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Produktionsleitung: Die Hüter des Waldes

Um den Überblick in unserem Projekt zu behalten und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, spielt die Produktionsleitung eine zentrale Rolle. Diese kümmert sich um sämtliche organisatorische Aufgaben und koordiniert die verschiedenen Gewerke. Ihre Hauptaufgaben bestehen in der Erstellung des Produktionsplans und der Tagesdispositionen für das gesamte Team.
Bei der diesjährigen Studioproduktion besteht die Produktionsleitung aus vier Studierenden. Diese Struktur ermöglicht es uns, die Verantwortung für die verschiedenen Gewerke effektiv aufzuteilen. Jede Person in der Produktionsleitung übernimmt die Zuständigkeit für drei Gewerke. Diese klare Aufgabenteilung stellt sicher, dass jedes Gewerk optimal betreut und koordiniert wird. Um stets auf dem aktuellen Stand der Dinge zu bleiben, stehen die Verantwortlichen in regelmäßigem Kontakt mit den Heads der Gewerke. Dieser kontinuierliche Austausch gewährleistet, das Informationen kommuniziert und aufkommende Probleme möglichst schnell aus dem Weg geräumt werden. Die Produktionsleitung fungiert als zentrale Anlaufstelle für das gesamte Team. Sie arbeiten eng mit dem Projektmanagement zusammen und unterstützen somit alle Teammitglieder.
Der Produktionsplan ist ein essenzielles Werkzeug, das alle anstehenden Aufgaben der Studioproduktion dokumentiert. Der Produktionsplan wird in Form eines Gantt-Diagramms dargestellt. Das ist ein Projektmanagement-Tool, das Zeitpläne visualisiert. Es zeigt Aufgaben auf der vertikalen Achse und die Zeit auf der horizontalen Achse. Jeder Balken repräsentiert die Dauer, die eine Aufgabe benötigt. Das Diagramm hilft dabei, den Fortschritt zu verfolgen und die Planung zu verbessern. Der Produktionsplan hilft uns also, den Überblick über sämtliche Deadlines zu behalten und bietet einen klaren zeitlichen Rahmen für die verschiedenen Aufgaben. Die Produktionsleitung hat somit die gesamte Übersicht über alle Meilensteine und Deadlines. Eine der großen Herausforderungen bei der Erstellung des Produktionsplans war es, die Deadlines für die Fertigstellung der einzelnen Aufgaben realistisch abzuschätzen und festzulegen. Diese Schätzungen erfordern ein tieferes Verständnis der Arbeitsprozesse und der benötigten Zeit für jede Aufgabe.  Darüber hinaus hatten wir Schwierigkeiten, die festgelegten Deadlines einzuhalten, was zu Verzögerungen im vorgesehenen Zeitrahmen führte. Um solche Probleme zu vermeiden, war eine klare und kontinuierliche Kommunikation des Plans nötig. Die Gewerke regelmäßig an den Plan zu erinnern trägt dazu bei, dass alle Beteiligten den Zeitplan im Blick behalten und ihre Aufgaben fristgerecht erledigen können.

Produktionsplan der diesjährigen StuPro,©Studioproduktion EventMedia, Nextcloud

Die Tagesdispositionen sind ein weiteres wichtiges Instrument der Produktionsleitung. Tagesdispositionen sind detaillierte Planungen für einen bestimmten Tag, die festlegen, welche Aufgaben, Termine und Verpflichtungen erledigt werden sollen. Sie beinhalten eine zeitliche Einteilung, Zuweisung von Personen und Priorisierung wichtiger Aufgaben. Diese Planungen helfen, den Tag effizient zu gestalten, einen klaren Überblick zu behalten und die Produktivität zu steigern. Durch die Zuweisung konkreter Aufgaben an die Teammitglieder und die Einhaltung eines strikten Zeitrahmens wird sichergestellt, dass der Produktionsprozess reibungslos verläuft und gut voranschreitet. Aktuell ist das Problem mit den Tagesdispos, dass die eingetragenen Personen nicht immer pünktlich erscheinen. Das hindert die anderen dabei, weiterzuarbeiten. Deswegen ist es wichtig, dass wir im nächsten Weekly nochmal alle darauf hinweisen, wie wichtig Pünktlichkeit und Anwesenheit für das Vorankommen der Produktion ist.
Zusätzlich zur Koordination der täglichen Aufgaben und der langfristigen Planung, fördert die Projektleitung eine effiziente Zusammenarbeit.

