Edgar’s Paper Palace

 

Ein Buch öffnet sich.
Der Kosmos des geschriebenen Wortes wird belebt.
In unserem interaktiven Erlebnisraum „Edgar’s Paper Palace“ wird dem Besucher die Kraft der Sprache offenbart.

Wir erzählen die Geschichte von Edgar Allan Poe’s „The Raven“.
Sie handelt von einem Mann, der durch den Tod seiner Geliebten in Trauer und Einsamkeit versinkt.
Ein Rabe taucht auf. Er bleibt. Und mit ihm Wahnsinn und Verfall.

Edgar´s Paper Palace – Druckerschwärze und Papier entfalten sich zu einer neuen Welt. Wort wird Raum.

Das Team

Im Wintersemester 13/14 haben sich in der Studioproduktion EventMedia 16 Studenten der Studiengänge Audiovisuellemedien und Medienwirtschaft zusammengetan. In einem interaktiven Erlebnisraum inszenierten wir das Gedicht „The Raven“ von Edgar Allen Poe. „The Raven“ wurde im 18. Jahrhundert geschrieben. Damals bereits auf Papier verfasst, sollten auch unsere Besucher das Gedicht über dieses außergewöhnliche Medium erleben.

Das Edgar’s Paper Palace-Team

© Anna Rind

 

Das Gedicht

„The Raven“ ist ein besonders düsteres Gedicht mit einer ausdrucksstarken Entwicklung. In dem Gedicht geht es um einen jungen Mann, der durch den Verlust seiner Geliebten in Liebeskummer und weiter in den Wahnsinn getrieben wird. Der Wahnsinn wird von einem Raben verkörpert. Diese taucht auf und bleibt. Nie wieder geht er. In Edgar’s Paper Palace wird dieser steigende Wahnsinn in einem interaktiven Erlebnisraum inszeniert.

Das Modell zum Konzept

                                                                                          © Ramona Haisch

 

Die Produktion

Gemeinsam haben wir das Gedicht in Szene gesetzt. Wir haben eine Bühne gebaut und diesen Raum mit Medien gestaltetet. An der MediaNight konnten die Besucher das Gedicht über Grafiken, Videomappings, Hörstationen und Interaktionsmöglichkeiten miterleben. Dazu schufen wir ein begehbares Bild, das Geschichten erzählt.

Mit über 108 Versen gab uns Poe mit seinem Gedicht „The Raven“ eine sehr ausführliche Schilderung der Geschichte. Daher kürzten wir es und teilten die Handlung in drei Teile auf.

Im ersten Raum ist der Besucher noch Zuschauer. Durch Videomapping wird er in die Geschichte eingeführt und mit dem Tod der geliebten Lenor konfrontiert.

Das Video-Mapping in Raum 1

© Ferdinand Reitze

„Once upon a midnight dreary“ – Die ersten Worte des Gedichts

© Ferdinand Reitze

Der Rabe erscheint, er bleibt und mit ihm der Wahnsinn.

© Ferdinand Reitze

Zwischen zwei überdimensionalen weißen Fensterflügeln hindurch betritt der Besucher im zweiten Raum das Studierzimmer des jungen Mannes. Durch eine Projektion, die über eine Leap Motion gesteuert wurde, behält der Besucher Macht über den Raben. Doch gleich darauf schwelgt er in Erinnerungen, Erinnerungen an Lenor, die nur noch als Schatten durch das Leben des jungen Mannes schweift.

Über eine Leap Motion steuern die Besucher einen Rabenschwarm

© Ferdinand Reitze

Beim langsamen Hoch-Runter-Links-Rechts-Bewegen flogen die Raben analog der Bewegung

                                                                         © Ferdinand Reitze

Über das Video-Mapping zeigten wir die Erinnerungen an Lenor.

© Ferdinand Reitze

Im dritten Raum gelangt der Besucher schließlich in die Rolle des lyrischen Ichs. Die Erinnerungen an die Verflossene werden nun für den Besucher über eine weiteres interaktives Element steuerbar. Mit der finalen Projektion wird der Besucher schließlich vom Wahnsinn ertränkt und aus der Installation gespült.

Von Raum 3 blickt der Besucher durch Poes Augen in Raum 2. Gleichzeitig steuert er die Projektion und somit die Erinnerung des Studenten im Studierzimmer.

 © Ferdinand Reitze

Am Interaktinspunkt testeten die Besucher ihr Können

                                                                                      © Ramona Haisch

Die Besucher sahen unseren Papiepralast von Raum 3 durch Poes Augen.

 © Ferdinand Reitze

In Raum 3 wird der Wahnsinn des lyrischen Ichs verdeutlicht und der Besucher wird von einer Tintenflut aus der Installation gespült.

  © Edgar’s Paper Palace

 

Der Hintergrund

Mit Hilfe von Projektionen inszenierten wir unsere weiße Papierwelt und der Besucher tauchte in die Welt des geschriebenen Wortes. Wenn man ein Buch aufschlägt und liest, spielt sich die Geschichte im Kopf ab. Danach schließt man das Buch wieder. Wir haben ein begehbares Buch gebaut. Eine Bühne aus Papier, einen Papierpalast – Edgars Paper Palace.

 

Das gesamte Konzept erhaltet ihr hier

 

 

CREDITS

Prof. Ursula Drees
betreuende Professorin | Hochschule der Medien

Steffen Mühlhöfer
betreuender Technischer Angestellter | Hoschule der Medien

 

Teilnehmer

NameZuständigkeits-BereicheStudiengang
Anna RindFotografie, BühneMWB
Clemens DurschTon, Bühne, MediensteuerungAMB
Ferdinand ReitzeDokumentation, Produktionsleitung, RegieAMB
Fiorrenza MoscagiuraGrafik, Ton, LichtAMB
Imke HornungSponsoring, Bühne, FotografieMWB
Jana DaglingerBühne, Ton, LichtAMB
Katrin SchulzeProjektmanagement, Dokumentation, GrafikMWB
Laura BurdakProjektmanagement, Grafik, LichtMWB
Marc DörfferLicht, TechnikAMB
Maximilian MeeksLicht, Film/Video, RegieAMB
Miriam HauserProduktionsleitung, Grafik, Film/VideoAMB
Nadine HildenbrandFilm/Video, TonAMB
Ramona HaischBlog, Sponsoring, BühneMWB
Sandra VollmannProjektmanagement, Sponsoring, Bühne, DokumentationMWB
Svenja BertholdRegie, Film/Video,AMB
Thomas SteinbachMediensteuerung, TonAMB

 

Sponsoren der Studioproduktion

UnternehmenArt der Unterstützung
stuidokurbosfinanzielle Unterstützung
macomfinanzielle Unterstützung
Laudertfinanzielle Unterstützung

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert