Mittlerweile ist unser Konzept so weit ausgearbeitet, dass wir mit der aktiven Arbeit in den einzelnen Gewerken starten können. Für die Abteilung Bühne bedeutete das als erstes, einen Plan der bestmöglichen Umsetzung im Raum zu entwickeln. Dieses Gewerk besteht aus Kim Caspers, Felix Fischer und Sandra Kalemba. Unsere Installation soll aus vier Gängen zu unterschiedlichen Bereichen unseres Studienganges bestehen. Da alle Bereiche die gleiche Bedeutsamkeit erhalten sollen, war es in der Umsetzung wichtig alle Gänge in etwa gleich lang zu halten. Gar nicht so leicht, wenn die Installation in einem asymmetrischen Raum aufgebaut werden soll. Auch damit es nicht zu geradlinig wird haben wir uns für folgenden Aufbau entschieden.
Zuerst wurde dieses Model mithilfe des 3D-Programms Maya umgesetzt. Um das Ganze auch für den Rest des Teams anschaulich zu gestalten, haben wir anschließend ein kleines Model gebaut. Auch hierbei geht es ohne vorangehende Überlegungen nicht. Welches Material verwenden wir, wie lassen sich die vielen Regale im Model umsetzen und in welchem Maßstab wollen wir das Model bauen? Wir haben uns für einen Aufbau aus stabiler Pappe, dünnen Sperrholzstäbchen und Nägeln entschieden. Die Regalbretter zu kleben oder zu stecken hat nicht so präzise funktioniert, daher haben wir als Ablagefläche für die Regalböden kleine Nägel in die Holzstäbchen gehämmert. Unser Maßstab beträgt 1:20. Damit hat es eine überschaubare Größe und man kann trotzdem genug Details darin unterbringen.
Die Produktionsleitung unseres Teams ist verantwortlich für die Planung, Kontrolle und Durchführung unserer Produktion. Wenn alles drunter und drüber geht, behalten wir einen klaren Kopf!
Wir, Anne Hudelmaier, Niels Keller und Kim
Caspers übernehmen in diesem Semester die Leitung der Produktion. Zu unseren
Aufgaben gehört die Projektplanung, die Organisation, die Einhaltung des
Produktionszeitplans und die Überwachung der Arbeitsabläufe während der
Produktion.
In der ersten Phase der Produktion muss ein
realistischer Zeitplan erstellt werden, der alle Gewerke mit seinen jeweiligen
Aufgaben und den Deadlines erfasst. Diese Zeiteinteilung wird natürlich während
der Produktion immer wieder angepasst und aktualisiert. Die Produktionsleitung
muss hier darauf achten, dass die einzelnen Gewerke diesen Plan einhalten und
die Produktion ohne große Verzögerung verläuft.
Zudem sind wir die Schnittstelle zwischen dem Projektmanagement und den Gewerken. Dadurch wird uns ein Einblick in jedes Gewerk ermöglicht und können dieses aktiv unterstützen. Im gesamtem Produktionszeitraum ist die Kommunikation besonders wichtig. Wer sind die Ansprechpartner? Welche Informationen müssen wen erreichen? Wer braucht wo Unterstützung? Bei jeder Problematik ist es unsere Verpflichtung, dafür schnellstmöglich die besten Lösungen zu finden und umzusetzen.
Die Leitung einer Produktion ist sehr anspruchsvoll und man trägt viel Verantwortung. Genau das ist unser Anreiz, diese Aufgabe erfolgreich zu meistern.
Bei Regie denkt man sofort an Film. „Und Action!“ ist wohl der meiste Satz, den die Menschen in Zusammenhang damit kennen.
Ähnlich, aber nicht genau so, sind auch unsere Aufgaben im Regie-Department bei der neuen Event Media Produktion dieses Semester. Wir sind die Gestalter, die Inszenierer hinter den Kulissen: Niels Keller, Lisa Nonnenmacher und Cornelius Herzog. Alle kreativen Prozesse und Entscheidungen laufen bei uns zusammen. Sei es die Weiterentwicklung des Konzeptes, das Erschaffen des sogenannten „Look and Feels“ oder als Hilfe bei Fragen der einzelnen Abteilungen bei Unklarheiten, was die kreativen Bereiche betrifft.