Beitrag von Emma Hund

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Projektmanagement: Ein Eulenblick über den Wald

In der heutigen Zeit, in der Projekte immer komplexer und multidisziplinärer werden, ist ein gutes Projektmanagement unerlässlich. In diesem Semester bin ich Teil der Studioproduktion Event Media an der Hochschule der Medien Stuttgart und habe als Projektmanagerin einen „Eulenblick“ über das Projekt. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Projektmanagement“ und welche Aufgaben fallen in der diesjährigen Studioproduktion „Ex Libris“ der Event Media an?
In unserer Studioproduktion übernimmt das Projektmanagement, das aus vier Studierenden des Studiengangs Medienwirtschaft und ein Student des Studiengangs Audiovisuelle Medien besteht, eine Schlüsselrolle, um sicherzustellen, dass alle Gewerke stets den Überblick behalten und das Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht wird. Zudem sind wir die direkten Ansprechpartner für externe Personen, die sich für die Studioproduktion interessieren.
Kurz gesagt ist das Projektmanagement verantwortlich für die Planung und Durchführung des gesamten Projekts. Dies umfasst sieben wesentliche Aufgabenbereiche, die im Folgenden mit ihren Hürden näher beleuchtet werden.
Ein zentraler Aspekt des Projektmanagements ist die Kommunikation. Es ist wichtig, den aktuellen Stand der Studioproduktion regelmäßig zu kommunizieren, die Bedürfnisse aller Beteiligten abzufragen und zwischen den verschiedenen Gewerken zu vermitteln. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle auf dem gleichen Stand sind und effektiv zusammenarbeiten. Im Bereich Kommunikation kann und muss das gesamte Projektmanagement auf jeden Fall noch mehr die Initiative ergreifen, dass noch mehr und besser kommuniziert wird. Das Problem hierbei ist es, dass viele Missverständnisse entstanden sind, wenn nicht deutlich miteinander kommuniziert wird. Dies betrifft nicht nur mündliche Kommunikation, sondern auch auf unseren digitalen Kommunikationskanälen, wie Discord oder Whats App. Ziel ist es hier dass keine digitalen Monologe entstehen, sondern dass auf jede Nachricht geantwortet wird. Da reicht es auch nur mit Emojis zu reagieren, um z.B. Zustimmung zu zeigen.
Um die Koordination und den Austausch zu fördern, wird jeden Mittwoch mit allen Studierenden und Betreuern der Produktion Event Media ein Weekly abgehalten. Dafür wird die Tage zuvor eine Agenda vom Projektmanagement erstellt. Die Agenda enthält am Anfang eine Warm-Up Frage von unserer Betreuerin Nadja, sodass wir um neun Uhr morgens alle für den Tag wach werden. Danach werden Organisatorische Sachen geklärt. Dies übernimmt wieder die Betreuung. Anschließend folgen die Updates der einzelnen Gewerken. Hierzu präsentiert meistens der Head des Teams die Fortschritte und die nächsten Schritte, die innerhalb des Gewerks zu tun sind. Das Weekly wird immer von einer Person des Projektmanagements geleitet. Eine Schwierigkeit hierbei ist es alle Informationen der Gewerke vor dem Weekly für die Agenda einzusammeln, weil sich die Heads der Gewerke oft erst Stunden oder Tage nach der Deadline melden.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Human Resources Management der Teilnehmer von Ex Libris. Hierzu zählen die Erstellung eines Team Charts, das Time Tracking sowie die Erfassung der Verfügbarkeiten aller Teilnehmer. Zudem wird eine Kontaktliste der Studierenden gepflegt, um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten. Es ist superwichtig, dass sich alle immer in die Verfügbarkeitsliste eintragen. Die Studioproduktion läuft gerade in ihre Hochphase. Das bedeutet dass jetzt jeden Tag Personen im Studio der Hochschule sind und an der Bühne bauen und basteln. Nur durch eine Verfügbarkeitsliste kann versichert werden, dass auch jeden Tag genügend Studierende anwesend sind, um die Produktion voranzutreiben. Hier war das Problem, dass sich nicht alle Teilnehmer in die Liste eingetragen haben.
Das Projektmanagement ist ebenfalls für die Versicherung zuständig. Dies umfasst die Absicherung externer Teilnehmer, Leihmaterialien und externer Arbeiten. Dadurch wird das Risiko minimiert und es kann im Falle eines Schadens schnell gehandelt werden. Ein besonderes Highlight unserer Studioproduktion ist die Media Night am 04.07.2024. An diesem Datum wird tagsüber das Endergebnis der Studioproduktion Ex Libris präsentiert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Aber nicht nur an dem Tag der Media Night selbst, sondern auch an den darauffolgenden Tagen bis zum 06.07.2024. Hier ist das Projektmanagement dafür verantwortlich, die Anmeldung zu organisieren. Wir haben uns erfolgreich angemeldet und freuen uns auf euren Besuch.
All dies erfordern eine sorgfältige Planung und Koordination, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Nach Abschluss der Studioproduktion steht die Nachbereitung an. Dazu gehört die Datenpflege in unserer Cloud, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Informationen und Dokumente archiviert und zugänglich sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Projektmanagement eine Vielzahl von Aufgaben umfasst, die alle darauf abzielen, dass die diesjährige Studioproduktion Ex Libris im Sommersemester 2024 erfolgreich und effizient zu gestalten. Durch eine sorgfältige Planung, klare Kommunikation und eine gute Koordination wird sichergestellt, dass alle Beteiligten stets den Überblick behalten und das Projekt erfolgreich abschließen können. So können wir uns darauf verlassen, dass unsere Studioproduktion ein voller Erfolg wird.

