Test, Test, Eins, Zwei…

Felix Fischer und ich, Robin Zwirner, stellen das Tondepartement für „Applied Magic“ dar. Damit sind wir zum einen für den kreativen Aspekt des Tons, das Sounddesign und der Entwurf eines Tonkonzeptes, zum anderen für den technischen Aspekt, die Beschallungstechnik und die Tonbespielung in der finalen Installation, zuständig. In beiden Bereichen erwarten uns vielfältige Herausforderungen.

Da wäre beim Sounddesign zuallererst die Frage: Wie klingt Magie? Und vor allem, viel wichtiger, wie soll unsere Magie klingen? Magie ist doch eigentlich etwas Altertümliches, etwas Mystisches – ein Aberglaube. In unserer Installation wird sie aber mit realen, vergleichsweise modernen technischen Geräten verbunden – die an sich, ohne unsere Vorstellung, nichts Magisches an sich haben. Wie kann man das also verbinden, den Begriff der Magie und unsere moderne Medientechnik? Wie klingt ein magisches Mediengerät? Diese Fragen haben wir als unsere größten Herausforderungen identifiziert und viel über sie nachgedacht. Unser Ziel ist es, den Raum mit seinen Exponaten durch den Ton lebendig zu machen, ihm eine Persönlichkeit, einen Charakter zu verleihen und dies dem Besucher spürbar zu machen. Eins ist klar: Unser Raum soll einzigartig sein. Er soll so klingen wie kein anderer. Das heißt für uns als Sounddesigner viel Ausprobieren und viel über das Ausprobierte reflektieren. Denn ein bestimmter Ton kann in einem anderen Kontext ganz anders klingen als für sich (man denke nur an Foley-Aufnahmen für den Film). Darin liegt unsere Magie.

Auch die Beschallungstechnik stellt ganz besondere Anforderungen. Denn schließlich soll der Besucher am Ende, wenn er unseren Gang durchläuft, möglichst nichts von den folgenden – und vorherigen – Stationen mitkriegen. Nun breitet sich Schall aber zumeist in alle Richtungen aus. Da wird es unsere Aufgabe sein, dafür zu sorgen, dass es kein Problem ist, wenn sich verschiedene Töne überlagern. Wo das konzeptionell nicht möglich sein wird, werden wir mit für uns neuartigen gerichteten Lautsprechersystemen arbeiten müssen. Wir sind gespannt, wie uns das gelingen wird.

Robin Zwirner

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