Allgemein, Jukebox

Die Sache mit der Organisation…

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If you fail to plan you plan to fail (Benjamin Franklin)
Schon Benjamin Franklin wusste, wie wichtig die strukturierte Organisation eines jeden Projektes ist. Als Medienwirtschaftler hört man in seinem Studium die Vorlesung Projektmanagement. Dadurch wussten auch wir, wie wichtig ein gutes Projektmanagement ist. Uns ist klar: Viele tolle Ideen und ziemlich wenig Zeit.
Wir machten uns an die grundlegendsten organisatorischen Aufgaben. Zuerst eine Liste mit allen wichtigen Kontaktdaten. Wir einigten uns darauf, eine Tabelle in der Google Drive anzulegen. Der Vorteil dieser Tabellen ist die Interaktivität und dass sie so von allen bearbeitet werden kann, ohne dass neue Versionen entstehen. In der Tabelle integrierten wir eine Spalte für bestmögliche Erreichbarkeit.
Auch für unseren Verfügbarkeitskalender bot sich eine solche Tabelle an.
Wir erstellten ein Teamchart, welches die Kommunikationswege aufzeigen soll.

Teamchart

Dem Projektmanagement ist es wichtig, immer über den aktuellen Stand der einzelnen Aufgaben bescheid zu wissen.

Damit wir alle einen guten Überblick über das gesamte Projekt Jukebox und die zeitliche Abfolge der einzelnen Arbeitspakete haben, sollte der Ablauf des Projektes visualisiert werden. Wir suchten eine Projektmanagementsoftware.
Trello und Freedcamp sind tolle onlinebasierte Tools. Voraussetzung ist aber, dass das gesamte Team das Programm auch nutzt und pflegt.
Daher kam es zu einem Abwägungsprozess: Natürlich würde eine solche Software das ständige und für alle Beteiligten sehr mühsame Nachhaken vorbeugen, da der Fortschritt jedes Arbeitspakets online abgerufen werden kann.
Wenn der Fortschritt vom jeweils Verantwortlichen aber nicht dokumentiert wird, nützt das tollste Tool nichts. Werden die anderen Teammitglieder diese Mehrarbeit auf sich nehmen und fein säuberlich eintragen, was gemacht wurde und wie weit das Arbeitspaket erledigt ist?
Die Wahrscheinlichkeit, dass wir ständig an das Tool erinnern müssen, schätzten wir als relativ hoch ein. Wir beschränken uns auf eine Offline-Lösung, die uns helfen soll, die Abläufe zu visualisieren. Wir setzten uns mit den Desktop-Projektplanungs-Lösungen auseinander .Wie das bei Freeware ist, unterstützen einige Programme nur bestimmte Betriebssysteme. Da das Programm auf Mac OS laufen sollte, schieden einige Angebote aus.

OpenProj

Desktop-Ansicht des Programm OpenProj

Herr Mühlhöfer gab uns den Tipp, dass es ein Programm namens GanttProject gibt, das schon einige unserer Vorgänger genutzt hatten. Hier könne Ganttchats (Balkendiagramme) erstellt werden. Wir testeten wir das Tool, pflegten bisherige Daten ein und bei der Ausgabe der PDF- bzw. JPG- Formate kam die Erkenntnis, dass wir unsere Zeit verschwendet hatten.

GanttProject quetschte das gesamte Projekt auf eine DinA4 Seite. Unsere Meilensteine & Steps waren unlesbar. Wir recherchierten noch einmal und stießen auf das Programm OpenProj. Das Programm wird zwar nicht mehr weiterentwickelt, läuft aber problemlos auf Mac OS. Der Funktionsumfang ist ein bisschen größer als bei GanttProject und es erscheint benutzerfreundlicher. Die Ausgabe der Pläne & Charts ist zwar nicht optimal, da nicht viel eigestellt werden kann. Allerdings bringt es die Pläne auf mehreren Seiten unter. Zumindest für´s Erste sind wir mit diesem Programm zufrieden und werden es zur Projektplanung nutzen.
Wenn unser Produktionsplan steht und integriert werden kann, wird der Balkenplan an unsere Pinnwand gehängt. So weiß jeder, wann was zu tun ist.