Zu dritt besprechen wir neue
kreative Vorgehensweisen und stellen uns dabei stets die Fragen:
Wie wirkt es auf den/die Besucher/in?
Versteht er/sie es?
Wie können wir die Menschen informieren und gleichzeitig beeindrucken?
Das sind keine einfachen Fragen und oft dauert es mehrere Iterationen, bis man zu einem Ergebnis kommt, das nicht nur schön aussieht, sondern auch sinnvoll in den Kontext der ganzen Installation passt.
Vom wilden Brainstorming bis hin zur Aufgabenverteilung und Teamwork fällt vieles in unseren Verantwortungsbereich. Auch nach der Abnahme des Konzepts wird die Regie immer der Ansprechpartner für alle Gewerke sein, wenn es um kreative Fragen geht oder darum, wie etwas so inszeniert werden soll, dass es auch verständlich ist.
Speziell bei dem Projekt „Applied Magic“ kommen auf uns noch einige Hürden und Herausforderungen zu. Es geht vor allem um die Schaffung einer Verbindung zwischen dem Besucher und der Medieninstallation. Diese soll nicht nur das Technische der letzten 40 Jahre des Studiengangs widerspiegeln, sondern auch vermitteln, wie es die Studierenden von Audiovisuelle Medien es immer wieder schaffen, durch ihre Arbeiten “Magie“ zu kreiern.
Wir werden alles daran setzten, dass auch in unserer Installation die Magie nicht zu kurz kommen wird, um dem ganzen Spektrum des Studiengangs gerecht zu werden.
Das Projektmanagement der Event Media Produktion setzt sich aus Leonard Negurita, Alisa Carapetcova und Lisa Hanemann zusammen und unterstützt werden wir von unseren Teammitgliedern Alessia Weinhold und Anne Hudelmaier. Unsere Verantwortung liegt in der Organisation und Koordination des gesamten Produktionsteams. Wir prüfen unteranderem, ob Deadlines eingehalten werden und Zielvorgaben erreicht wurden. Außerdem bereiten wir die wöchentlichen Teammeetings vor und führen diese durch.
Zu Beginn
der Produktion erledigten wir sehr viele organisatorische Aufgaben. Dazu
gehörte zum Beispiel die Aufstellung von An- und Abwesenheitsplänen, aus denen
alle Teammitglieder die Verfügbarkeit ihrer Kollegen entnehmen können. Wir
führten zudem die Tools Slack und Trello ein, um dem Team eine bessere
Kommunikation und Übersicht, über die To-dos der anderen Gewerke zu
ermöglichen.
Unser Team
ist quasi der Sammelpunkt für alle weiteren Bereiche, die sich mit jeder Frage
oder Bitte an uns wenden können. Die Kommunikation ist dabei das A und O. Wir
müssen über alles Bescheid wissen, um die Abläufe und Ziele der Produktion
optimal planen und unterstützen zu können. Bei einem 19-köpfigen
Produktionsteam, kann das manchmal zur Herausforderung werden und für rauchende
Köpfe sorgen. Trotzdem versuchen wir immer den Überblick zu behalten und auf
dem aktuellsten Stand zu bleiben.
Die
Tätigkeit im Projektmanagement ist sehr zeitintensiv und ein laufender Prozess,
der nie ganz abschlossen ist. Es gibt immer etwas zu tun und bei unserem
fleißigen Produktionsteam auch ständig neue Fortschritte zu verzeichnen. Wir
müssen daher belastbar sein und flexibel auf alle Veränderung innerhalb des
Teams reagieren. Ob uns das erfolgreich gelungen ist, könnt ihr auf der MediaNight
am 04.07.2019 in Erfahrung bringen.
In den meisten Studioproduktionen werden zu Beginn der Produktion Fotos vom Team gemacht. Dafür ist die Abteilung Fotografie verantwortlich. Bei manchen Produktionen sind einfache Business-Portraits gefragt, andere hingegen werden etwas aufwändiger inszeniert. Gerade bei der Studioproduktion Event Media sind die Bilder meist etwas ausgefallener.
Die Entwicklung des Looks für die Team-Fotos von Applied
Magic beruhte anfangs darauf, dass die in der Installation eine zentrale Rolle
spielende Taschenlampe besonders präsent sein soll.
