Die MediaNight rückt immer näher und daher möchten wir euch rückblickend, kleine Ausschnitte aus unserer Road to MediaNight zeigen! Zusammenfassend der Monat Mai bei Applied Magic.
Für das Sounddesign haben wir uns für einen assoziativen,
symbolischen Charakter entschieden, vor allem, da wir uns nicht auf
stereotypische magische Klänge im „Funkel-Stil“ verlassen wollten. So hoffen
wir, eine anspruchsvolle und künstlerische Klangatmosphäre zu gestalten. Verschiedene
Versuche mit technisch inspirierten, experimentellen Klängen erwiesen sich als
zu aufdringlich für die ruhige Gesamtstimmung unseres Raumes. So haben wir letztendlich
ein orchestrales Musikstück geschaffen, das einen stillen, entspannenden
Grundcharakter hat. In dem Bild eines Orchesters sehen wir ein gutes Symbol für
die Sammlung an Einzelstücken in unserem Archiv. Aus dieser Sammlung treten
vier Interaktionsstationen hervor, was sich musikalisch in vier verschiedenen
Melodieinstrumenten widerspiegelt. Um den interagierenden, erschaffenden
Menschen zu symbolisieren, haben wir Hände aufgenommen, die Dinge berühren,
anfassen und bewegen, und diese Sounds der Musik beigemischt. So schaffen wir eine außergewöhnliche
Klangatmosphäre, die den Besucher auf seinem Gang durch die Installation
begleiten wird. Zu dieser Musik wird es noch einen Interaktionssound geben, der
die Auslösung einer Interaktion anzeigen soll. Dieser Interaktionssound wird im
fertigen Environment final ausgewählt werden, um so den wirklich passendsten zu
finden. Dazu haben wir schon eine Auswahl an Sounds erstellt.
Um das Problem der gerichteten Schallabstrahlung und der Schallüberlagerung in der Installation zu lösen, haben wir für den Gang, in dem Audiotechnik ausgestellt ist und in dem als einziger Sound-Content Teil der Interaktionssystematik ist, vier Soundduschen installiert. Dabei sind jeweils ein bis zwei Interaktionsgeräte zugeordnet. Für die Klang-Atmosphäre haben wir vier größere Lautsprecher eingesetzt, für die wir eine Anordnung gefunden haben, die den Klang im Raum optimal verteilt. Für den Interaktionssound befindet sich in jedem Regal mit Interaktionsobjekten ein Stereopärchen aus zwei kleinen Lautsprechern.
Von der anfänglichen Ruhe unserer Aufgabe ist nun nichts mehr zu merken. Mittlerweile bekommen wir täglich Anfragen von unseren Teamkollegen. Anfragen ob sie Geld für das jeweilige Prototyping, Schrauben oder andere Requisiten bekommen.
Da wir leider mit dem Zeitplan etwas zurückhinken, aufgrund von Materialbeschaffungsproblemen, mussten wir für jedes Gewerk Finanzpläne erstellen. Somit konnten wir jedem Gewerk ein eigenes Budget erstellen, an das man sich strikt halten musste. Hierbei war die Bühne, also der Hauptteil der Installation unser Sorgenkind. Natürlich benötigte der Hauptteil der Installation den größten Teil an finanziellen Mitteln. Aufgrund dessen war es eine weitere Aufgabe darauf zu achten, dass die anderen Gewerke nicht zu kurz kommen. Der Fairness zuliebe.
Zu unserer Freude haben wir gegen Ende immer mehr positive Rückmeldungen von unseren Sponsoren bekommen. Das bedeutet, dass wir in ständigem Kontakt mit der Finanzabteilung der Hochschule der Medien stehen. Wir schicken die positiven Nachrichten an sie weiter und die Finanzabteilung schickt dann die dementsprechende Rechnung an die Firmen, die sich bereit erklärt haben uns zu unterstützen.
So stellten wir bei jedem Meeting auch den Finanzstand vor, damit sich jeder bewusst sein konnten wo wir finanziell zum jeweiligen Zeitpunkt standen. Unser Schwerpunkt war es stets gut zu haushalten und jedem Gewerk gerecht zu werden. Nun ist die MediaNight die Zielgerade und wir helfen überall mit wo wir können.
Der Verein unterstützt studentische Projekte, Exkursionen und Zuschüsse zu Messe- und Ausstellungsbeteiligungen und außerdem die Sonderfinanzierung größerer Investitionsvorhaben.
Wir sind froh, eines der geförderten studentischen Projekte dieses Semesters zu sein und sagen Danke!
Das Grafikteam arbeitete seit dem letzten Blogeintrag kontinuierlich an der Entwicklung der Beschilderungen für die Exponate des medialen Archivs. Denn wie sich nach einigen Prototypen herausgestellt hatte, war die erste Idee hierfür nicht tragfähig: Schilder, deren Text mithilfe eines Lasercutters ausgeschnitten werden, sind im Dunkeln selbst mit einer Taschenlampe schwer lesbar. Deshalb mussten wir auf den gewünschten visuellen Effekt, dass das Taschenlampenlicht der Besucher durch die Ausstanzungen einen „Lichtschatten“ auf die Exponate wirft, verzichten und anders an das Thema herangehen.
Dabei wollten wir weiterhin das Licht der Taschenlampe des
Besuchers in Wechselwirkung mit den Beschriftungen setzen und mussten dennoch
die große Stückanzahl und den damit verbundenen hohen Fertigungsaufwand im
Hinterkopf behalten. So sind wir schließlich auf den Einsatz von
phosphoreszierenden Materialien gekommen. Wichtig ist dabei, den Unterschied
zwischen fluoreszierender und phosphoreszierender Farbe zu kennen. Fluoreszenz
tritt durch das Beleuchten des Materials mit UV-Licht (oft auch als
Schwarzlicht bezeichnet) auf und tritt nur im Moment des Anstrahlens auf,
während phosphoreszierende Materialien hingegen nach dem Bestrahlen mit Licht
eine gewisse Zeit nachleuchten. Wir entschieden uns für phosphoreszierende
Materialien, da die Taschenlampen der Besucher zum einen kein UV-Licht
ausstrahlen und zum anderen auch der Effekt des Leuchtens nicht nur
eindimensional vom Ort der Beleuchtung, sondern auch von der Belichtungszeit
durch den Besucher beeinflusst werden kann und dieser eine gewisse Zeit
nachwirkt.
In diesem Kontext ist das Grafikteam mit Unternehmen und
Forschungsgruppen in Kontakt getreten, die sich mit dem Thema Phosphoreszenz
auseinandersetzen.
Neben dieser zentralen Aufgabenstellung hat sich das Grafik-Gewerk auch um das Layout für Plakate und Namensschilder gekümmert. Diese Woche wird die Produktion der Beschilderungen in die finale Phase gehen. Zuvor muss interdisziplinär ein Skript für das Programm „Adobe Illustrator“ geschrieben, das die Inhalte der Requisitenliste automatisch in ein Layout für den Lasercutter übersetzt – notwendig wird dies durch die hohe Anzahl an verschiedenen Exponaten.