Beitrag von Felicitas von Mylius

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Licht: Die magische Kraft des Lichts

Es werde Licht! Keine Medieninstallation jeglicher Art hat jemals ohne Licht funktioniert. Denn Licht in einer Medienproduktion dient nicht nur zur Erhellung des Raumes: es kann Stimmung erzeugen, Temperatur nachahmen, Tageszeit andeuten und vieles mehr.

Für unser zauberhaftes Licht-Setup gab es mehrere Iterationsstufen. Angefangen haben wir mit dem Finden der Gruppe, die für das Licht zuständig sein wird. In einem ersten Meeting haben wir geklärt, wie wir uns das gesamte Setup vorstellen. Daraufhin haben wir ein Moodboard erstellt. Hier haben wir schnell festgestellt, dass unsere Vorstellungen teilweise in verschiedene Richtungen gingen und wir immer wieder vom Pfad abkommen. Mit der Zeit hat sich unsere Gruppe jedoch gut eingespielt und wir sind nun auf einen Nenner gekommen.

Moodboard ©Studioproduktion EventMedia, Julia Müller

Nachdem wir das Moodboard der großen Gruppe vorgestellt haben und alle damit einverstanden waren, ging es ans Feintuning. Wir haben uns in weiteren Meetings mit der Regie zusammengesetzt, um im laufenden Prozess immer wieder aufkommende Fragen zu klären. Ebenso haben wir bei jedem Schritt Rücksprache mit unserem technischen Betreuer Moritz Stuhlfauth gehalten. Gerade bei großen Projekten ist es wichtig, sich immer wieder Feedback von einer erfahrenen Person einzuholen und die Machbarkeit der Umsetzung zu prüfen.

Anhand des Moodboards haben wir in einem weiteren Schritt eine Materialliste erstellt und festgehalten, was wir an Licht zum Arbeiten brauchen, was wir bereits haben und was wir extern besorgen müssen. Denn Licht ist nicht gleich Licht! Für Event-Medienproduktionen gibt es die unterschiedlichsten Arten, einen Raum in Szene zu setzen und stilvoll auszuleuchten. Man kann Licht richten (also spotten), die Farbe des Lichts verändern, den Weißabgleich (also die Farbtemperatur) verändern, diffuses Licht erzeugen, hartes Licht erzeugen, Objekte und Szenen direkt und indirekt beleuchten, Licht animieren und vieles mehr.

