Wir danken der studiokurbos GmbH für die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Studioproduktion Schlemmer x Beats!
studiokurbos ist ein international tätiges Designstudio für Automobil-, Produkt- und User Experience Design. Seit Gründung im Jahr 2013 gestaltet studiokurbos die Zukunft smarter Fahrzeuge, Produkte und User Interfaces. Im Herzen von Stuttgart arbeitet das 30-köpfige Team für Marken auf der ganzen Welt.
So, endlich alle Aufgaben von meiner bereits jetzt langen To-Do-Liste abgearbeitet… Moment, fehlt da nicht noch was? Achja, die Grafik!
Glücklicherweise ging die Logofindung dieses Semester progressiv vonstatten. Das mag daran liegen, dass wir im Vergleich zum vorherigen Semester nun eine Person mehr im Grafik-Team haben. Zu uns hat sich dieses Mal auch ein Informationsdesign-Student verirrt, der besonders das Grafik-Team mit seinem Wissen über Gestaltung und Typographie bereichern kann. Das ist nicht gerade typisch für Eventmedia-Produktionen, da in der Regel nur Studenten aus den Studiengängen Audiovisuelle Medien und Medienwirtschaft angeworben werden.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir auf den Visionen Oskar Schlemmers aufbauen konnten und somit eine solide Grundstruktur für die visuelle Gestaltung der Studioproduktion bereits gelegt war. Die drei Farben Gelb, Pink und Schwarz, die Schlemmer als Hintergrundfarben für das Bühnenbild im „Triadischen Ballett“ einsetzte, mussten nur noch in ihrer Nuance definiert und in eine funktionierende Komposition gesetzt werden.
In den ersten Handskizzen
extrahierten wir diese Grundelemente aus Oskar Schlemmers „Triadischem Ballett“
und würfelten sie neu zusammen:
Auch in Illustrator entstanden parallel die ersten farbigen Logo-Experimente. Im Vergleich zu anderen Ideen war das folgende Beispiel zu kleinteilig, da es beispielsweise bei einer Darstellung mit geringer Größe wie etwa als Icon kaum noch zu erkennen ist. Ebenfalls funktioniert das Logo zum Beispiel nicht als Graustufen-Druck, da die gelbe und weiße Fläche dann nur noch sehr schwer voneinander zu unterscheiden sind:
Entwickelt hat sich das Logoergebnis aus der ersten Handskizze (im ersten Skizzenbild links oben). Die Bändel des „Taucher“-Kostüms auf der rechten Seite sind im Design-Prozess weggefallen, da sie oft nicht verstanden wurden, den Betrachter zu sehr abgelenkt und die Flächigkeit der Bildmarke zu stark reduziert haben.
Wir orientierten uns stets an den Kostümen des „Triadischen Balletts“, da das Kunstwerk zentral für unser Projekt ist. Wer genau hinsieht, kann in unserer finalen Bildmarke ein markantes Kostüm wiedererkennen, dass sich auch im Ballett selbst nicht sofort dem Betrachter offenbart: den „Scheibentänzer“.
Diskutieren, denken und Techno „Es gibt schon ein Konzept? Na super dann müssen wir ja nur noch ein paar Anpassungen machen.”
Daniel, 23 – hat keine Ahnung was er da gerade gesagt hat. Aus einem bestehenden Konzept sein eigenes zu machen klingt einfach, ist es aber absolut nicht.
Die besten Aspekte des ursprünglichen Konzeptes zu entnehmen war einfach, diese aber dann auf eine neue Ebene zu bringen hat viel Hin und Her gebraucht. Die Raumfrage war zu Beginn ein sehr großes Hindernis, da wir erst vor kurzem festlegen konnten, welchen Raum wir in der Staatsgalerie tatsächlich bespielen werden. Zuvor hatten wir oft den Punkt, dass wir uns gefragt haben ob die Raumverhältnisse genau das hergeben werden was wir brauchen um unsere Ideen umzusetzen.
Tatsächlich hatten aber einige Hauptbestandteile des Konzeptes auch mit der Raumentscheidung geholfen, wie zum Beispiel die Frage nach der Widerstandsfähigkeit es Bodens, die für eine Clubnacht gegeben sein muss.
Hilfreich war die ausführliche Recherche, die die gesamte Gruppe in den ersten Tagen der Projektzeit unternommen hatte. Von Schlemmers Persönlichkeit über Clubatmosphäre zur Musik, konnten wir uns bei den Teammitgliedern immer wieder Anregungen holen, die wir so gut wie möglich ins Konzept haben mit einfließen lassen.
So viel Information ist nun nicht nur Segen sondern auch Fluch zugleich, eine Menge an Ideen die man zu einem Paket schnüren muss. Uns war klar, dass ein kleiner Denkanstoß immer wieder zu sehr langen Diskussionen werden kann, weshalb wir manchmal sehr zögerlich an Änderungen gedacht haben.
