Jake & Dinos Chapman im PINAULT-MUSEUM IN VENEDIG

Objekte der Räume.

Venedig. Das PINAULT-MUSEUM IN VENEDIG mit der Ausstellung Mapping the World. Zu François Pinault sollte gesagt sein, dass er wahrscheinlich der bedeutendste lebende Kunstsammler ist, sein Besitz umfasst die Kaufhausketten Printemps, Fnac,  GUCCI, das Weingut Chateau Latour, ein Fussballclub, Puma, das Aktionshaus Christies und andere kleinere Institutionen wie Magazine oder Theater.

Mit soviel Geld kann man sich auch in Venedig zwei Kunststätten leisten. Einmal der Palazzo Grassi und das alte mittlerweile durch den japanischen Stararchitekten Tadao Ando umgebaute Zolllager an der Mündung des Canale Grande.

„Fucking Hell“ Ausschnitt aus einer Vitrine gesehen in der Ausstellung Mapping The World in Venedig             Fotografie©Ursula Drees

Und hier werden die Vitrinen „Fucking Hell“ der Brüder Jake und Dinos Chapman ausgestellt. Neun an der Zahl und alle stellen apokalyptische Endzeitvision dar.  Alle dieser Szenarios atmen Wahnsinn und Irrigkeit.  Unmengen von 5 cm grossen Figuren mit Naziuniformen, Schweineköpfen, ausgemergelte Fasttote und Skelette prügeln, foltern, morden, sterben, ertrinken, verdorren, erhängen und krepieren auf jämmerliche Weise.

„Fucking Hell“ Ausschnitt aus einer Vitrine gesehen in der Ausstellung Mapping The World in Venedig             Fotografie©Ursula Drees

Mal ist es ein Konzentrationslager ähnliches Environment, mal unwirtliche Berge, mit verdorrten Bäumen und verseuchten Seen in denen in brauner Brühe Gifttonnen lagern und auslaufen, wo Käfige mit hitlergrüssenden Nazis an mit Swastikas bemalten offenen Jeeps vorbeigeführt werden und alles ein ausuferndes Szenario im Sinne breughelscher Fantasien ist.

„Fucking Hell“ Ausschnitt aus einer Vitrine gesehen in der Ausstellung Mapping The World in Venedig             Fotografie©Ursula Drees

Die Arbeit ist ein Remake der Arbeit, die im Jahr 2000 verbrannte.

„Fucking Hell“ Ausschnitt aus einer Vitrine gesehen in der Ausstellung Mapping The World in Venedig             Fotografie©Ursula Drees

Jake Chapman wurde 1966 in Cheltenham geboren, Dinos Chapman 1962 in London. Beide leben und arbeiten London. Sie hatten Einzelausstellungen in der Tate Britain (2007), Tate Liverpool (2006), Kunsthaus Bregenz (2005), Museum Kunst Palast Düsseldorf (2003) und Modern Art Oxford (2003) und PS1 Contemporary Art Center, New York (2000).

von Ursula Drees

Mehr dazu:

http://www.whitecube.com/exhibitions/jandd/video/18/

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