Lichtplan im Raum ©Studioproduktion EventMedia, Julia Müller

Um eine Produktion erfolgreich planen und ausleuchten zu können, ist immer ein Lichtplan notwendig. Hier mussten wir auf das ‚Go‘ der Bühne warten, da dieses Gewerk den Bühnenplan mit genauen Maßen erstellt hat. Anhand des Bühnenplans konnten wir dann unsere Lichter genau einzeichnen und direkt überlegen, wie diese angesteuert werden.

Den fertigen Lichtplan haben wir natürlich auch der großen Gruppe vorgestellt und einige Fragen mit Moritz und der Regie geklärt. Was jetzt noch folgt, sind die Materialien von der Materialliste zu besorgen, einen detaillierten Lichtplan mit genauen Angaben zur Anbringung an das Rig, Kabellängen und Abständen zu erstellen, sowie das Rigging selbst (also das Aufhängen der Lichter an die Traversen).

1. Version des Mondes ©Studioproduktion EventMedia, Julia Müller

Wenn das ganze Licht dann in der Installation steht, wird es ans Feintuning gehen. Die Ansteuerung über DMX einrichten und üben, Zeitpunkte für Veränderungen von Lichtern festlegen, Farbwerte, Kelvinwerte und Intensität des Lichts ausmessen, festhalten und einstellen.

Ihr seht also, dass hinter dem Licht einer großen Medienproduktion deutlich mehr Planung liegt, als nur ein paar Lampen hinzustellen und diese einzuschalten.

Beitrag von Julia Müller


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Sound: Der Klang im Wald

Der heutige Blogartikel setzt den Fokus auf alles Klangliche, was für die Besucher*innen, während ihres Aufenthalts in unserem Erlebnisraum hörbar ist. Bevor wir darauf genauer eingehen, noch einmal die grundlegende Geschichte, die wir erzählen wollen und die Aufgabe der Besucher in unserem Raum: Die Besucher*innen werden in der Schleuse an die Geschichte herangeführt. In einer alten Bibliothek erfahren sie weitere Einzelheiten und dass sie den Bewohner eines magischen Waldes helfen müssen. Im Wald angelangt ist ihr Widersacher, der Hüter des Waldes, Kakubaz. Die Besucher*innen können an vier Stationen allen Waldbewohner geholfen werden.

Was auf der auditiven Ebene für den Besucher hörbar ist, kann in drei Kategorien eingeordnet werden:


Stimmen/Dialoge

Durch den Erzähler, die Bücher, den Kakubaz und die Waldbewohner werden die Besucher*innen durch die im Raum erzählte Geschichte geführt. Daher ist eine Verständlichkeit der Stimmen essenziell. Des Weiteren müssen die Stimmen den Charakter der einzelnen Charaktere widerspiegeln und mit deren visueller Umsetzung übereinstimmen. Dabei spielt auch die nächste auditive Kategorie ‚Soundeffekte‘ eine tragende Rolle.

Zum aktuellen Zeitpunkt der Produktion sind alle Stimmen, bis auf die von dem Kakubaz aufgenommen. Jedoch wurde ein Sprecher für den Kakubaz bereits gefunden. Wichtige Charaktere wurden von uns dabei von angehenden und professionellen Sprechern der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (HMDK) besetzt, um ein möglichst authentisches Charakterbild zu zeichnen. Zu diesem Zweck wurden von uns der Erzähler, der Kakubaz, der magische Spiegel und die singenden Pilze entsprechend besetzt. Probleme, die dabei entstanden sind, waren die zum Teil fehlende technische Vertrautheit mit dem Tonstudio, was in Verzögerungen und keinen perfekten Aufnahmebedingungen resultierte.

