Unser Titel war ein Aspekt, der schon recht früh in unserer Planungsphase feststand. Inspiriert hat uns dazu ein gleichnamiges Sonett von Percy Bysshe Shelley, welches unser Marc uns damals als Anregung vorgestellt hat und an dem wir seitdem hängen.
In dem Werk geht es um die Erzählung eines Wanderers, der in einer Wüste auf ein zerfallenes Monument des Königs Ozymandias stößt. Thema ist die Vergänglichkeit irdischer Werke, was den Inspirationsschub in genau die richtige Richtung gelenkt hat, um uns auf unser Konzept zu führen. Damit stand für uns fest, dass die im Gedicht portraitierte Figur Namensgeber unserer Installation werden sollte. Hier nochmal das Sonett für Neugierige:
Gedicht Ozymandias von Percy Bysshe Shelley
Der Titel war somit zeitig gewählt. Fehlte noch unsere persönliche Auffassung des Themas; was bedeutet Zerfall für uns überhaupt? Der Zerfall ist für uns ein natürlicher, unaufhaltsamer Vorgang, dem eine Schönheit innewohnt. Der Mensch ist dabei nicht nur stiller Beobachter dessen, sondern begegnet dem Zerfall, ob bewusst oder unbewusst, mit Verdrängung. Nichts bleibt vom Zerfall unberührt.
Wir wollen dem Besucher einen neuen Blickwinkel auf den Prozess des Zerfalls geben. Dabei ändert sich, in welcher Form auch immer, seine Einstellung zu diesem. Er erfährt anhand von Pflanzen, Früchten, Ruinen und mehr den Prozess und die Ästhetik der Wandlung, des Zerfalls und der Vergänglichkeit. Durch seine Position im Raum und durch Berührung beeinflusst er die an den Wänden zu sehenden und im Raum stehenden Objekte. Er lässt sie verrotten, zerfallen, vergehen, aber auch wachsen und aufblühen.
Viele weitere Aspekte unserer Installation sind schon in genauerer Planung und wir freuen uns, auch weiterhin unseren Prozess der Umsetzung mit euch zu teilen!
Auch in diesem Wintersemester möchte euch das Event Media Team wieder herzlich willkommen heißen.
Nach einer intensiven Planungsphase mit einigen spontanen Planänderungen freuen wir uns, euch ein Konzept vorzustellen, dessen Thema euch definitiv neugierig machen wird!
In dieser Zeit wird man mit so viel Negativem konfrontiert, dass unsere Überlegung dort startete, wie man auch Unschönes aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann. Anfangs drehte sich die Ideenfindung um das Thema Überleben und nach mehreren Ideen, bei denen wir alle als Team nicht vollends überzeugt waren, hat das Thema Zerfall bei uns letzten Endes den Konsens getroffen. So haben wir unsere Nische gefunden und können wohl behaupten, dass unser Konzept ebendiese Vergänglichkeit aus einer völlig neuen, ungewohnten, aber definitiv aufregenden und ästhetischen Perspektive zeigt.
Über die konkrete Inspiration der Namensfindung und unsere Planung verraten wir im nächsten Blogeintrag mehr. Wir freuen uns auf die Umsetzung und die Arbeit der kommenden Wochen und darauf, euch zu zeigen, wie schön selbst Unschönes sein kann!
Falls ihr gespannt auf Mehr geworden seid, besucht uns doch auf Facebook oder Instagram.
das Semester ist vollbracht und an dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich für Ihre Unterstützung bedanken.
Aufgrund der aktuellen Lage, lief nicht immer alles glatt, aber wir haben alles als Team gemeinsam gemeistert. Dank der Unterstützung unserer Sponsoren und den positiven Reaktionen von Ihnen, hatten wir sehr viel Spaß an unserer Produktion „Somnium – Modular Dreams“ zu arbeiten.
Unsere Studioproduktion käme nun eigentlich zum Ende, jedoch haben wir uns dafür entschieden, weiter an dieser zu arbeiten und sie auch außerhalb der Hochschule der Medien aufstellen zu können. Seien Sie gespannt, was Sie noch in den nächsten Wochen erwarten wird und freuen Sie sich bereits jetzt schon auf die neue, kommende Studioproduktion mit neuen Gesichtern ab Oktober 2020. Ade, war schee 😊👋🏼
Es ist vollbracht. Nach wochenlanger Arbeit und schweißtreibenden Stunden haben wir das Projekt vorerst auf der MediaNight beendet. Gemeinsam als Team sind wir durch viele Höhen und Tiefen gegangen, um pünktlich zur MediaNight das Projekt Somnium – Modular Dreams zu präsentieren. Für die meisten Gewerke endet nun die Arbeit an dem Projekt, doch für die Dokumentation beginnt jetzt erst die richtige Arbeit.
