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Planung und Realität der Stage

Eigentlich ist es immer interessant wie stark die Realität von den Konzepten abweicht oder eben nicht. Das anfängliche Bühnenmodell sah unregelmässig verschachtelte Wände vor. Nach einigen Tests stellte sich heraus, dass Optimierungen notwendig waren. Wir hätten die Ursprungsidee nur mit grösstem Aufwand bauen können. Die Elemente waren ja alle Unikate und dann auch möglicherweise zu schwer. Der statische Rückbau hätte ordentlich Material erfordert.

Model von Karina Köppl  Foto © Udrees
Es wurde neu und einfacher gedacht. Und die ersten Papiermodelle gebaut.

Photo©Udrees

Sie entsprachen der Grundidee von flexiblem Elementen,  jedoch wurden aus den unregelmässigen Bauteilen gleichschenklige Dreiecke, eine Form wie sie schon Buckminster Fuller in seinen Geodätischen Domes in den 70iger Jahren realisierte. Das Prinzip fand auch hier Anwendung.

Foto©Udrees

Das Material  selbst wurde von Kohlschein geliefert. Die Grundform war schon vorgegeben, die Ecken wurde gebogen und an den Ecken mit Löchern für Kabelbinder versehen.

Foto©Udrees

Diese Verbindung brachte grosse Flexibilität mit sich. Die Module wurden dann entsprechend der Bühnenanforderungen miteinander verbunden, kombiniert, in entsprechende Winkel gelegt und ausgelegt.

Foto©Udrees

Beitrag von Ursula Drees


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Willkommen im Jahr 2084.

Am 26.01.2012 war es endlich soweit. Die MediaNight war schon der zweite große Tag für das EMTV-Team. Mit der Kolloquiumsshow einen Tag zuvor wurden insgesamt drei Sendungen à ca. 45 Minuten gefahren und die interaktive Live-Inszenierung THE LOST CLOUD so einen Publikum von ca. 210 Personen präsentiert.

Die interaktive Live-Inszenierung THE LOST CLOUD führte Teilnehmer und Publikum in ein Zukunftsszenario der besonderen Art – Gemeinsam waren sie für die Rettung des Weltwissen verantwortlich und fanden sich dafür in einer einzigartigen Atmosphäre wieder. Zentrales Objekt der Produktion ist ein rundum begehbares und interaktiv bespieltes Polygon – die Cloud.

Das Cloud Lab. Foto Vanessa Wiktor

31 Studierende der Bachelorstudiengänge Audiovisuelle Medien, und Medienwirtschaft, sowie des Masterprogramms Elektronische Medien arbeiteten im Wintersemester 2011/12 an einer einmaligen TV-Show. Dabei wurden die unterschiedlichen Kompetenzen in der Konzeptionierung, Organisation und Realisierung einer sendefähigen Live-Show gebündelt. Hierzu bilden die Studierenden einen Sendebetrieb mit allen klassischen Arbeitsbereichen wie Redaktion, Produktion, Grafik und Technik ab, wobei inhaltlich erstmals die Disziplinen aus Event Media hinzukamen – von interaktiver Raumgestaltung, Bühneninszenierung und Storytelling, über Programmierung interaktiver Benutzeroberflächen bis hin zum Licht- und Sounddesign.

Dr. Robert Nielsen, bzw. Sebastian Brings als einer der zwei Moderatoren. Foto Sara Ollé

„Die Menschheit hat sich zum Zwecke der ewigen, allumfassenden Sicherung allen kulturellen
und naturwissenschaftlichen Wissens die Cloud gebaut, eine Art hochmoderne Wissensarche. In der letzten Woche ist es jedoch zu einem kritischen Zwischenfall gekommen. Der Code der Cloud mutiert. Es droht die ewige Versiegelung des Weltwissens, wenn es nicht gelingen sollte, den Sicherheitscode wieder zu entschlüsseln. Im Zuge einer Krisenmaßnahme zur Wiederherstellung des Codes beruft das zuständige Ministerium 40 Experten ein. Drei Experten unter ihnen werden auf Grund ihrer speziellen Fähigkeiten ausgewählt um am Polygon aktiv zur Entschlüsselung beizutragen. Das Geschehen wird weltweit verfolgt, jeder Fernsehsender berichtet über die sich anbahnende
Katastrophe. Ein Wettlauf gegen die künstliche Intelligenz unter den Augen der gesamten Öffentlichkeit beginnt.“

Durch die Show führte Dr. Robert Nielsen, welcher mithilfe dreier Kandidaten die Entschlüsselung des Sicherheitscodes herbeizuführen versuchte.

Die Experten bei Entschlüsseln der Cloud. Foto Sara Ollé

Das Team der Studioproduktion EMTV hat für viele Probleme Lösungen gefunden und konnte auch die Professoren mit der Cloud begeistern.

Auch die Professoren waren begeistert von der interaktiv bespielten Cloud. Foto Sara Ollé

Auf unserer facebook-Fanpage können Sie die Arbeiten der letzten 4 Wochen über unser Foto-Tagebuch verfolgen!
In diesem Sinne: Wilkommen im Jahre 2084!

