, hörte und sah man sofort das Ergebnis. Der Stripe “britzelte” kurz und war komplett ausgefallen. Das bedeutete, wir mussten genauer arbeiten und unser tun noch mehr hinterfragen und kontrollieren. Nachdem die Funktionsfähigkeit jedes Led-Stripes festgestellt wurde und auch die aller Netzteile, begannen wir damit die 5m Stripes in die entsprechenden Längen von jeweils 10, 20, 30, 40 und 50 Leds pro Stripe zu zerschneiden. Diese wurden dann wiederum mit einem in Reihe geschalteten Datenkabel verlötet. Ground (schwarzes Kabel) und 5 V (rotes Kabel) wurden jedoch immer nur von einer Seite zugeführt, über welche die Stripes dann mit den Wago-Klemmen mit dem  Hauptstromkabel verbunden wurden. auch hier war ein akribisches Arbeiten nötig. Nach jedem Lötvorgang wurden die Durchgangsprüfungen gemacht und jeder Stripe an das Netzteil gesteckt um die Leutfähigkeit zu testen. Nachdem alle Stripes einzelnd gestestet wurden, gab es einen Gesamt-Test. LED_Stripes_Löten_8 (1 von 1)Wir ließen alles Stripes über einen Arduino ansteuern und nutzen alle 4 dafür vorgesehen Netzteile. Und es funktionierte. Die Freude war riesig über das bis dato schöne Ergebnis. Wir ließen die LEDs in allen möglichen Farben laufen und genossen den Anblick.

Zwischendurch kam auch mal wieder eine Frage auf, bezüglich der LEDs oder deren Stromversorgung. LED_Stripes_Löten_9 (1 von 1)Hier war LED-Studien der perfekte Ansprechpartner. Man konnte sie stets anrufen, oder wenn man eine E-mail schrieb kam innerhalb kürzester Zeit eine Antwort zurück. Wir wurden zudem davor gewart, dass es sein könnte, dass es der Arduino-Mega nicht schaffen könnte aufgrund seines geringen Arbeitsspeichers alle 1200 Leds anzusteuern. Diese Angst verflog jedoch recht schnell, nachdem wir mehrere Tests durchgeführt haben. Eine Alternative zum Mega wäre der Teensey gewesen. Finanziell, aber auch zeitlich wäre es auch kein großer Aufwand gewesen die Megas mit diesem zu ersetzen, denn der Code unterscheidet sich nicht allzu sehr, außer dass die Reihenfolge wie er diesen ausliest etwas anders ist.

Bevor wir die fertig verlöteten LED-Stripes in den Plattenteller einbauen konnten, mussten noch einige Vorbereitungen hierfür getroffen werden. Es war der Wunsch von Herrn Mühlhöfer da, dass die LED-Stripes so behandelt werden sollen, dass man sie wieder verwenden kann. DSC072851Da aber die Stripes selbstklebend sind, musste eine Lösung gefunden werden, wie die Stripes von den Kappa-Platten wieder abgezogen werden können, ohne dabei Schaden zu nehmen. Es schien eine gute Lösung zu sein, die Stripes auf Papier zu kleben, welches rechts und links übersteht, um auf den Seiten jeweils Doppelseitiges Klebeband zu befestigen. Im Nachhinein betrachtet, war dies eine eher suboptimale Lösung, die viel Arbeitskraft und Zeit in Anspruch nahm.  