 

Beitrag von Ann-Christin Grözinger

Allgemein, Jukebox

„Die Gedanken sind frei…“

Bei unserem ersten Treffen mit dem Team wurden mehrere kreative Ideen von einzelnen Studenten vorgestellt. Nach einer Abstimmung, waren mit „Jukebox“ und „Mitten im Wald“ noch zwei von acht Ideen übrig. Um sich besser entscheiden zu können, wurden diese von jeweils einem Team ausgearbeitet und präsentiert.
Das nächste Treffen sollte dann eine Entscheidung bringen. Zur Auswahl stand eine interaktive Jukebox, in der die Teilnehmer den verloren gegangenen Sound zurück bringen sollen und eine 360° Panorama Darstellung eines Waldes, den die Spieler vor einer Vergiftung retten müssen. Alle brachten ihre Stimme mit ein, so dass es nach einer Wahl 6 zu 4 für die nostalgische Jukebox aus den 50er stand. Wir hatten eine Idee, aber was nun?
Gleich am nächsten Tag trafen wir uns in einer kleineren Konzeptgruppe um unsere Idee zu konkretisieren. Es gab schon Ansätze, allerdings war noch einiges unklar.
Wir wollen die Zuschauer zurück in die 50er Jahre bringen, in ein amerikanisches Diner. In genau diesem Diner verliebt sich unser Protagonist in eine Frau. Er will sie zum Tanzen auffordern. Für die richtige Stimmung schmeißt er die Jukebox an. Doch diese versagt nach den ersten drei Akkorden. Die Spieler gelangen dann in die Jukebox und müssen sie wieder zum Laufen bringen.
Soweit so gut, doch dann fing die erste große Diskussionen an.
Wer wird die weibliche Hauptperson? Ist sie eine Kellnerin oder eine andere Kundin des Diners? Schlussendlich entschieden wir uns für letzteres.

Skizzen

Die Story stand in ihren groben Zügen, machten wir uns an die Raumaufteilung. Zunächst war geplant, eine Bar im Stil der 50er Jahre in den Eingangsbereich des Raumes U52 zu stellen, um die wartenden Gäste mit Milchshakes und Bedienungen auf Rollschuhen zu unterhalten. In Gruppen sollten die Gäste dann in der Spielwiese das Intro-Video sehen um im selben Raum das Spiel zu spielen. Im Raum U51 wollten wir ein amerikanisches Diner der 50er Jahre nachbauen, in dem die Spieler noch ein wenig verweilen konnten. Eine Rock ‘n Roll-Band sollte spielen, um den Flair dieser Zeit zurück zu bringen. Wir verwarfen das Meiste, da der Platz und die Möglichkeiten fehlten. Also musste eine neue Idee her. Das Ergebnis war, dass wir das Grundkonzept verkleinerten und die Räume tauschten. Raum U51 wird nun unser Start sein, hier werden die Gäste sich in einem Diner der 50er Jahre wieder finden. Dieser Raum zeigt den Eingangsfilm, der die Geschichte und die Aufgabenstellung erklärt. Zunächst sollte dieser auf einem überdimensional großen Röhrenfernseher gezeigt werden. Danach werden die Spieler über eine Schleuse in die Spielwiese geführt. Hier findet das Hauptspiel statt. Ein riesiger Schallplattenteller in der Mitte des Raumes stellt das Spielfeld dar. Nach Beendigung des Spieles wird in einem separaten Raum der Ausgang der Geschichte gezeigt. Ein tanzendes Paar steht für den Sieg, ein von sich abgewendetes Paar steht für die Niederlage. Im Ausgangsraum wollen wir eine Feedback-Box aufstellen, in denen die Gäste ihr Statement zu unserer Produktion abgeben können.
Und nicht zu vergessen: Wir gaben den Hauptpersonen die Namen Trudy und Ernie.
Eine Runde durchatmen und dann ging es weiter. Denn es stand die größte Herausforderung an, unser Spiel. Vorab gab es einige Vorschläge. Nach Recherchen und Diskussionen reduzierten wir den Pool auf zwei Spielkonzepte. Das eine mehr musikalisch kreativ, das andere mehr spaßig sportliche.
Am Mittwoch hieß es dann Vorstellen und das Team sowie Frau Drees und Herr Mühlhöfer überzeugen. Gar nicht so einfach. Beide Ideen bekamen viel Kritik ab. Allerdings mussten wir uns auch entscheiden. 8:2 hieß es dann für „Jukebox-Hero“ – das spaßig sportliche Spiel.
Hierbei hat jeder Spieler seine eigene zugeordnete Fläche auf dem Plattenteller, auf der er sich bewegen kann. Es gibt insgesamt 8 Felder, die wiederrum in 5 Bereiche unterteilt sind. Ein Lied wird abgespielt und genau in diesem Rhythmus leuchten die 5 Bereiche eines Feldes auf. Die Spieler müssen die leuchtenden Felder berühren, damit der Sound erhalten bleibt. Eine Anzeige in der Mitte des Plattentellers zeigt an, welcher Spieler am Zug ist. Die Mittelachse des Plattentellers stellt in einer LED-Säule den Spielstatus dar.20151103_Foto_Konzepttreffen1_am