Mittlerweile sind wir über jede Anregung froh, weil wir so immer wieder aus unserem Tunnel entkommen können und wieder offener für Verbesserungen sind. Itteration ist nunmal etwas das zum Designprozess dazu gehört und auch nötig ist. Größer denken, das war der erste Tipp den wir erhalten haben als frisch gebackene Regie, dass wir uns das zu Herzen genommen haben hat uns einige Male doch etwas größenwahnsinnig werden lassen. „Die gesamte Staatsgalerie wird zur Interaktionsfläche!“, „Lichteffekte wie James Turell, das brauchen wir!“, „800 virtuelle Tänzer sind nicht genug, mehr!“. Nun ja, nicht zu übertreiben ist manchmal gar nicht so einfach, wenn man seit Stunden am Diskutieren ist und gleichzeitig, deutlich zu laute Techno-Mukke die Birne weich macht.
Langsam wird es Zeit, dass ihr uns mal besser kennen lernt. Den Anfang macht unsere Regie. Sie ist bei uns hautpverantwortlich für das Konzept und alles was man außerdem dazuhirnen muss. Von „Wie genau wollen wir das dann da fest machen“ bis zu „Geht das überhaupt?“ setzt sich die Regie mit allen Fragestellungen um das Konzept für unser Projekt auseinander. Bühne frei für die Regie:
Daniel, 23 Informationsdesign
Daniel: Regie, Grafik, Konzeption
Hallo, ich bin Daniel, 23 Jahre und werdender Informationsdesigner. Momentan bin ich im 6. Semester und darf mich in dieser Studioproduktion mit der Konzeption, Regie und Grafik beschäftigen.
Informationsdesign als Sprungbrett in die Welt der Ausstellungsgestalter und Szenografen. Die Vielseitigkeit und das gestalten im Raum sind für mich faszinierend und bereichernd. Den Menschen etwas mitgeben zu können treibt mich voran und motiviert mich weiterzudenken. Mein Zukunftsziel ist niemals ausgelernt zu haben und nie aufzuhören die Extrameile zu gehen.
Sveto, 22 Audiovisuelle Medien
Sveto: Regie, Licht, Bühne, Animation
Hey ho, ich bin Sveto. Ich bin 22 Jahre alt und studiere im 4. Semester Audiovisuelle Medien. Schlemmer x Beats ist meine erste Studioproduktion, d.h. ich bin der Noob in der Gruppe. In dieser Produktion bin ich in der Regie, Licht & Bühne und Animation tätig. Zusätzlich dazu bringe ich immer gute Laune mit. Was soll ich zu meinen Hobbys sagen; ich bin basic, ich mag Bücher, Musik und Filme.
Shari, 20 Medienwirtschaft
Shari: Regie, Sponsoring
Hallo, ich bin Shari, 20 Jahre alt und studiere Medienwirtschaft im 3. Semester. In dieser Studioproduktion bin ich Teil der Regie und des Sponsoring Teams. Ich bin total gespannt auf die Erfahrungen meiner ersten Studioproduktion und ich finde es super durch dieses Projekt Abwechslung in den Studentenalltag bringen zu können. Ich interessiere mich schon immer sehr für Kunst und Tanz, deswegen spricht mich die diesjährige Produktion besonders an.
„Bauhaus“ vielleicht schon mal gehört, aber du verbindest damit eher einen Laden in dem du dir Bretter und Schrauben für deinen selbstgebauten Bierpongtisch kaufen kannst? Stimmt zwar auch, ist aber nicht das um welches es hier geht.
Angefangen hat alles mit dem Bauhaus in Weimar, das dort 1919 gegründet wurde. Es war eine Ideenschule für Architektur, Kunst und Pädagogik. Diese Kunstschule beeinflusste das gesamte Design und die Architektur zur damaligen Zeit maßgeblich.
Zu dieser Schule gehörte auch Oskar Schlemmer, der 1922 Das Triadische Ballett entwickelte. Zu einer Zeit in der die meisten Frauen noch nicht arbeiten gegangen sind und lange Kleidchen trugen war das eine Revolution.
Traidisches Ballett in der Staatsgalerie Stuttgart
Die Staatsgalerie Stuttgart besitzt die letzten sieben Originalkostüme. Der Rest ist leider über die Jahre verbrannt, oder verloren gegangen. Falls ihr also einen ersten Eindruck von den Triaden bekommen wollt, schaut doch dort mal vorbei. Nun, da das Bauhaus dieses Jahr 100jähriges Jubiliäum feiert, will die Staatsgalerie Stuttgart zu dessen Ehren Das Triadische Ballett wieder zum Leben erwecken. Und hier kommt unsere EventMedia Gruppe ins Spiel! Was sich unser fleißiges Konzept bis jetzt schon so überlegt hat erfahrt ihr bald in den nächsten Posts.
Auch in diesem Semester möchten euch die Studierenden von Event Media wieder herzlich willkommen heißen! In diesem Blog habt ihr die Möglichkeit uns dieses Semester von der Ideenfindung, über die Konzeption, bis hin zur Umsetzung über die Schulter zu schauen.
Vielleicht habt ihr auch schon die neue knallige Gestaltung des Blogs bemerkt. Lasst euch so viel gesagt sein: es wird laut, heiß und triadisch. Ihr könnt euch darunter jetzt nicht so viel vorstellen? Dann schaut auf jedenfall rein!