Während der Produktion haben wir viele Aufnahmen erstellt, die nun gesichtet werden müssen. Aus diesen kreieren wir ein Making-Off, welches uns die Möglichkeit gibt den Verlauf der Produktion zu analysieren und zu reflektieren. Doch was waren die größten Herausforderungen und die schönsten Momente in diesem Semester? Sicherlich war die größte Herausforderung, dass die Covid-19 Pandemie sehr viele Einschränkungen im gewöhnlichen Betrieb einer Event Media Produktion mit sich gebracht hat. Die ersten Wochen konnten lediglich online stattfinden. Dies hat das Team-Building, welches in einem solchen Projekt von großer Bedeutung ist, deutlich erschwert. Somit ist eine Problematik entstanden, die sich nahezu durch das gesamte Semester gezogen hat: Starke Schwierigkeiten bei der Kommunikation. Ab dem Zeitpunkt, wo ein Teil des Teams bereits in der Spielwiese arbeiten konnte, der andere Teil aufgrund der Anwesenheitsbeschränkungen und keiner Dringlichkeit vor Ort zu arbeiten, weiterhin von zu Hause aus Inhalte produziert hat, ging schnell der Überblick verloren. Änderungen wurden zwar kommuniziert, jedoch nicht immer an alle Gewerke weitergegeben. Dies hat zum Teil zu Verschiebungen im Produktionsplan geführt. Mit Hilfe einiger Nachtschichten konnten wir die Kommunikationsprobleme dennoch überwinden. Besonders die Spannung in den letzten Tagen vor der MediaNight hat viel dazu beigetragen, dass wir doch noch zu einem Team zusammengewachsen sind.
Doch die Konzeptionsarbeit zu Beginn des Semesters online durchzuführen, hat auch Vorteile mit sich gebracht. Wir haben neue Websites, Programme und Applikationen kennengelernt, die einen großen Teil zu Organisationsstrukturen innerhalb eines Projektes beitragen und gleichzeitig Raum für diverse Kreativmethodiken bieten. So konnten wir gemeinsam Ideen sammeln und entwickeln, ohne uns persönlich zu treffen. Das Ergebnis ist das Konzept zu Somnium, welches uns allen mit viel Freude durch die Produktion begleitet hat.
Auch, wenn wir nicht alle Punkte aus dem Konzept genau so umsetzen konnten, haben wir ein Ergebnis erzielt, welches absolut zufriedenstellend ist. Aufgrund dessen ist es besonders schade, dass es keine Möglichkeit gab unser modulares System von einem breiten Publikum testen zu lassen. Das Erlebnis vor Ort ist sehr viel eindrucksvoller, empfindsamer und emotionaler als eine Übertragung via Live-Stream.
Damit wären wir schon bei der nächsten Herausforderung in diesem Semester angekommen. Neben der eigentlichen Produktion gab es noch eine weitere Aufgabe zu bewerkstelligen. Für den Live-Stream wurden Bildmischer, Ton Mischpult und Kameras installiert, um einen möglichst guten Eindruck der Traumwelten zu vermitteln. Die Kombination aus Moderation, Live Footage und vorproduzierten Inhalten, die für die anwesenden Team-Mitglieder als Projektion an der Decke zu sehen waren, haben das bestmögliche virtuelle Erlebnis erzeugt.
Was wir jedoch nicht zu jedem Zuschauer nach Hause transportieren konnten war die Toninstallation. In der eigentlichen Produktion ist ein 10.1 Surround System installiert. An jeder Ecke des sechseckigen Raumes befand sich ein Lautsprecher. Zusätzlich beschallten vier Deckenlautsprecher die Räumlichkeiten von oben und ein Subwoofer hat für die Tiefen und Vibrationen gesorgt, die einen starken Einfluss auf das Empfinden der Zuschauer ausüben. Damit diese Aspekte dennoch einmal von einem realen Publikum wahrgenommen werden können, haben wir uns als Team dazu entschieden den Aufbau vorerst in der Spielwiese stehen zu lassen. Um das System tatsächlich für jedermann zugänglich und funktionsfähig zu machen, werden wir einige Verbesserungen an dem System vornehmen. Besonders in Bezug auf die Kontaktstellen und die Robustheit der Module werden einige Änderungen nötig sein, aber auch an anderen Stellen gibt es noch Kleinigkeiten, die für den Publikumsverkehr angepasst werden müssen. Je nach Verlauf der Pandemie hoffen wir auf die Möglichkeit Somnium an anderen Orten aufbauen zu können. Falls diese Option besteht, werden wir Sie hier und auf den sozialen Medien rechtzeitig über Zeiträume und Ausstellungsorte informieren.
Neben der Präsentation vor realem Publikum werden wir unser Projekt ebenfalls auf verschiedenen Wettbewerben ins Rennen schicken. Dazu haben wir an dem Tag nach der MediaNight diverse Aufnahmen gedreht, welche zu einem Star Schnitt verarbeitet werden. Dieser wird nach Fertigstellung auf diversen Plattformen abrufbar sein. Bleiben Sie diesem Blog und den sozialen Medien also weiterhin treu, um auch die letzten Schritte des Projektes zu verfolgen.
PlanValley lebt die Verbindung von digitalen Medien und realen Sinneseindrücken. Die perfekte Immersion in eigene Welten, sei es im klassischen Event oder im rein virtuellen Raum, ist unser Metier. Wir vereinen über 40 Jahre weltweite Event-Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien im Live-Setting.
PlanValley, das Wunderland der digitalen Medien, ist interessiert an Digital Natives für Planung und Ausführung kreativer Medieninstallationen.