Auf Tarantinos Spuren

Stativ eigepackt? Check.
Genug Platz auf der Speicherkarte? Check.
Kamera-Akku geladen? Check.
Storyboard eingepackt? Check.

Seit vorletzte Woche das Konzept fix gemacht wurde, können wir als Filmteam endlich dem nachgehen, worauf wir die letzten Wochen verzichten mussten: dem Filmen!

Das Ziel: so bald wie möglich Drehorte finden, die am besten unserem Storyboard entsprechen. Dass es durchaus einfachere Probleme gibt als eine mindestens sechs Meter breite Projektion mit Bildmaterial zu füllen, ist uns allen klar. Doch auch größere Probleme schrecken uns nach unserem monatelangen Konzeptionssumpf erst recht nicht mehr ab.

Also nichts wie raus und die letzten schönen Sonnenstrahlen erwischen, denken wir uns, und machen uns auf den Weg. Während wir darüber diskutieren, wie wir am besten mit mehreren Kameras gleichzeitig ein nahtloses Bild entstehen lassen können, laufen wir an einem Park vorbei.

Die Mittagssonne taucht den mit Blättern bedeckten Boden in ein schönes Gelb und mitten auf der Wiese steht ein riesiger, mit Efeu bewachsener Baum. Wir sind uns einig, dass wir auf jeden Fall etwas mit dem Baum anfangen wollen. Also schnell das Stativ ausgepackt und aufgebaut, die Kamera befestigt, die Brennweite eingestellt und angefangen den möglichen Drehort mit Fotos zu dokumentieren.

Als wir das Material danach noch einmal zusammen anschauen, finden wir zwar genügend schöne Fotos, aber um die Wirkung in der Besprechung kommende Woche, authentischer zu gestalten, beschließen wir noch ein kurzes Testvideo zu drehen. Spontan entscheidet sich einer von uns, die Hauptrolle in unserem Film zu übernehmen und sorgt dabei unabsichtlich für allgemeine Verwirrung bei vorbeigehenden Passanten und Anwohnern.
Hier eine kleine Kostprobe:


Macht nichts. Wir haben alles Wichtige im Kasten und machen uns kurze Zeit später auf den Heimweg. Während wir nach Hause fahren reden wir noch ein wenig über unser Storyboard und haben hier und da noch kleine Diskussionen über die verschiedenen Vorstellungen, was die Umsetzung angeht.

Denn die Tests warfen auch technische Fragen auf: Wie bekommen wir die beste Schärfe in einem schnittlosen Video, wie den besten Übergang zwischen den Bildern der einzelnen Projektoren? Und wie sieht es überhaupt aus, wenn zwischen den Projektionsflächen auch noch ein rechter Winkel liegt? Diese Fragen werden wir uns im Laufe der Woche mit einigen Tests beantworten.

In was wir beiden uns jedoch einig sind ist die Tatsache, dass es schön ist, endlich voll mit der Produktion anfangen zu können!

Beitrag von Tobias Bosch (1) & Tobias Paulus (2)

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