Das, was bleibt – die Dokumentation

Eine interaktive Rauminstallation ist meistens temporär. Auch die Besucher von Applied Magic haben an der Media Night der Hochschule der Medien die einmalige Gelegenheit, unsere Installation zu erleben. Nach diesem Event wird der Raum wieder leergeräumt. Was bleibt sind neben den Erinnerungen jegliche Fotos und Videoaufnahmen – die Dokumentation.

In der Studioproduktion Event Media werden am Ende des Semesters zwei Videos produziert: Das Making-Of und der Starschnitt, den wir zur Einreichung bei verschiedenen Wettbewerben nutzen werden. Dieses Semester bin ich, Julia, dafür verantwortlich. Eigentlich studiere ich gar nicht audiovisuelle Medien, sondern Medienwirtschaft. Wir arbeiten im Projekt eng mit den AMlern zusammen, dabei tragen die anderen die Verantwortung für das Projektmanagement, Sponsoring und die Finanzen. Ich habe mich gleich zu Beginn dagegen entschieden, mich mit den organisatorischen Aufgaben zu beschäftigen und habe daher gleich während unserer ersten Treffen meinen Wunsch geäußert, die Dokumentation zu übernehmen.

Diese Aufgabe ist für mich eine besondere Herausforderung. Ich habe zwar schon viel gefilmt und geschnitten, doch es drehte sich dabei hauptsächlich um die Dokumentation von Events als Besucher – wie zum Beispiel die Gamescom oder auch mein letzter Urlaub in Portugal. Während der Produktion dieser Videos habe ich mir selten im Vorhinein Gedanken gemacht oder mir ein Konzept überlegt. Oft habe ich mit meiner Olympus (OM-D E-M10 Mark II) einfach alle Impressionen festgehalten, die ich interessant fand und hab aus dem, was ich danach hatte, in Adobe Premiere Pro spontan ein Video geschnitten.

Jetzt stehe ich unter einer ganz anderen Verantwortung. Die Dokumentation wird das einzige sein, was auf lange Sicht von unserem Projekt erhalten bleibt. Die Dokumentation ist unsere Möglichkeit, sich mit unserem Projekt für Auszeichnungen zu bewerben. Die Dokumentation ist unsere Möglichkeit, allen Menschen, die nicht live dabei sein konnten, unser Ergebnis zu zeigen. Ob unsere Dokumentation diese Aufgaben auch mit Erfolg erfüllen kann, liegt in meiner Hand.

Aus diesen Gründen gehe ich anders an diese Mission. Während ich kontinuierlich jede Woche Eindrücke festhalte, die für das Making-Of von Bedeutung sein könnten, sammle ich bereits jetzt schon Ideen und entwickle ein Konzept für den Starschnitt und das Making-Of. Denn sobald unsere Installation fertig ist, habe ich nur begrenzt Zeit, um das zu filmen, was ich für den Starschnitt brauche. Ab Ende Juni habe ich bis zum 4. Juli Zeit, alles zu organisieren und filmisch einzufangen und werde danach mit dem Schnitt beginnen. Wenn mir dann noch etwas fehlt, ist es zu spät. Daher sind die vorherige Planung und die Konzeptentwicklung unverzichtbar.

Im Moment stehe ich noch am Anfang dieser, aber in den nächsten Wochen wird das Video-Konzept parallel zu unserer Installation immer konkreter werden. Außerdem findet die Suche nach einem Sprecher und das Drehen von zusätzlichem Videomaterial idealerweise so früh wie möglich statt. Am Ende möchte ich unser Projekt so gut wie möglich einfangen und bildlich beschreiben, damit wir die Jurys internationaler Wettbewerber beeindrucken können und die Nachwelt sich genau vorstellen kann, wie unser Raum am 4. Juli erlebbar war.

Julia Ruppert

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