Voicerecording der Charaktere ©Studioproduktion EventMedia, Philine Heinrich

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Voicerecordings gab es bei den Aufnahmen mit den externen Sprechern der HDMK direkte Rücksprache mit der Regie, wodurch für beide Gewerke ein passendes Ergebnis erzielt werden konnte. Dieser Grad an Kommunikation hatte bei den Aufnahmen der restlichen Wald- und Bibliotheksbewohnern gefehlt. Hier haben wir die Charaktere mit Teilnehmern der Studioproduktion besetzt. Besonders herausfordernd war dabei passende Anweisungen und Hilfestellungen zu geben, um ein akzeptables Aufnahmeergebnis zu erzielen.  Ob die geschnittenen Rohaufnahmen mit den Vorstellungen der Regie übereinstimmen, wurde in unserem Weekly-Treffen zu einem ungünstigen Zeitpunkt und zu früh in großer Runde diskutiert. Daher steht noch aus, ob Rerecordings für manche Rollen nötig sind. 

Aus diesem Fehler haben wir für die nachfolgenden Aufnahmen mit den Sprechern der HMDK gelernt. Ebenfalls haben wir die Pilze, die eine Art Dialog führen, gemeinsam einsprechen lassen. Auch das war ein Learning aus den ersten Aufnahmen. Hier hatten wir zu großen Teilen jeden Sprecher seinen Part alleine einsprechen lassen, was die Aufnahme erschwert und auch die Natürlichkeit der Dialoge beeinträchtigt hat.

Soundaufnahmen mit Sprechern der HMDK ©Studioproduktion EventMedia, Tim von Collani

Soundeffekte (SFX)

Die nächste Kategorie an Sounds sind die SFX. Sie werden mit den Voicerecordings zusammen geschnitten, um den Waldbewohnern und ihrem Erscheinen noch mehr Charakter zu verleihen. Zum Beispiel werden bei dem Dialog der Spinne mit den Besucher*innen noch Zischgeräusche hinzugefügt, um zu verdeutlichen, dass es sich um eine Spinne handelt. Ein anderes Beispiel wäre der Kakubaz dem durch Hall- und Echoeffekte, Tonhöhenänderungen und den Dopplungen verschiedener Sprachaufnahmen mehr Bedrohlichkeit und Autorität gegeben wird. Wie am Anfang erwähnt, muss bei der Bearbeitung dennoch immer auf die Verständlichkeit der Stimmen geachtet werden.

Soundbearbeitung©Studioproduktion EventMedia, Philine Heinrich
Zusammenschnitt der Voucerecordings mit Soundeffekten©Studioproduktion EventMedia, Tim von Collani

Des Weiteren geben SFX bei der Interaktion mit dem Raum den Besucher*innen Feedback, womit sie interagieren, ob sie etwas richtig gemacht haben und ob sie den Waldbewohnern geholfen haben. Zum jetzigen Zeitpunkt sind für die Charaktere einige SFX vorhanden, diese müssen aber noch finalisiert werden. Vor allem für die Interaktionen müssen noch passende Sounds gefunden werden. Die Sounds werden momentan von uns aus den Foley-Libraries ‚Zapsplat’ und ‚Soundly’ gewonnen. Je nach Bedarf und Aufwand wird es später noch zu Foley Aufnahmen von unserer Seite aus kommen.


Ambientsounds

Die dritte und letzte Kategorie an Sound sind die Ambientsounds. Sie müssen den Besucher*innen die gewollten Gefühle vermitteln und ihnen die Umgebung auf der auditiven Ebene authentisch vermitteln.