Durch die Kritik fühlten wir uns etwas verunsichert. Einige Leute aus den eigenen Reihen waren mit dem Spiel nicht ganz zufrieden. Es fehlte ihnen an Eigeninitiative und Kreativität. Also hieß es nun, arbeiten und konkretisieren um die Zweifler zu überzeugen und die Produktion zu einem Erlebnis zu machen.

In Gruppen arbeiteten wir an unterschiedlichen Aspekten: Spielsystematik und Setting waren die zwei Schwerpunkte. Vor allem bzgl. des Settings wurden einige Aspekte geändert, die der Logik des Ablaufs sehr halfen.

Wir entschieden uns für eine großflächige Projektion in Raum 1, die den Diner visuell vergrößern soll. Die Projektion zeigt das Diner, in dem die zwei Hauptpersonen sitzen. Wir wollen den ganz normalen Tagesablauf zeigen, bis Ernie seinen Mut fasst und zu der Jukebox geht. Außerdem legten wir fest, dass 24 Spieler gleichzeitig das Diner betreten. Diese werden wiederrum in 3 Gruppen á 8 Personen unterteilt. Jede Gruppe wird einem Song zugeordnet. Des Weiteren wollen wir eine Projektion in der Jukebox aufbauen, die den Blick aus selbiger darstellen soll. Hier wird Ernie den Spielern Anweisungen geben.

Auch die Gruppe der Spielsystematik kam ein gutes Stück weiter. Um das Spiel allerdings zu finalisieren strebten wir ein weiteres Treffen an.

Nachdem wir bei einem schönen „Get-Together“ in der Unitheke unsere Köpfe frei machten, trafen wir uns am nächsten Tag zu einem weiteren Konzept-Meeting.Bevor wir uns an das Spiel machten, schauten wir uns die Spielwiese noch einmal genauer an um uns darüber klar zu werden, wie groß die Spielfläche werden soll. Unsere erste Vorstellung war zu groß. Wir probierten einige Möglichkeiten aus und einigten uns auf einen Durchmesser von 6 Meter für den Plattenteller.

Danach beschäftigten wir uns mit dem Spiel selbst. Wir fragten uns, was das Spiel noch besser machten konnte. Wie wir unsere restlichen Teammitglieder überzeugen konnten. Und wie wir ein Teamgefühl in unserem Spiel hervorrufen konnten.Wir prüften mehrere Ansätze. Einige nicht machbar, andere zu groß um nur Teil eines Spieles zu sein und ein paar, die unseren Vorstellungen sehr nahe kamen.

Und dann hatten wir einen guten Einfall! Wir wollen einen Plattenturm neben den Plattenteller bauen, welcher 2 weitere Schallplatten enthält. Nach Beendigung eines Levels muss die gesamt Gruppe die nächste Platte holen und in der Mitte der Spielfläche auflegen. Hierdurch wird der nächste Level freigeschalten.Alles Wichtige wurde bei einem extra Termin zu Blatt gebracht, außerdem änderten wir die Namen zu George und Lorraine.

Wir sind gewappnet. Die nächste Vorstellungsrunde kann kommen!!!!

