Allgemein

Programmierung – So kommuniziert unsere Medientechnik

Setup mit GrandMA2 zur Lichtsteuerung© Studioproduktion Event Media

Wer unter die Haube einer Event Media StuPro sehen will, wird um ein zentrales Element nicht herumkommen: die Programmierung. In die Themen Beleuchtung und Medientechnik haben Lukas Sabo und Jakob Zill bereits Einblicke geliefert. Unser Studio, die Spielwiese, zu beleuchten und diverse immersive Interaktionsschnittstellen zu bieten ist allerdings nur möglich, wenn alle dafür nötigen medientechnischen Komponenten auch richtig zusammenspielen. Genau hier kommt die Programmierung zu Tragen. Bei U-Turn gibt es dabei 3 grundsätzliche Ebenen: Die Game Engine Godot, Die Arduino Entwicklungsumgebung für ESP32, sowie ESP8266 Mikrocontroller und TouchDesigner als Brücke dazwischen. Hinzu kommen außerdem Soft- und Hardware von MA Lighting für die Beleuchtung sowie Ableton für die Beschallung. MA und Ableton sind auf derselben Ebene wie auch die ESP-Mikrocontroller. Die ESPs befinden sich in konkreten Interaktionsschnittstellen, um die verbauten Komponenten wie Knöpfe oder Schlüsselschalter anzusteuern und auszulesen. Ableton wird verwendet, um über die in der Spielwiese verteilten Lautsprecher Soundeffekte, Geräusche und Durchsagen abzuspielen. Die MA-Software wird in Kombination mit einem GrandMA2 Command Wing eingesetzt, um sämtliche Leuchten in der Spielwiese zu kontrollieren.

Godot als Game Engine ist wiederum für grafische Projektion des Spielfeldes und die eigentliche Logik des Spiels zuständig. Dazu gehören unter anderem der Fortschritt der beiden Gruppen und deren jeweilige Geldausgaben. Und selbstverständlich auch, welches Team am Ende seinen Sieg feiern darf. Je nach dem, was in der Spielwiese passiert, löst Godot über TouchDesigner bestimmte zustände und Ereignisse im Raum aus. TouchDesigner kommuniziert dann per OSC mit den eigentlichen Geräten oder deren Steuerung.

Die Zapfpistole im Aufbau©Studioproduktion Event Media

An unserer Tankstelle läuft das ganze zum Beispiel wie folgt ab:

In der Zapfsäule arbeitet ein ESP8266 Mikrocontroller. Jeder Mikrocontroller erhält seine eigene OSC-Adresse, um individuell kommunizieren zu können. Dieser ESP muss zunächst über OSC ein Startsignal erhalten, wenn das Tankstellenminispiel aktiv werden soll. Erst dann kann mit der Tankstelle interagiert werden. Das gesamte Minispiel verarbeitet der ESP selbst. Er kann einen sogenannten Reedkontakt in der Zapfpistole auslesen und erkennt dadurch, ob an deren Hebel gezogen wird. Wenn jemand daran zieht, zählt der ESP sowohl die getankten Liter als auch den entsprechenden Preis hoch und zeigt beide Informationen auf 7-Segment-Displays an. Diese sind an die Anzeigen in echten Zapfsäulen angelehnt. Zeitgleich wird akustisch sowie visuell verdeutlicht, wie Kraftstoff in den Tank des Autos gepumpt wird. Konkret wird ein Lauflicht über einen LED-Streifen im transparenten Schlauch der Zapfpistole sichtbar, während aus einem Lautsprecher in der Zapfsäule das laute Brummen einer Pumpe zu hören ist. Den LED-Streifen kann der ESP selbst mit Strom versorgen und ansteuern. Für Die Lautsprecher ist es allerdings sinnvoller, ein Signal, ebenfalls über OSC, an Ableton zu senden. Bezahlen kann der Besucher mit einer RFID-Karte, die der ESP über einen entsprechenden Sensor auslesen kann. Am Ende des Minispiels gibt er ein Signal an die Game Engine zurück, dass nun das Spiel weitergehen kann. Die Tankstelle wird im Anschluss deaktiviert. Zuvor übermittelt er noch den bezahlten Geldbetrag an Godot, da dieser nicht nur für die Tankstelle, die ja nur zeitweise aktiv ist, sondern bis zum Ende des interaktiven Erlebnisses wichtig ist. All diese Aktionen müssen im Code definiert werden.

Ohne Informatik würde die Studioproduktion ziemlich alt aussehen.

