smart homes

TV Studio Einführung

Gestern haben die Teilnehmer der Studioproduktion EventMedia eine Einführung in das neue HD Studio der Studioproduktion TV erhalten. Produktionszyklen und Anforderungen finden zusammen, Zeitpläne werden verfeinert, denn wenn es zu einer LiveSendung kommen sollte, dann muss das Stagedesign so früh fertig sein, dass Generalproben über einen gut 10 tägigen Zeitraum stattfinden können.

Und da die Konzeption und Redaktion eine Show entwickelt, wo selbst der Raum lebendig wird, werden die Planungen und Konzepte schnell in die Produktion überführt werden müssen. Interaktivität des Raums lässt viel Spielraum für Ideen.

Werden Wände, Decken oder Fussboden beweglich sein? Wird es eine mechanische Bewegung geben, die durch Fernsteuerung kontrolliert wird? Werden digitale Steuereinheiten eingebunden, die Zuschauer beteiligen? Werden Lichtwände interaktiv bespielbar? Werden Anweisungen durch Stimmen und Grafiken im Bühnenbereich relevant?

Möglichkeiten, die überdacht und nach Umsetzbarkeit abgeklopft werden. Wie wird sich das Lichtumfeld im Kamerabild darstellen? Kann ein atmosphärisches und ansprechendes Bild produziert werden? Werden Rück- oder Aufprojektionen zu lichtstark sein und die Moderatoren in Helligkeit oder Farben versinken?

Grafik © Redaktion / Art Direktion

Das Redaktions- / Art Direktionsteam hat das Konzept der Gameshow vorgeschlagen. Teams spielen gegeneinander, aber der Raum selbst spielt mit, ohne dass alle Teilnehmenden genau wissen, wie? Der Raum ist intelligent aber scheinbar ein verschlossener  Bursche. Der macht was er will. Dabei gibt es Moderatoren, die alles live begleiten. Die Teilnehmer der Show werden gecastet und dieses Casting wird als Einspieler gezeigt. Gameshow meets Castings und intelligentes Environment.

Inspiration wurde bei Takeshi’s Castle. Die Show lief zwischen 1986 und 1989 und wurde zügig zum japanischen Kassenschlager. In Deutschland wurde eine gedubbte Version 1999 im DSV gesendet. Die Geschichte ist einfach: Takeshi Kintano wird in seinem Schloss von einer freiwilligen Armee gesucht. Die Armee muss unmögliche Hindernisse und Aufgaben lösen, um zu ihm vorzudringen.

An etwas ähnliches denkt die Redaktion / Art Direktion. Das wird spannend.

von Ursula Drees

Allgemein, smart homes

Positionsbestimmung

Die Phase der Realisation beginnt . Wenn es zu einer Live Show kommt, dann ist das Stage Design nicht erst in der letzten Woche im Januar kurz vor dem Kolloquium fertig, sondern einige Wochen früher. Das Team der Redakteure und Art Direktoren hat sich gebildet. Ihre Aufgabe ist nicht nur eine Positionsbestimmung durchzuführen, sondern die Show zu gliedern und entsprechende Inhalte zuzuordnen. Es wird im Anschluss von diesen Themen und Einstellungen eine Idee für die Bühne entwickelt. Das hängt sehr an der Positionsbestimmung, denn die zu treffende Aussage in der TV Show kann sowohl in einem freudig-begrüssenden Tenor als auch in einem kritisch- zweifelnden Ton über Smart Homes berichten.

„smart home Prinzipiendarstellung“ aus der Präsentation von Celia Hohl und Kristina Franziska Scheuerle

Die Bühne selbst kann die normalen Schemen brechen. Es kann eine Interaktive Bühne entwickelt werden. Wo Objekte wie Stühle, Tische oder Wände ein eigenes Leben entwickeln. Denn wenn wir von smart Homes reden, dann kann die Möglichkeit einer scheinbaren digitalen zu steuernden Intelligenz auf das Erscheinungsbild übertragen werden. Die Bühne braucht nicht Umfassung bleiben, sie kann selbst als aktives showformendes Element aufgefasst werden.  Sie kann so wie Smart Homes von aussen steuerbar werden, die Bühne kann ein Smart Home sein. Sie kann sogar eine eigene Intelligenz entwickeln und so werden wie HAL. Aber das wissen wir noch nicht. Diese Fragen werden sich in den nächsten 2 Wochen klären.

