Teamfotos als Portrait – Wenn aus Bildern Rollen werden
Teamfotografien folgen häufig einem standardisierten Aufbau: mehrere Personen stehen vor neutralem Hintergrund, werden frontal zur Kamera positioniert und dann fotografiert. Das entspricht einer wenig inspirierten Gruppenfotografie. Im Kontext des Projektes Interwoven wurde jedoch im Verlauf der Konzeptentwicklung deutlich, dass klassische Teamfotos dem Projekt nicht gerecht werden. Erst durch den Hinweis, dass es sich nicht lediglich um eine inszenierte Studioaufnahme handelt, verstanden wir, dass die Fotografien stärker als Teil eines narrativen Raums gedacht werden müssen. Mehr als nur ein Gesicht Ausgangspunkt war nun die Überlegung, wie sich ein Team darstellen lässt, ohne auf eine rein dokumentarische Abbildung der Person zurückzugreifen. Da das Projekt thematisch Aspekte wie Forschung, Fremdheit und das Unbekannte behandelt, lag der Fokus darauf, die Beteiligten nicht nur abzubilden, sondern in eine entsprechende Situation einzubetten. Die Teammitglieder wurden nicht lediglich porträtiert, sondern gezielt inszeniert. Sie nahmen die Rolle von Forschenden ein, die sich in einer ihnen fremden Umgebung orientieren...