Das Cloud-Lab. Foto Sara Ollé
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Polygon als interaktives Spielelement

Das Polygon hat einige Schwierigkeiten mit sich gebracht. Die Form als erstes, das Videomapping als zweites, die generelle Lichtumgebung als drittes, die Fähigkeit auf die interaktiven Tastflächen mit Kraft schlagen zu können ohne dass die darunter liegende Technik beschädigt wird, die Anbringung der Taster auf das aus groben Sperrholz gezimmerte Gerüst, das Gerüst selber, Statik, Aussehen, Mobilität usw.

Polygongrundgerüst.  Foto © Drees

Das Polygon ist ein Objekt, das viele versteckte Fallstricke in sich einte. Vor ca. einer Woche wurde es in 3 Teilen ins TV Studio transportiert, die weisse äussere Hülle appliziert und die ersten Tests gefahren.

Polygon mit Testbildprojektion.  Foto © Drees

Die Spiele selbst sind mit Processing geschrieben, werden durch Arduino kontrolliert und angesteuert. Das Videomapping wird mit Mad Mapper realisiert.

Polygon mit Videomappingtest.  Foto © Drees

Jetzt hoffen wir, dass die Spieler nicht über die Grösse stolpern. Denn die haben stets nur einen bestimmten Teilbereich im Überblick. Und sollten sie nicht untereinander kommunizieren, dann könnte es im Ablauf zu Verzögerungen und Unstimmigkeiten kommen.

Beitrag von Ursula Drees

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Die ganze Welt ist eine Bühne…

Bei Glühwein und Lebkuchen wurde noch vor Weihnachten ordentlich geklotzt. Die Studenten Michael und Patrick zeichnen für die Unterkonstruktion der Show-Bühne verantwortlich, für die mithilfe des hochschuleigenen Transporters im großen Stil OSB-Platten eingekauft wurden.
Für die 20cm hohe, 40m2 große und individuell geformte Fläche wurden Bühnenpodeste aufgestellt und mithilfe der  OSB-Platten auf die individuelle Form erweitert. Tatkräftige Unterstützung bekamen die Studenten hierbei vom Schreiner der HdM, Herrn Leuthold, der beim Zusägen der Platten half und auch sonst immer einen guten Tipp hat.

Soweit so gut. Die Unterkonstruktion der Bühne kurz vor Weihnachten. Foto © Bastian Trauth

Soweit so gut. Nun gilt es die Unterbodenbeleuchtung der Bühnenfläche zu installieren und das Holz noch mit gewünschtem Bodenbelag abzudecken.

Auch Philipp freut sich über die Fortschritte. Foto © Bastian Trauth

Das soll aber noch nicht alles sein. Für die Rückwand der Bühne wird gerade viel getüftelt, Bauvorrichtungen werden erstellt, Aufhängsysteme besprochen und auch sonst alle Probleme aus der Welt geschaffen. Unsere Ergebnisse präsentieren wir mit viel Vorfreude noch Ende dieser Woche!

Stay tuned!

Beitrag verfasst von Michael Holzmann + Vanessa Wiktor

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Das täglich Brot der Redaktion

Redaktion, die: (lat.) etwa: eine fünfköpfige Gruppe der Freude am Kreieren. Als eine der ersten Gruppen hat sie ihre Arbeit aufgenommen, denn erst kommt der Inhalt, dann die Umsetzung. Einige Wochen anstrengende Vorarbeit leisten und dafür am Ende so richtig ausspannen und den anderen Teams über die Schulter schauen, so die vage Hoffnung, die in ihr keimte. Und so traf man sich unzählige Male zwischen Stuttgarter Bars und Vaihinger TV-Küchen, trank viel Cappuccino und keinen frisch gepressten Orangensaft und komponierte einen Inszenierungsplot, so dicht und reich an Innovation, der in der gesamten Projektgruppe nur eins hervorrief: Fragen, Problemstellungen und weitere Fragen. Also setzte sich die Redaktion wieder zusammen und arbeitete neue Ideen aus, verwarf alte Gedanken und konkretisierte einzelne Linien, bis eine Woche später erneut die kritische Reflexion im Plenum erfolgte. Und als die Redaktion dann endlich einen festen Redaktionsraum ausgemacht hatte, wusste sie, dass es nun an der Zeit war etwas Großes zu leisten.

Nun, knapp drei Monate nach Aufnahme der redaktionellen Tätigkeit, ist es Zeit einen Zwischenstand zu vermelden. Denn das Konzept wird lebendig. Über Wochen von der Redaktion glühend heiß inspiriert, von den Gesamtmeetings allwöchentlich eiskalt ausgehärtet entstand ein inszenatorisches Jahrtausendschwert der Fernsehgeschichte. Lange ist es her, dass Finnland, Österreich, Deutschland, Spanien und Ecuador an einem Strang zogen, ein Omen, das besser nicht sein könnte.

Die einstige Hoffnung auf weniger Redaktionsarbeit ist einer hochmotivierten Bereitschaft zu mehr Engagement gewichen. Ein Phänomen, das allerdings aus jeder Gruppe gemeldet wird. Kandidaten, Havarieszenarien, Epilog der Show, Abstimmverfahren der Zukunft, Nacktkatzen in Dessous, die nächsten Wochen werden härter und wichtiger als alles Vorige. Jeder hat nun seine spezifischen Tätigkeitsfelder und doch wirken alle zusammen, denn „das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Erst recht, wenn es um das Schicksal der gesamten Menschheit geht…

Beitrag von Sebastian Brings