Beitrag von Leon Marschollek

Allgemein

d&b audiotechnik: DANKE!

Wir möchten uns von ganzem Herzen bei d&b audiotechnik für ihre großzügige Unterstützung bei unserem Projekt bedanken. Als Sachsponsor haben sie uns auch in diesem Semester wieder mit einem tollen Tonsystem ausgestattet, das es uns ermöglicht, unsere Installation mit herausragender Klangqualität zu verwirklichen.

d&b audiotechnik ist weltweit für seine innovativen und leistungsstarken Lautsprecher, Verstärker und Audio-Management-Systeme bekannt. Das Unternehmen hat sich zu einem führenden Anbieter im Bereich der professionellen Beschallung entwickelt. Ihre Produkte kommen nicht nur bei großen Konzerten und Festivals zum Einsatz, sondern auch bei anspruchsvollen Installationen in Konferenzräumen und Veranstaltungsorten aller Größenordnungen. Besonders beeindruckend ist ihr kontinuierlicher Einsatz für exzellente Klangqualität und die innovative Weiterentwicklung ihrer Systeme, die stets neue Maßstäbe in der Audio-Technologie setzen.

Für die anhaltende Unterstützung und das Vertrauen, das d&b audiotechnik in unser Projekt setzt, sind wir sehr dankbar. Mit solch starken Partnern an unserer Seite können wir weiterhin erfolgreich arbeiten und bedeutende Fortschritte erzielen. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft gemeinsam mit d&b audiotechnik zu arbeiten und weiterhin großartige Ergebnisse zu erzielen.

Beitrag von Ursula Drees

Allgemein

VIELEN DANK an ICT!

Ein herzliches Dankeschön an ICT für die erneute Unterstützung unseres Projekts in diesem Semester. Mit ihrer großzügigen Sachspende leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung unserer Spatial Experience. Durch ihre Unterstützung können wir unsere Installation technisch auf höchstem Niveau realisieren und unseren Besucherinnen und Besuchern ein noch intensiveres, immersives Erlebnis bieten. Das entgegengebrachte Vertrauen bedeutet uns viel und wir freuen uns sehr über die erneute Zusammenarbeit.

ICT ist bekannt als Lösungsanbieter und Full-Service-Dienstleister in der Live-Kommunikation. Ihr Leistungsspektrum umfasst medientechnische Inszenierungen für Messen, Retail Stores, Events, TV und Film, Markenwelten und Studios. Die ICT schafft für große Marken die bestmögliche Bühne im Raum, indem sie medientechnische Inszenierungen von der Konzeptentwicklung bis zur Umsetzung realisiert. Ihr besonderes Fachgebiet liegt in der Entwicklung individueller Lösungen für spezielle Anwendungsbereiche wie Showrooms, Museen, Fahrzeugsimulationen und Studio-Integrationen. Dabei erweitert die ICT den realen Raum durch den gezielten Einsatz digitaler Technologien, wobei der Fokus stets auf Emotion und Interaktion liegt. Die Leistungen von ICT umfassen zuverlässige Ausstattungen mit LED-Wänden, Kamerasystemen und -kränen, Medienbespielungen, Zuschauerbeschallung sowie medientechnische Bühnenbauten. Besonders bekannt ist ICT als Full-Service-Anbieter für dauerhafte und temporäre Installationen. Im Bereich Consulting begleitet ICT Projekte von der Planung und Konzeption über die Umsetzung bis hin zum langfristigen Betriebskonzept.

Sie stehen an unserer Seite und schenken uns Ihr Vertrauen. Das wissen wir sehr zu schätzen und betrachten es keineswegs als selbstverständlich. Dieses Vertrauen ist für uns Ansporn, jeden Tag unser Bestes zu geben. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Vielen Dank für Ihr Engagement – wir freuen uns auf die fortgesetzte Zusammenarbeit!

Beitrag von Selina Pross

Allgemein

Vielen Dank an die VVS

Wir möchten unseren Dank für die großzügige Unterstützung unserer Studioproduktion aussprechen. Vielen Dank!

Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) sorgt für einheitliche Tarife und Beförderungsbedingungen bei den rund 40 Verkehrsunternehmen, die im VVS zusammengeschlossen sind. Das Verbundgebiet umfasst die Landeshauptstadt Stuttgart und die fünf Landkreise Böblingen, Göppingen, Ludwigsburg, Esslingen und den Rems-Murr-Kreis.

