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Erneute Tests im Hafen Stuttgart: Sendestrecke und Wasserprojektion

Für die drahtlose und gleichzeitig zeitsynchrone Tonübertragung von unseren Stationen zu den Schiffen verwenden wir Sendestrecken. Nachdem uns unser Technik-Partner mld freundlicherweise ein Setup zu Testzwecken zur Verfügung gestellt hatte, waren wir in der vergangenen Woche gleich zweimal am Hafen. Am Donnerstag zu Fuß, am Freitag dann mit dem Hafen-Verwaltungsboot, das bei der Langen Nacht als VIP-Schiff eingesetzt werden wird. An beiden Tagen konnten wir ein sehr positives Ergebnis verzeichnen: Die Funkübertragung läuft auch über 100m sehr stabil, wir konnten Übertragungsentfernungen bis über 400m realisieren. Gleichzeitig konnten wir aber auch die abschattende Wirkung der Schiffswand und von Stahlkonstruktionen im Hafengelände feststellen, sodass wir die Antennen im besten Fall außen an den Schiffen befestigen wollen.

Aufgrund der erfreulichen Tests haben wir die Möglichkeit einer Timecode-Übertragung verworfen und wollen jetzt bei fünf der sechs Stationen den Sound direkt übertragen. Lediglich für die Station Grenzübergang benötigen wir einen extra Workflow: hier wird mithilfe eines GPS-Sensors der Eintritt des Bootes unter der Brücke erfasst und dadurch ein Soundfile getriggert welches daraufhin nach hinten durchs Boot wandert. Hierzu finden in der kommenden Woche Test-Aufbauten und weitere Gespräche statt.

Daneben konnten wir bei dem Termin im Hafen auch noch einen Projektionstest für die Station Tiefengrenze durchführen. Aus einem oberen Stockwerk der Hafenverwaltung projizierten wir auf ein Mustermaterial, das wir in den Neckar legten und die Ergebnisse waren deutlich besser als erwartet. Als schöner Nebeneffekt zeigt sich auf der Projektionsfläche ein natürliches Wellenmuster, das sich perfekt in unser Unterwasser-Footage einfügt.

Beitrag von Moritz Hoffmann

Dreharbeiten für die Station Tiefengrenze sind abgeschlossen

Die Station Tiefengrenze – eine Projektion auf die Wasseroberfläche – soll dem Besucher einen Einblick in eine bunte und abwechslungsreiche Unterwasserwelt gewähren. Die Besucher werden in die Tiefen der Ozeane der Welt verführt. Bunte Fische, Haie oder auch Quallen sind dabei nicht wegzudenken.

 

Um unser Motiv – die Unterwasserwelt – zu drehen, mussten wir zunächst nach möglichen Drehorten recherchieren. Mit dem Sealife in Speyer kamen wir ins Gespräch und konnten nach einem Probedreh und einem Vorgespräch mit dem Dreh anfangen. Die Aufnahmen sollten von unten nach oben gedreht werden, dementsprechend brauchten wir eine Unterwasserkamera. Wir entschieden uns für eine GoPro, der Umgang und das Ergebnis überzeugten uns. Zusätzlich bauten wir uns einen Teleskoparm, um die GoPro im Wasser ablassen zu können.

Aufgrund von Bestimmungen konnten wir im Sealife nur in vereinzelten Aquarien drehen. Unser Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Rochen- und Katzenhaibecken. Wir mussten relativ schnell feststellen, dass die Fische die Kamera mieden. In den weiteren Becken war das gleiche Phänomen zu sehen. Die Sichtung des Materials bestätigte uns in unserer Annahme. Zusätzlich waren die Aufnahmen der vereinzelten Fische sehr groß, da die Becken sehr niedrig waren. Eine Lösung musste her. Aufnahmen von außerhalb des Beckens kamen beim Team gut an. Wir änderten also den Blickwinkel und drehten ab sofort von außerhalb der Becken frontal auf das Geschehen.

Das Naturkundemuseum in Karlsruhe stand auch auf unserer Aquarien-Liste. Aufgrund der kürzeren Anfahrt und einem sehr positiven Kontakt, drehten wir in Karlsruhe. Wir machten von allen Aquarien – Rochen-, Korallenfisch-, Schildkrötenaquarien – mit der GoPro von außen Aufnahmen. Wir drehten dann auch noch im großen Ozeanbecken – Korallenfische und einen Hai – während der Fütterung. Doch auch hier mussten wir akzeptieren, dass die Fische die Kamera mieden. Bei der Sichtung des Materials mussten wir feststellen, dass immer wieder Spiegelungen und das rote Blinken der GoPro im Bild waren. Aufgrund der höheren Qualität und der besseren Möglichkeiten die Spiegelungen zu mindern, entschieden wir uns für einen weiteren Dreh mit einer Spiegelreflexkamera. Um die Spiegelungen zu vermeiden, nutzten wir einen Polfilter und hängten unseren Drehbereich mit Molton ab.

Bei unserem zweiten Dreh in Karlsruhe entstanden viele gute Eindrücke, aus denen wir nun einen Film bauen werden.

Beitrag von Aline Müller