Die Farbvielfalt des Bühnenraums, hier eher die blauen Töne wechselte mit den Aufgaben. Wurden Codes erspielt wandelte sich das Farbbild in Grüntöne, bei einer Fehlleistung kam Rot zum Zug.
Die Virtuosität der Moderatoren lässt sich kaum ausreichend herausstellen. Mit den Sendungen wurden die Beiträge und Kommentare phantasievoller, das Publikum lachte, klatsche und fieberte mit den Kandidaten mit.
Jetzt sind die Sendungen soweit gelaufen, viele Proben und Generalproben für alle Mitwirkenden, für Zuschauer leider nur drei an der Zahl. Bedauerlich, denn so gelungene Produktionen sollten die Möglichkeit haben länger bestehen zu können. Wobei die Macher mit Bedauern zwar aber eine Pause gut gebrauchen können. Die Mühen und Stunden haben an den Kräften gezehrt. Wir danken ihnen.
Eigentlich ist es immer interessant wie stark die Realität von den Konzepten abweicht oder eben nicht. Das anfängliche Bühnenmodell sah unregelmässig verschachtelte Wände vor. Nach einigen Tests stellte sich heraus, dass Optimierungen notwendig waren. Wir hätten die Ursprungsidee nur mit grösstem Aufwand bauen können. Die Elemente waren ja alle Unikate und dann auch möglicherweise zu schwer. Der statische Rückbau hätte ordentlich Material erfordert.
Sie entsprachen der Grundidee von flexiblem Elementen, jedoch wurden aus den unregelmässigen Bauteilen gleichschenklige Dreiecke, eine Form wie sie schon Buckminster Fuller in seinen Geodätischen Domes in den 70iger Jahren realisierte. Das Prinzip fand auch hier Anwendung.
Das Material selbst wurde von Kohlschein geliefert. Die Grundform war schon vorgegeben, die Ecken wurde gebogen und an den Ecken mit Löchern für Kabelbinder versehen.
Diese Verbindung brachte grosse Flexibilität mit sich. Die Module wurden dann entsprechend der Bühnenanforderungen miteinander verbunden, kombiniert, in entsprechende Winkel gelegt und ausgelegt.
Am 26.01.2012 war es endlich soweit. Die MediaNight war schon der zweite große Tag für das EMTV-Team. Mit der Kolloquiumsshow einen Tag zuvor wurden insgesamt drei Sendungen à ca. 45 Minuten gefahren und die interaktive Live-Inszenierung THE LOST CLOUD so einen Publikum von ca. 210 Personen präsentiert.
Die interaktive Live-Inszenierung THE LOST CLOUD führte Teilnehmer und Publikum in ein Zukunftsszenario der besonderen Art – Gemeinsam waren sie für die Rettung des Weltwissen verantwortlich und fanden sich dafür in einer einzigartigen Atmosphäre wieder. Zentrales Objekt der Produktion ist ein rundum begehbares und interaktiv bespieltes Polygon – die Cloud.
Das Cloud Lab. Foto Vanessa Wiktor
31 Studierende der Bachelorstudiengänge Audiovisuelle Medien, und Medienwirtschaft, sowie des Masterprogramms Elektronische Medien arbeiteten im Wintersemester 2011/12 an einer einmaligen TV-Show. Dabei wurden die unterschiedlichen Kompetenzen in der Konzeptionierung, Organisation und Realisierung einer sendefähigen Live-Show gebündelt. Hierzu bilden die Studierenden einen Sendebetrieb mit allen klassischen Arbeitsbereichen wie Redaktion, Produktion, Grafik und Technik ab, wobei inhaltlich erstmals die Disziplinen aus Event Media hinzukamen – von interaktiver Raumgestaltung, Bühneninszenierung und Storytelling, über Programmierung interaktiver Benutzeroberflächen bis hin zum Licht- und Sounddesign.