Beitrag von Ursula Drees

Allgemein

Smart Homes

In diesem Wintersemester wird die Studioproduktion EventMedia mit der Studioproduktion TV gemeinsame Sache machen. Das Themengebiet wird sich um Smart Homes oder Mobile Homes drehen. Celia Hohl und Kristina Franziska Scheuerle haben im letzten Semester das Feld recherchiert und über inhaltliche, redaktionelle und gestalterische Moods eine gute Grundlage für weiterführende Ideen und Konzeptionen geschaffen.

Brainstorming zu Smart Homes 01©Celia Hohl und Kristina Franziska Scheuerle

Wir haben mit einem Brainstorming begonnen und die Ergebnisse erweitert auf die verschiedenen möglichen Gestalten.

Brainstorming: Ableitung der Begriffe auf den Look and Feel für ein mögliches Erscheinungsbild. ©Celia Hohl und Kristina Franziska Scheuerle

Es sind die ersten Anfänge, die hier zu sehen sind, aber wie immer ist die Intuition ausschlaggebend. Auch nach weiteren 30 Stunden haben sich diese Ahnungen bewahrheitet. Die Designrecherche hat die Vermutungen bestätigt. Dann haben wir im Anschluss versucht eine Geschichte zu erzählen.  Nicht für das spätere Sendeformat sondern eine Geschichte für die Erscheinung des Stage Designs. Diese Narrationen spiegeln sich indirekt in der Wahrnehmung der späteren Zuschauer wieder.  Die Bühne wird dadurch zusammengehalten.

Erster Ansatz für Hintergrundgeschichte. ©Celia Hohl und Kristina Franziska Scheuerle

Jetzt sind wir jedoch bereits viel weiter gekommen. Und am nächsten Mittwoch wird die gesamte Arbeit: faktische, inhaltliche, gestalterische und teilweise technische Recherche präsentiert.

Beitrag von Ursula Drees

humanoised

Wir haben es geschafft!

Am 30.06. war es soweit. Wir öffneten den Besuchern der MediaNight die Pforten zu unserer interaktiven Rauminstallation „humanoised – Der Mensch im Medienrausch“.

Der Gesamteindruck wird hier nur in der Stimmung vermittelt. Denn in der Mitte befinden sich die Stelen und der Handywald ist auch nur halb zu erkennen.  Photographie © Ursula Drees

Wir blicken zurück auf ein Semester voll intensiver Arbeit, mit vielen Höhen und Tiefen, das für uns alle eine ganz besondere Erfahrung darstellte. Nach fünf Stunden Vorstellung und 700 Besuchern, die uns viel Lob und positives Feedback entgegenbrachten, endete zusammen mit der MediaNight auch unser Projekt.

Interaktion mit den Stelen. Photographie © Ursula Drees

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Sponsoren, unseren Familien und Freunden und allen Helfern für die großartige Unterstützung bedanken. Ohne diese hätten wir unser Konzept nicht in die Realität umsetzen können.

Ein Handy aus dem Handywald  Photographie © Ursula Drees

Unser besonderer Dank gilt auch Frau Drees und Herrn Mühlhöfer, die uns während des Semesters intensiv betreut haben und mit Rat und Tat zur Seite standen.

Frau Drees will immer nicht gerne photographiert werden. Als Kompromiss: Ihre Füsse.  Photographie © Ursula Drees

Hier noch einmal die Installation in Zahlen:
– 450 m Aufhängung
– 350 m Klebeband
– 250 m Kabel
– 90 m2 Teppich
– 80 m2 Holz
– 50 m2 Molton
– 40 Handys und Ständer
– 40 Banner
– 12 42″-Steglosmonitore
– 12 Dosen Farbspray
– 7 Lautsprecher
– 4 PCs
– 3 Kinects
– zahlreiche Peripheriegeräte

Herr Mühlhöfer und Selina Schleich auf der Hebebühne. Photographie © Ursula Drees

Materialwert: ca. 80.000 Euro.

