„Eine Idee lernt das Fliegen“

Um unseren Traum eines begehbaren Luftschiffes Realität werden zu lassen, gibt es besonders zu Beginn zahlreiche Hürden zu überwinden. Zunächst müssen Ideen entwickelt, diskutiert, sortiert, ausgearbeitet oder schlussendlich doch wieder verworfen werden. Diese mitunter frustrierende Tätigkeit liegt seit einigen Wochen in den Händen des Konzeptteams. In enger Absprache mit der Bühne, der Requisite, den Spielegestaltern und nicht zuletzt der Sponsoring-Crew kristallisiert sich nach und nach ein immer konkreteres Bild unseres Luftschiffes, der „Aiolos“, heraus.

Einfache 2D-Pläne reichen bald nicht länger aus. Für genaue Materialberechnungen, die Einschätzung der Größenverhältnisse und die Simulation eines Durchgangs durch die Installation ist der Bau eines 3D-Modells unumgänglich. Unser Mittel zur Wahl war das bereits in vorherigen Studioproduktionen mehrfach zum Einsatz gekommene CAD-Programm Vectorworks in der 2016er Studentenversion. Nach einer Einarbeitungszeit war, basierend auf dem 3D-Modell der Installation „Jukebox“ aus dem vorherigen Semester ein erstes Modell entstanden. Diesem Raummodell lag ein früher Entwurf des Konzeptteams zugrunde.

Bühne 1

Die Wände und die Unterkonstruktion, die später in der Realität aus Bühnenpodesten bestehen soll, standen nach wenigen Stunden. Auch für Fenster, Türen, Treppen und Böden finden sich in der Software die passenden Tools und so entstand Stück für Stück ein immer realistischeres Modell. Lediglich das Interieur fehlte noch, doch auch dafür gab es eine Lösung:

Unter http://3dwarehouse.sketchup.com befindet sich eine riesige Datenbank an 3D-Models, die als SketchUp-Dateien heruntergeladen und in Vectorworks importiert werden können. Das erspart einiges an Arbeit, denn komplexe Strukturen, wie etwa das Steuerrad, sind für Anfänger nur mit großem Aufwand zu modellieren. Nach 2 Arbeitstagen war zum ersten Mal ein virtueller Durchgang durch die Aiolos möglich:

Bühne 2

Das war erst der Anfang und in den vergangenen zwei Wochen wurde das Modell immer weiter angepasst und verändert. So wurde das Schiff um 180° gedreht und der Abstand zur LED-Wand vergrößert, auf der später die Flugsimulation stattfinden wird. Aus Sicherheitsgründen wurde eine weitere Tür eingefügt und auch die einstmals kahlen Wände wurden mit Tapeten „beklebt“, um den viktorianischen Stil besser einzufangen. Mit jedem Treffen kommen mehr Details hinzu und langsam aber sicher gehen die Vorstellungen des gesamten Teams in dieselbe Richtung.

Bühne 3

Bühne 4

Bis zur Media-Night sind es nicht mehr viele Wochen und um unser Ziel erreichen zu können, fehlt uns bislang noch ein wichtiger Faktor: Geld. Damit wir Sach- und Geldsponsoren einfacher von unserem Projekt überzeugen können, gibt es seit kurzer Zeit auch einen virtuellen Durchgang durch unser Luftschiff:

https://www.dropbox.com/sh/cnrpvocjnwxdmdg/AABFWKUm5X88jrHqetWSYZvpa?dl=0

Die ersten Sponsoringanfragen sind bereits verschickt und wir sind zuversichtlich, dass es in den kommenden Wochen richtig los geht. Bis wir allerdings unseren ersten realen Durchgang absolvieren können und unser Luftschiff zu seinem Jungfernflug abheben kann, ist es noch ein weiter Weg.

Beitrag von Michael Gudath

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