Ein weiterer Punkt, der weniger optimal verlief, war die Kommunikation zwischen den einzelnen Teams bezüglich der “Verkleidung” der Segmente von innen. _MG_59481Hierzu wurden bereits von Anfang an Tests gemacht, die zeigten, dass es ein diffus reflektierendes Material in den einzelnen Feldern geben muss. Es sollte zum einen die Funktion haben, die Verkabelung zu verstecken, und zum anderen das Licht, welches von oben auf das Material leuchten sollte, gleichmäßig zu verstreuen, damit das Leuchten, der einezelnen LEDs nicht zu sehen ist. (Im Bild: links=Folie, rechts=diffus refl. Pappe). Leider wurde dieses in der Hektik komplett vergessen, und am Freitag, eine Woche vor der Media-Night ist es dann zum Glück noch aufgefallen. In einer Last-Minute-Aktion konnte aber noch weiße Pappe von den Verpackern organisert werden, die sie uns großzügigerweise gespendet haben. Sie wurde dann noch am gleichen Abend von der Hälfte des Teams für die 40 Felder zurecht geschnitten und gefaltet. Auch dies erwies sich als eine sehr zeitaufwendige Aktion, die so nicht im Projektplan mit enthalten war, und die Programmierungs-Tests, die bis dato schon hätten längst laufen sollen, wieder weiter nach hinten warfen.

Nun konnte das Verlegen der gesamten Kabel beginnen. Zuerst wurden die Taster verlegt, und mit Hilfe von Gaffa und Tacker seitlich an den Holzleisten befestigt. Im Nachhinein betrachtet wäre die Investition in Befestigungsschellen sinnvoll gewesen. Sie hätten uns eine Menge Gaffa, aber was noch wichtiger ist, Zeit erspart, die wir wiederum später bei den Testdurchläufen hätten gebrauchen können.

Nachdem die Taster verlegt waren, wurden die Hauptstromkabel an jedem zweiten Segment verlegt. Erst dann kamen die LED-Stripes dran. Auch hier hätten wir mehr Zeit investieren müssen, um eine noch sicherere Verlegung der Kabel für die Stripes überlegen müssen – insbesondere für die Datenkabel, die einen sehr geringen Durchschnitt hatten und somit auch anfälliger für Beschädigungen waren. Durch das Absenken der einzelnen Felder entstand an einigen Stellen leider Zug, der dazu führte, dass dort das Datenkabel von der Lötstelle gerissen wurde. Hier musste dann liegend auf der Plattform das ganze dann wieder zusammen gelötet werden, was auch wiederum wertvolle Zeit kostete. Hierfür wären z.B. Befestigungsschellen geeigent gewesen.

Nun, nachdem alle Kabel in der Plattform verstaut waren, konnte das Auskleiden der einzelnen Felder mit der zugeschnittenen Pappe beginnen. Wir arbeiteten uns von Innen nach Außen vor. Sobald die Pappe drin war, konnte das mit rillen geplottete Kappa auf die Felder gelegt werden, woran dann von unten der LED-Stripe mit doppelseitigem Klebeband befestigt wurde. Leider war der Innenradius der Kappa-Platten zu gering, was dazu führte, dass man an der innersten Rille, den LED-Stripe sehen konnte. Also setzten wir wie bei einem Puzzle die innersten Rillen wieder in die Kappa-Form und verdeckten somit den LED-Stripe.

Was jetzt noch fehlte, waren die Netzteile. Diese mussten nach Wunsch von Herrn Mühlhöfer jedoch aus sicherheitstechnischen Gründen in eine Schutzhülle verbaut werden. Da dies jedoch nicht möglich war, ohne die zugeführten Kabel zu den Netzteilen abzumontieren, musste wieder unser Elektriker ran. Leider ist hier ein Leichtsinnsfehler passiert, und beim Anschließen aller Netzteile an alle LED-Stripes am nächsten Tag, hörte man das bekannte “britzeln” und es stieg eine “Rauschschwade” aus einem der Stripes hoch. Dies war vier Tage vor der Media-Night. Plötzlich ging garnichts mehr. Geschockt und voller Angst, dass nun alle LED-Stripes hinüber seien machten wir uns auf die Suche nach dem möglichen Fehler. Auch hier kontaktierte ich LED-Studien, die in kürzester Zeit zurück schrieben und mich durch seine Antwort beruhigen konnte. Es war scheinbar eine Phase vertauscht worden, welche 5V auf den Ground schickte. Zum Glück hat uns das Protection-Shield von LED-Studien gerettet. Wer weiß, wie es ausgesehen hätte, wenn wir keines gehabt hätten. Leider war auch das erste Feld in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass ich dieses wieder austauschen musste. Nun konnten alle vierzig Felder geschlossen werden. Die Makrolonplatten wurden mit den einzelnen Kästen verschraubt.