Beitrag von André Bohr

humanoised

Die Innenstelen oder Personenstelen

Die Innenstelen sind das Zentrum der Installation. In diesem Semester wird eine Installation verwirklicht, die nicht nur frei begehbar ist und ohne Besucherführung funktioniert, sondern auch von allen Seiten erreichbar ist. Ihr Aufbau ahmt das Zwiebelprinzip nach, der Besucher bewegt sich von Aussenhäuten in den Innenbereich vor. Aussen sind die Vorurteilsbanner mit einer eigenständigen Komposition aus Störgeräuschen. Von da aus geht es in den Handywald, der wiederum die Innenstelen umschliesst. Der Handywald und die Innenstelen sind erhöht auf dem doppelten Boden.

Photographie © Ursula Drees

Hier sieht man im Aussenbereich die Vorurteilsbanner und etwas weniger gut erkennbar, den durch einen Kreis gekennzeichneten Innenbereich. Die Innenstelen bestehen aus 3 mannshohen Türmen mit jeweils 4 steglosen Monitoren. Sie sind auf dem doppelten Boden verschraubt und durch eine dreieckige Halteinstallation an den Kanten befestigt.  Normalerweise müssten diese Türme mit ca. 40 Kilo schweren Stahlfüssen auf dem Boden befestigt werden, aber das klappte in diesem Aufbau nicht. Deshalb kam es zu einer der Installation angepassten Konstruktion.

Photographie © Ursula Drees

Die Innenstelen beschätigen sich thematisch mit Usern, oder mit digital Natives. Dieser Begriff ist akkurater. Denn die digital Natives leben gleichermassen im Netz als auch in der Wirklichkeit. Die Stelen zeigen den medialen Menschen. Einmal als Avatar, dann der wirkliche Mensch und letztendlich der Besucher selbst.

Photographie © Ursula Drees

Wenn ein Besucher in die Fussbodenkennzeichnung direkt vor den Stelen tritt, schaltet das Bild um, der echte Mensch hinter dem Avatar tritt hervor. Er schreitet in der scheinbar bewegten und vernetzten Umwelt nach vorne in Richtung Besucher. Dann schaltet das Bild um und eine Kamera zeichnet den Besucher auf. Dessen Silouette erscheint auf der Stele und der Besucher ist Teil der Installation.

Photographie © Ursula Drees

Die Mediensteuerung erfolgt durch vvvv.

Beitrag von Ursula Drees

Allgemein, humanoised

humanoised im Raum

Die Installation ist jetzt im Raum angekommen.

Die Aufhängungen der Banner und aller anderen an der Decke befindlichen Installationen für Soundduschen, Sonuslautsprechern, Beamer und den Bannern mussten zuerst installiert werden. Jetzt hängen bereits alle Elemente. Dann erst konnten wird den doppelten Boden einlegen. Den wiederum brauchten wir um die Versorgung der Geräte zu gewährleisten. Die Innenstelen und die Handies benötigen eine grosse Menge an Kabeln für Strom- und Datenversorgung. Auch mussten wir die Stolpergefahr für Besucher und uns dämmen. Die Ästhetik spielt letztendlich auch eine grosse Rolle.

Photographie © Ursula Drees

Die Vorurteilsbanner, bedruckte LKW Planen bilden den Aussenbereich der Installation. Sie hängen in 3 gestaffelten Reihen neben- und hintereinander und bilden einen Korridor und eine Sichtblende zum Innenbereich.

Photographie © Ursula Drees

Die Beleuchtungssituation ist dunkel, die installierten Monitore, Displays und Devices haben ausreichend Selbstleuchteffekt. Hier stehen wir und testen die Lichtqualität der elektronischen Geräte.

Photographie © Ursula Drees

Damit sich das Prinzip des Selbstleuchtens auch auf die gedrückten Banner übertragen lässt, werden sie mit UV- Licht angestrahlt. Das Weiss strahlt, das Schwarz wird noch schwärzer. Und die Illusion des Leuchtens wird erzeugt. Die Atmosphäre wird dichter.

Beitrag von U. Drees