Dr. Robert Nielsen, bzw. Sebastian Brings als einer der zwei Moderatoren. Foto Sara Ollé
„Die Menschheit hat sich zum Zwecke der ewigen, allumfassenden Sicherung allen kulturellen
und naturwissenschaftlichen Wissens die Cloud gebaut, eine Art hochmoderne Wissensarche. In der letzten Woche ist es jedoch zu einem kritischen Zwischenfall gekommen. Der Code der Cloud mutiert. Es droht die ewige Versiegelung des Weltwissens, wenn es nicht gelingen sollte, den Sicherheitscode wieder zu entschlüsseln. Im Zuge einer Krisenmaßnahme zur Wiederherstellung des Codes beruft das zuständige Ministerium 40 Experten ein. Drei Experten unter ihnen werden auf Grund ihrer speziellen Fähigkeiten ausgewählt um am Polygon aktiv zur Entschlüsselung beizutragen. Das Geschehen wird weltweit verfolgt, jeder Fernsehsender berichtet über die sich anbahnende
Katastrophe. Ein Wettlauf gegen die künstliche Intelligenz unter den Augen der gesamten Öffentlichkeit beginnt.“
Durch die Show führte Dr. Robert Nielsen, welcher mithilfe dreier Kandidaten die Entschlüsselung des Sicherheitscodes herbeizuführen versuchte.
Die Experten bei Entschlüsseln der Cloud. Foto Sara Ollé
Das Team der Studioproduktion EMTV hat für viele Probleme Lösungen gefunden und konnte auch die Professoren mit der Cloud begeistern.
Auch die Professoren waren begeistert von der interaktiv bespielten Cloud. Foto Sara Ollé
Auf unserer facebook-Fanpage können Sie die Arbeiten der letzten 4 Wochen über unser Foto-Tagebuch verfolgen!
In diesem Sinne: Wilkommen im Jahre 2084!
Das Polygon hat einige Schwierigkeiten mit sich gebracht. Die Form als erstes, das Videomapping als zweites, die generelle Lichtumgebung als drittes, die Fähigkeit auf die interaktiven Tastflächen mit Kraft schlagen zu können ohne dass die darunter liegende Technik beschädigt wird, die Anbringung der Taster auf das aus groben Sperrholz gezimmerte Gerüst, das Gerüst selber, Statik, Aussehen, Mobilität usw.
Das Polygon ist ein Objekt, das viele versteckte Fallstricke in sich einte. Vor ca. einer Woche wurde es in 3 Teilen ins TV Studio transportiert, die weisse äussere Hülle appliziert und die ersten Tests gefahren.
Jetzt hoffen wir, dass die Spieler nicht über die Grösse stolpern. Denn die haben stets nur einen bestimmten Teilbereich im Überblick. Und sollten sie nicht untereinander kommunizieren, dann könnte es im Ablauf zu Verzögerungen und Unstimmigkeiten kommen.
Bei Glühwein und Lebkuchen wurde noch vor Weihnachten ordentlich geklotzt. Die Studenten Michael und Patrick zeichnen für die Unterkonstruktion der Show-Bühne verantwortlich, für die mithilfe des hochschuleigenen Transporters im großen Stil OSB-Platten eingekauft wurden.
Für die 20cm hohe, 40m2 große und individuell geformte Fläche wurden Bühnenpodeste aufgestellt und mithilfe der OSB-Platten auf die individuelle Form erweitert. Tatkräftige Unterstützung bekamen die Studenten hierbei vom Schreiner der HdM, Herrn Leuthold, der beim Zusägen der Platten half und auch sonst immer einen guten Tipp hat.
Das soll aber noch nicht alles sein. Für die Rückwand der Bühne wird gerade viel getüftelt, Bauvorrichtungen werden erstellt, Aufhängsysteme besprochen und auch sonst alle Probleme aus der Welt geschaffen. Unsere Ergebnisse präsentieren wir mit viel Vorfreude noch Ende dieser Woche!
Stay tuned!
Beitrag verfasst von Michael Holzmann + Vanessa Wiktor