In der Produktion gibt es drei verschiedene Räume, in denen sich die Besucher*innen aufhalten. Zu Beginn die Schleuse, in der die Besucher*innen vom Erzähler in die Geschichte eingeführt werden und hören, was in der Bibliothek passiert, bevor sie diese betreten. In der Schleuse werden die Besucher daher nur einen Teil der Bibliothekatmo hören und hauptsächlich einzelne SFX, die das Geschehen in der Bibliothek verdeutlichen. Sobald die Besucher*innen die Bibliothek betreten, wird die gesamte Bibliothekatmo zu hören sein. Der letzte und größte Raum ist der magische Zauberwald. Dort wird eine Kombination aus einer simplen Waldatmo mit magischen Sounds sowie weiteren Elementen, die ein mystisches Gefühl vermitteln sollen, zu hören sein. Dieses Gefühl wird in großen Teilen auch von der, in die Atmo eingebunden Ambientmusik, vermittelt. Da es über den Besuchszeitraum im Raum immer heller wird und es dämmert, ändert sich auch die Atmo immer mehr zu einer fröhlichen Morgenstimmung, sollten die Besucher*innen es schaffen Waldbewohnern zu helfen. Wenn dies nicht der Fall ist, kündigt sich über die Zeit immer mehr ein Gewitter an und die zur Atmo gehörende Ambientmusik wird ebenfalls düster. Was besonders bei Sounddesign der Atmos schwierig ist, ist ohne visuelle Vorgabe die passenden Sounds zu finden. Bei der Entwicklung der Atmo findet daher vieles in der eigenen Vorstellung statt und muss dann verworfen werden, wenn diese nicht mit den Vorstellungen des restlichen Teams übereinstimmt.

Am Ende wird die Vertonung des Erlebnisraums optimalerweise viel zur Stimmung beitragen, die von der Story vermittelt werden soll. Die Umgebung wird durch den Sound für die Besucher*innen greifbarer und sie können mehr in die Geschichte eintauchen. Bis dahin liegt noch einiges an Arbeit vor uns.

Beitrag von Tim von Collani

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Regie: Die Idee hinter Ex-Libris

Ex Libris heißt so viel wie „Aus den Büchern, aus der Bücherei“ – und stellt damit die Grundidee unseres Projektes dar. Wir hatten zunächst die Idee, die Besucher*innen in einen Zauberwald zu entführen und ihnen eine eindrucksvolle, überwältigende Welt zum Erkunden zu bieten. Dazu kam dann der Gedanke, dass Setting zunächst in eine Bibliothek zu setzen, um storytechnisch eine runde Experience zu konstruieren. Zwischenzeitlich haben wir uns auch damit beschäftigt, anstelle eines generischen Zauberwaldes, der nicht näher einer Geschichte zugeordnet ist, einen klassischen Märchenwald zu konzipieren. Doch wir entschieden uns aus dem Grund dagegen, dass wir unsere Installation keinem konkreten, bereits existierenden Märchen zuordnen möchten. Somit haben die Besucher*innen nämlich keine bestehenden Verknüpfungen zu den klassischen Märchen im Kopf und können unsere Welt mit neuen Augen entdecken. 

Kein Projekt funktioniert ohne Storytelling

Dennoch benötigt jede Rauminstallation natürlich eine Story, sodass wir selbst eine Geschichte erfunden haben, die unserem Publikum beim Erleben der Produktion vermittelt wird. Wichtig war uns trotz unseres eher explorativen Ansatzes, dass die Besucher*innen mit dem Bühnenbild interagieren können. Daher setzten wir letztendlich vier Challenges fest, für die unterschiedliche Interaktionen nötig sind. Dazu gehört, Gegenstände zu finden, Dinge zu bewegen und auch technische Schnittstellen durch Berühren auszulösen. Die Auswahl dieser vier Interaktionspunkte war maßgeblich durch die Story beeinflusst, da wir die vier am besten integrierbaren Ideen aus einer großen Menge an Brainstorming-Gedanken auswählten. Dabei versuchten wir bereits an diesem Punkt der Konzeption die Umsetzbarkeit der Challenges zu beachten und den damit verbundenen Aufwand abzuschätzen, damit der Gesamtrahmen der Produktion in einem realistischen Maß bleibt. Es gab beispielsweise Ideen, die eine große Menge an Requisiten benötigt hätten oder hohe technische Anforderungen gehabt hätten. Diese schlossen wir aus Zeit- und Budgetgründen aus.