IMG_6468

Die Tests der Programmierung dürften nun endlich beginnen. Leider waren wir schon mehrere Tage in Verzug, sodass wir effektiv nur noch 3 Tage bis zum Kolloquium zur Verfügung hatten. Leider gab es innerhalb der Programmlogik einige Fehler, die wir nicht auf Anhieb klären konnten. Wir bekamen etwas Hilfe von einem ehemaligen Studenten, sodass wir letzten Endes eine “abgespeckte” Version des Spieles vorstellen konnten.

Damit die Plattform, bis zur letzten Minute möglichst unverkratzt blieb haben wir uns entschieden die Folien auf der Oberseite der Makrolonplatten noch nicht abzuziehen. Eine Stunde vor dem Kolloquium war die Vorfreude die Platte endlich ohne Folie in Ihrem vollen Glanz sehen zu dürfen umso größer. Leider wurde in der Euphorie nicht bedacht, dass durch das ruckartige schnelle Abziehen der Folie elektrostatische Ladungen entstehen. Die extrem hohen Spannungen haben somit höchstwahrscheinlich die Controller unserer LED-Stripes in Mitleidenschaft gezogen. Ergebnis des ganzen war eine Plattform, die nurnoch ungefähr zur Hälfte leuchtete. Viereinhalb-Segmente waren nicht mehr ansteuerbar. Wir machten das Beste daraus und ließen halt nur noch 4 Spieler auf die Plattform.

Trotz dieses Rückschlages waren die Spieler und Zuschauer begeistert von dem Ergebnis und dem Spielspaß. Die Medianight war ein Erfolg und wir können trotzdem voller Stolz auf das Geleistete zurückblicken.

Projektionstests zur Raumvergrößerung mit eigener Story

Wie lässt sich ein Raum visuell vergrößern? Spiegel sind eine Möglichkeit. Jedoch sieht man dann nur was im Raum selbst passiert. Spiegel sind für uns nicht geeignet denn wir wollen unseren Warteraum, das „Diner“ sowohl visuell vergrößern als auch mit Eigenleben versehen. Eine große Projektion an einer Wand des Raumes ist die Lösung. Wie kann der Aufbau der Projektion sein. Sichtbare Beamer im Warteraum würden die Dineratmosphäre beeinträchtigen und für eine Rückprojektion wird Platz hinter der Projektionsfläche benötigt. Auch stellt sich die Frage nach der Wahl des Beamers. Für eine Rückprojektion brauchen wir einen Kurzdistanzbeamer.

Wir verglichen einen aus unserem Lager mit einem Weitwinkelbeamer des Studiengangs Medieninformatik.

Projektionstest

Der weitere Projektionswinkel von unserem Beamer übertrumpfte die Vorteile des Weitwinkelbeamers von der Medieninformatik .

Am Drehort überdachten wir die Kameraposition und wo sich die Charaktere im Bild befinden. Die Architektur des Diners in Schorndorf ließ nicht viel Spielraum. Bei frühen Tests on Location stellten wir fest, dass die Kamera den richtigen Bildausschnitt an ihrer vorgesehenen Position schräg in dem Raum filmt. Die Szene war schräg im Bild und horizontale, parallele Linien wirkten nicht parallel.

Projektionstest2

Bei unseren Projektionstests bestätigten sich die Probleme. Dabei ging es vor allem darum die richtige Perspektive, Größe und Position der Projektion zu finden. Bei weiteren Tests ging es um die Begrenzung der Leinwand nach unten, denn die Projektion reicht nicht bis zum Boden.

Es ist eine noch zu testende Holzbalustrade geplant.

Projektionstest3

Für Projektionstests mit besserem Filmmaterial ging es mit einem Tilt/Shift-Objektiv noch ein paar mal ins Diner .

Damit gleichen wir die schräge Perspektive beim Dreh aus.

Als nächstes werden wir nun noch die Projektion mit zwei Beamern testen.

 

Beitrag von Nils Beermann