Auch wollten wir das spannende Gefühl des Entdeckens
hervorheben und haben mithilfe eines klassischen Rim-Lights eine kontrastreiche
Lichtstimmung erzeugt. Zuletzt ergänzten wir den so entstandenen Look mit
Nebel, der dieses Spannungsgefühl noch hervorhob und auch den Lichtkegel der
Taschenlampe etwas betonte.
Bei der Arbeit mit Nebel im fotografischen Bereich hat man
mit einigen Problemen zu kämpfen. Einerseits löst Nebel Brandmeldeanlagen aus.
Daher muss im Vorfeld abgesichert sein, dass diese, wenn möglich, deaktiviert
werden oder dass entsprechende Schleusen eingerichtet sind. Auch gestalterisch
stellt Nebel den Fotografen vor einige Herausforderungen. So kann er Bilder
nicht oder nur sehr schwer wirklich einheitlich gestalten. Der Nebel bewegt
sich unkontrollierbar und das ist zugleich Fluch und Segen. Man lernt recht
schnell innerhalb eines Shootings, wie man die Nebelmaschine zu positionieren
hat, um die gewünschte Bildwirkung zu erhalten. Trotzdem sorgt der Nebel für
recht viel Ausschuss beim Sortieren der Bilder.
Auch muss man einen Nebel-Shooting immer wieder unterbrechen,
damit sich der Nebel verziehen kann. Das ist wichtig, da die Bilder sonst mit
der Zeit immer diesiger werden und die Kontraste entsprechend geringer werden.
Zuletzt darf die Lichtwirkung nicht vernachlässigt werden, die der Nebel
erzeugt. Er wirkt wie eine Art Softbox, die das Model einhüllt, was hartes
Licht schwer zu erzeugen macht und unbedingt in der Planung beachtet werden
muss.
Für jede Person haben wir für zwei verschiedene Fotos
geshootet. Eines sollte eher ernst und seriös für die Kommunikation auf dem
Blog und auf Facebook sein, das andere witzig für unseren Instagram-Kanal.
Jeder Teilnehmer der Studioproduktion hat sich aus seiner Auswahl zwei solche Fotos
herausgesucht, welche dann bearbeitet wurden. Die RAW-Dateien waren dabei eher
dunkler, sodass die Fotos vor allem aufgehellt wurden. Daneben wurde der
Kontrast der Bilder verstärkt, was bei manchen Bildern aufgrund der bereits
genannten Herausforderungen mit Nebel deutlich mehr von Nöten war als bei
anderen. Ein paar Spielereien, unter anderem mit der selektiven Farbkorrektur,
erzeugen den auf den Fotos sichtbaren Look.
Zuletzt haben sich alle Fotografierten einer Hautretusche unterzogen,
wobei diese bei den Mädels intensiver ausfiel.
Diese ganze Bearbeitungsprozedur wurde zuerst bei einem Foto fertig gestellt und dann auf alle anderen ausgewählten Fotos übertragen. So waren nur noch kleine individuelle Anpassungen nötig und die Bearbeitung dauerte nicht zu lange. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem Erdergebnis unserer Teamfotos und finden, dass vor allem der Nebel mit der Taschenlampe sehr gut zu unserem Thema Applied Magic passt. Auch was bei so einem Shooting und danach an sich entsteht – das ist eben angewandte Magie.
Die Studierenden des Sommersemesters 2019 im Fachbereich Event Media möchten Euch begrüßen und willkommen heißen! Begleitet uns ein Semester lang dabei, unsere Studio-Produktion „Applied Magic“ zu verwirklichen – Von der Konzeption bis hin zur Umsetzung zeigen wir exklusive Blicke hinter die Kulissen.
Momentan arbeiten wir mit Hochtouren an der Konzeptoptimierung, Grafik, Logos und der Programmierung, um unsere „Magie“ überzeugend nach Außen bringen zu können. Natürlich gibt es viele weitere Abteilungen, welche zusammenarbeiten, um so effizient und sicher wie möglich die Idee hinter der Produktion verwirklichen zu können. Viele bezaubernde Beiträge erwarten Euch die kommenden Wochen – bleibt gespannt!