 

Beitrag von Aline Müller

Allgemein, IRRSINN

Vom Endspurt zum Ziel – Letzte Handgriffe und die MediaNight

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Ein Semester lang arbeiteten 16 Studis aus zwei Studiengänge händeringend an der Realisation der interaktiven Rauminstallation Irrsinn. Wir haben es geschafft. Alles stand, hing und lief . Am Vortag war die gesamte Installation bereits durch beim Kolloquium von den Professoren des Studiengags Audiovisuelle Medien begutachtet und überzeugte in den Bereichen Spielspass, Immersion, Einbindung in die Rahmengestaltung und Szenografie. An der Medianight haben jede Menge Besucher das Spiel genossen.

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Den Spielern wurde vor dem Eingang zur Spielfläche das Video zur Einführung in die Geschichte vorgespielt und einige erläuternde Worte mit auf den Weg gegeben. Sobald die Spieler sich dann im Raum auf den zugewiesenen Plattformen befanden, ging das Spiel los. Siege davon tragen konnten zwar bei weitem nicht alle Teams, doch die Spielfreude aller Beteiligten wurde auch in den anschließenden Interviews deutlich zu Sprache gebracht. Das Team der Irrsinn-Produktion ist sehr zufrieden  und die Erleichterung über den gelungenen Abschluss der Semesterproduktion war allenthalben zu spüren.

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Die grösste Spielplanform, die sogenannte Handlungsplattform hat einen Stresstest mit 19 Personen stand gehalten.

„Ein wenig Angst konnte man schon haben, als plötzlich 19 Spieler auf der Plattform standen und damit doppelt so viele wie ursprünglich geplant. Aber die Konstruktion hielt ohne weiteres stand“. Wie bruchfest die Plattform wirklich war, wurde im ausgedehnten Aftershow-Programm durch die Irrsinn-Crew noch getestet. Das Team wollte im eigenen Spiel den Highscore des Abends brechen. Hat auch geklappt.

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Die Installation fand auch beim Fachpublikum Anklang. Die Veranstalter der wissenschaftlichen Fachtagung für Mensch-Computer-Interaktion „Mensch und Computer (MUC)“ ermöglichten uns, die Installation zur Tagung vom 6.-9. September zu präsentieren. Für uns eine Chance, Irrsinn erneut zu zeigen. Das passiert nicht oft. Meistens werden die Studioproduktionen, egal wie aufwändig und phantasievoll, nach der MediaNight zurück gebaut und dann bleibt nur noch die Dokumentation als Beweis der Arbeit übrig. Diesmal nicht.

Das Spiel wird in der Hochschule am Montag der 6. September beim abendlichen Dinner für die Konferenzteilnehmer laufen. In der Hochschule werden Demos und Case Studies (Peer Review) präsentiert. Wir hoffen dass viele kommen und unter dem Gesichtspunkt Mensch und Computer Schnittstelle unsere Arbeit testen.

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Wir das Team hatten Spass beim Spiel und bis jetzt sind noch keine negativen Bemerkungen gefallen. Jetzt  ist noch ein bisschen was zu tun. Wir machen die Dokumentation der Arbeit mit Starschnitt und Making Off. Das für weitere Wettbewerbe und Konferenzen. Wir hoffen mit dieser Arbeit ausgezeichnet zu werden. Wir werten die Spielfreude und die Spielsystematik aus. Dafür entstanden bei den Alpha- und Betatestspielen Umfragebögen, die geben uns Aufschluss über Positiven und Negatives. Wir wollen ja nicht nur eine tolle Installation , ein schönes Spiel machen und dann alles vergessen. Wir wollen daraus lernen. Und so viel gibt es im Bereich der Spiele im Raum noch nicht. Ausserdem wird der Workflow dokumentiert. Eine DVD gemacht und an die Sponsoren als Danke Schön geschickt. Noch einmal ganz herzlich danken wir unseren zahlreichen Sponsoren, ohne die ein solches Unterfangen nicht möglich gewesen.

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ein Beitrag von Sebastian Schulze

Allgemein

Wir sind Stolz…

… und froh über die Hilfe und Unterstützung, die wir in diesem Semester von der Stolz Fotosatz Text und Bild GmbH erhalten und möchten uns herzlich dafür bedanken!

Die Stolz Foto GmbH ist ein Traditionsunternehmen in Stuttgart. Seit über 40 Jahren
überzeugen sie mit ihrer Erfahrung und Qualität im Druckbereich. An der MediaNight
versorgt uns die Stolz Foto GmbH mit einem qualitativen Posterdruck, der am Eingang der
Spielwiese zu sehen ist.

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