Von der Idee zur Umsetzung

Der nächste Schritt war schließlich, die vier ausgewählten Interaktionspunkte in die bisherige erdachte Geschichte einzufügen, sodass alle einen Sinn und Zweck im Gesamtkontext haben. Anschließend setzten wir, aus dem Regie-Team, uns mit den Gewerken Bühne, Medientechnik, Licht und Ton zusammen, um alle mit unserer Story verbundenen Vorgaben zu besprechen. Im Gespräch mit dem gesamten Team konnten wir dann auch die konkretere Umsetzbarkeit klären und bereits erste Möglichkeiten zur Umsetzung absprechen. Damit startete dann auch die Umsetzung des nun finalisierten Regie-Konzeptes – der Punkt, an dem unsere Produktion aktuell steht.

Beitrag von Philine Heinrich

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Bühne: Vectorworks-Plan

Bevor in der Spielwiese mit dem Aufbau unserer Event-Installation begonnen werden kann, muss zunächst ein Raumplan erstellt werden, damit die verschiedenen Maße des Raumes und die Menge der gebrauchten Materialien bestimmt werden kann. Dabei kommt Vectorworks zum Einsatz. Vectorworks ist ein 3D-Programm welches vielseitig eingesetzt wird, vor allem in der Architektur und zur Planung von Events. Es lassen sich verschiedenste Objekte wie Wände, LED-Stehlen und Möbelstücke erstellen und virtuell in einen Raum setzen. Diese können dann exakt dort platziert werden, wo sie später auch in der Spielwiese stehen sollen.  

Eine Herausforderung bei Vectorworks war, dass das Programm für alle aus dem Gewerk Bühne ziemlich neu war und deshalb bei der Erstellung des 3D-Raumes viel Learning-By-Doing betrieben werden musste. Angefangen wurde mit einem leeren Raumplan der Eventmedia-Räume, anhand dieses Plans mussten dann die Wände hochgezogen werden. 

Leere 2D-Vorlage der Event-Media Räume ©Studioproduktion EventMedia, Ingrid Kaub

Es gab aber auch einige Schwierigkeiten. Ein Problem bestand darin, dass das Programm meines Erachtens nicht benutzerfreundlich für Anfänger ist. Die Steuerung erschien mir anfangs sehr unintuitiv und es hat länger gebraucht, um schnell auf „einfache” Tools zugreifen zu können. Die reine Menge an Tools und die Möglichkeiten Sachen darzustellen konnte auch überwältigen.

Aktuell liegen sechs verschiedene Versionen des Vectorworks-Plans auf der Cloud. Wobei fünf davon ihre eigenen Probleme aufweisen, die mir immer erst nach Erstellen aufgefallen sind. Beim ersten Plan hatte ich mich an falschen Maßen der Spielwiese von einer älteren Studioproduktion orientiert, weswegen die Raummaße leider falsch waren und der Plan dann zu wenig zu gebrauchen war. Nach viel Mühe und sechs Versionen gab es aber einen Plan, der zum anschauen der Spielwiese jederzeit abrufbar war. Somit kann sichergestellt werden, dass alles zusammen passt. Statt mühsam Quadratmeter auszurechnen, gibt das Programm einem jegliche Daten und Maße sofort und ohne Selbstaufwand. Es erleichtert die Planung um einiges, da sich die verschiedenen Bauelemente im Raum nicht nur vorgestellt werden müssen, sondern sie direkt vor einem visuell zu sehen sind.

Fertiger Vectorworks-Plan©Studioproduktion EventMedia, Ingrid Kaub

Sobald man die Steuerung etwas beherrscht, kann man auch ziemlich schnell unbekannte Tools verstehen und anwenden. Deswegen ist es zwar anfangs schwer das Programm nachzuvollziehen, aber wenn man einmal drin ist, ist das weitere Aneignen des Programms kein Problem mehr.

Der Vectorworks-Plan war für die Planung der Bühne unentbehrlich, vor allem, um die Quadratmeter für die Wand- und Bodenverkleidung zu berechnen oder um die Position der LED-Stehlen im Raum zu bestimmen. Der Vectorworks-Plan fungierte dann auch als Vorlage für weitere Gewerke wie Licht und Ton um zu bestimmen, wo die Lautsprecher und die Lichtquellen in der Spielwiese stehen sollten.

Beitrag von Ingrid Kaub