Der VVS ist ein Mischverbund, der sich je zur Hälfte aus Verkehrsunternehmen und aus Aufgabenträgern (öffentliche Hand) zusammensetzt. Auf der Seite der öffentlichen Hand sind das Land Baden-Württemberg, der Verband Region Stuttgart, die Landeshauptstadt Stuttgart und die Verbundlandkreise Gesellschafter des VVS. Auf der Seite der Verkehrsunternehmen neben den zahlreichen Unternehmen des Umlands die Stuttgarter Straßenbahnen AG und die DB Regio AG.

Neben der Weiterentwicklung des einheitlichen Tarifs kümmert sich der VVS um eine einheitliche Fahrgastinformation und abgestimmte Fahrpläne. Außerdem um die konzeptionelle Weiterentwicklung des Verkehrsnetzes, um flächendeckende Verkehrserhebungen, um das Marketing für Tarif- und Verkehrsangebote sowie um unternehmensübergreifende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus verteilt er die gemeinschaftlich erwirtschafteten Fahrgeldeinnahmen nach festgelegten Regeln auf die großen Verkehrsunternehmen sowie – stellvertretend für die kleineren Unternehmen des Umlands – auf den Verband Region Stuttgart.

Auf den Fahrbetrieb vor Ort hat der VVS allerdings keinen unmittelbaren Einfluss. Weder verfügt der VVS über eigene Anlagen und Fahrzeuge noch über eigenes Fahr- und Werkstattpersonal. Die Fahrleistungen werden von den Verkehrsunternehmen erbracht und fallen ausschließlich in deren Zuständigkeit.

Mit ihrer Unterstützung können wir unsere Ideen verwirklichen und ein einzigartiges Erlebnis für unsere Besucher schaffen. Wir danken der VVS von Herzen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung – gemeinsam machen wir unsere Vision „U-Turn Bitte wenden!“ greifbar!

Beitrag von Ursula Drees

Allgemein

Danke Schön, Plan Valley!

Großes Dankeschön an Plan Valley für die großzügige Unterstützung bei unserem Projekt. Als Sachsponsor hat uns Plan Valley leistungsstarke Medienserver zur Verfügung gestellt, die es uns ermöglichen, unsere Medieninhalte bestmöglich darzustellen.

Sie stehen uns schön länger bei. Und jedes Mal sind wir hocherfreut. Ohne ihre Medienserver wären wir aufgeschmissen. Das können wir guten Gewissens sagen. Danke!

Plan Valley ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Medienserver-Technologien und interaktiven Programmierung. Sie bieten maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Projekte und zeichnen sich durch ihre Expertise in der Erstellung von immersiven Erlebnissen aus. Besonders beeindruckend ist ihr Engagement für Qualität und die kontinuierliche Entwicklung neuer, kreativer Technologien, die in unterschiedlichsten Bereichen, von Events bis hin zu permanenten Installationen, zum Einsatz kommen.

Wir sind sehr dankbar für die anhaltende Unterstützung und das Vertrauen, das Plan Valley in unser Projekt setzt. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft gemeinsam mit Plan Valley zu arbeiten und weiterhin großartige Event Installationen zu bauen.

Beitrag von Ursula Drees

Allgemein

Licht als Spannungsmoment

Dieses Semester steht das Rennen im Vordergrund. Ein spannendes Gegeneinander zweier Teams, in denen die Spielenden miteinander Rätsel unter Zeitdruck lösen. Diese Emotionen werden im Lichtkonzept aufgegriffen. Wir haben uns dafür entschieden die Spielhälften in die jeweiligen Teamfarben zu tauchen. Dies erreichen wir durch flächiges Licht an den Stirnseiten des Raumes, die ihr Licht auch auf die Seitenwände werfen. Um eine deutlichere Trennung der Teams zu haben und eine kontrastreichere, spannendere Stimmung zu erzeugen werden kleine Spotscheinwerfer entlang der Seitenwände gestellt und an die Deckenkonstruktion gehangen. Sie werfen Lichtsäulen an die Wände. Die Helligkeit des Raumes passt sich der jeweiligen Spielesituation an. Hier arbeiten wir auch mit dem Kontrast der Lichtsäulen. Je höher der Kontrast, je schneller die Lauflichteffekte, desto höher die Dringlichkeit.

Zudem arbeiten wir mit weißem Licht. Es fällt von hinten auf die spielenden Personen. Bevorzugt wären wir hier mit hartem Licht gegangen, haben uns dann aber aufgrund der Unberechenbarkeit der Position, an der sich die Spielenden befinden könnten, für eine flächigere Lichtquelle entschieden. Warmweißes Licht und kaltweißes Licht werden gegenübergestellt. Sie unterstützen die Dramaturgie. Auf den Personen entstehen so hauptsächlich durch den Winkel des kaltweißen Lichtes mehrere Kanten und Formen, während die restlichen, im Schatten liegenden Körperteile durch das Umgebungslicht der jeweiligen Teamfarbe aufgefüllt wird. So erhalten wir noch mehr Kontraste und eine höhere Spannung.

Lichtraumplan©Lukas Sabo

Da es sich aber auch um ein Rätselspiel handelt, die auf den Raum verteilt sind, muss für Verständlichkeit gesorgt werden. Die Aufmerksamkeit der Spielenden wird  mit jeweils zwei beweglichen Scheinwerfern pro Teamseite gelenkt. Sie leuchten mittig vom Raum von beiden Seiten auf die jeweilige Hälfte. Die Spielenden erkennten durch den  Lichtkreis ihren geforderten Standort, gleichzeitig heben wir wichtige Interaktionselemente hervor. Dies wird dadurch unterstützt, dass hinter den nicht direkt ersichtlichen Spielgegenständen LED-Streifen angebracht werden, welche im relevanten Moment aufleuchten. Die Lichtaura lenkt die Spieleraufmerksamkeit.

Test zu Beleuchtung durch Flächenlicht und Spotas©Lukas Sabo

Beim Lösen der Rätsel gibt es nur wenige richtige Wege. Die Spielenden bekommen Rückmeldung über die Richtigkeit oder ob es falsch ist was sie tun. Wenn etwas falsch ist, kommt Rot und bei Richtig wird das Licht auf  Kaltweiß gestellt.

Wir haben uns gegen das klassisch bestätigende Grün entschieden. Auch wenn das naheliegend wäre. Aber eine weitere Farbe muss verstanden werden, außerdem wird den Spannungs- und Showcharakter erhöht. Diese Effekte begrenzen sich hierbei auf die jeweiligen Teamseiten und sollten so wenig wie möglich darüber hinauswirken, da die Spielenden die Rätsel unabhängig voneinander lösen. Ein Team kann sich gerade in einem Rätsel befinden und es wird die Unterstützung benötigt, während das andere Team schon längst fertig ist und andere Lichtinfos benötigen.

Lichttest für Kalt-, Warmbeleuchtung©Lukas Sabo

Das Licht auf die jeweilige Teamseite zu begrenzen, wird eine Herausforderung dieses Semesters. Die Wände sind nicht wie meist üblich Schwarz, sondern Weiß. Das Licht im Raum wird stark reflektiert, selbst kleinste Lichtquellen haben weitreichende Auswirkungen. Hier müssen die Helligkeiten und die Kontraste der Lampen präzise gewählt und gemessen werden, unter anderem auch dadurch, dass das Spiel von Projektoren auf die Spielfläche projiziert wird. Die ambiente Helligkeit darf  zwecks Erkennbar- und Nutzbarkeit die der Projektoren nicht überschreiten. Die Projektoren müssen zudem präzise ausgerichtet werden. Sie dürfen sich im Laufe des Spiels nicht bewegen, da jede noch so kleine Bewegung durch die Distanz zur Fläche verstärkt wird.

Rigging im Spielgereich©Lukas Sabo

Die Projektoren sind wie ein Großteil des Licht- und Tonequipments an Traversen befestigt, die mit Kettenzügen an der Decke befestigt sind. Durch die fehlende starre Verbindung der Traversen können diese in Schwingung gebracht werden. Die beweglichen Scheinwerfer mussten wir daher gründlich dahingehend testen und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Anfahrt und das Abbremsen für zu viel Vibration sorgen, selbst bei langsamen Geschwindigkeiten. Erste Überlegungen, die Scheinwerfer mit mehreren starren Lampen zu ersetzen, wurden aufgrund der Unflexibilität verworfen. Wir befestigen die beweglichen Scheinwerfer an langen Gerüstsäulen. Sie stehen auf dem Boden und werden mit Gewichten vor einem Umfallen gesichert.

Das Lichtkonzept dieses Semesters erzeugt ein Gefühl des Miteinanders und gleichzeitig des Gegeneinanders, mit Spannung und Herausforderung, die verständlich und subtil bleiben soll. Zusammengefasst ist es ein Konzept der balancierten Kontraste.

Beitrag von Lukas Sabo