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Formen der Synästhesie

Synästhesie beschreibt das Phänomen der Vermischung von Sinnen. Normalerweise sind die Gehirnzentren für Hören, Sehen, Schmecken, Fühlen und Riechen klar voneinander getrennt. Diese klare Trennung gibt es bei Synästhetikern nicht. Die Reizung eines Sinnes löst zusätzlich die Reizung mindestens eines weiteren aus. Dadurch entstehen verschiedene Kombinationen, die stets individuell variieren.

Bildquelle: http://km4864.wixsite.com/synesthesia/types (Stand: 10.05.2018)

 

Zu den weitverbreitetsten Synästhesien gehört die Farb-Graphem-Synästhesie. Dabei werden Zahlen, Buchstaben und geometrische Formen bestimmte Farben zugeordnet. Welche Farbe welchem Symbol zugeordnet wird, ist individuell verschieden. Beschrieben wird das Phänomen so, dass beim Lesen des Zeichens eine Farbinformation unterschwellig mitübermittelt wird. Dadurch ist eine Art Aura um das Symbol zu spüren. Die Schriftfarbe, in der das Symbol abgedruckt ist, bleibt dabei unverändert. Eine andere Form der Synästhesie lässt Töne farbig erscheinen. Jedem Ton ist eine bestimmte Farbe zugeordnet. Ein Musikstück erzeugt bei einem Synästhetiker einen Farbenteppich, der sich aus den einzelnen Farben der gespielten Töne zusammensetzt.

 

Bildquelle: Nadja Pfeiffer, BR

 

Einige Synästhetiker empfinden Schmerz farbig. Dabei werden Bauchschmerzen bei einigen eher blau gefühlt, Kopfschmerzen gelb. Auch Personen werden teilweise farbig gesehen. Bekannte Menschen bekommen dabei klare und feste Farben zugeordnet, die als Aura empfunden werden. Fremde Menschen bekommen nicht immer eine eigene Farbe zugeteilt. Bei Versammlungen überträgt sich eine Farbe auf die Gruppe.

 

Bild: „Das Leben ist bunt“ von Anette Göke, Foto: Bettina Brökelschen. http://ruhrkoepfe.files.wordpress.com/2014/05/das-leben-ist-bunt-anette-gc3b6ke.jpg (Stand: 10.05.2018)

 

Beschrieben ist auch die Kombination aus Person, Stimme und Geruch. So wird der kleinen Schwester der Geruch von Pfefferminze zugeordnet und der Mutter Lavendel. Manche Menschen, die Synästhesie erleben, verbinden Formen mit Geschmäckern. Ein Dreieck schmeckt nach Lakritze und Trapeze nach altem Käse.

Synästhesie drückt sich in einigen Fällen auch in Räumlichkeit aus. Hierbei stellen sich Synästhetiker einen Kalender plastisch vor und können sich vor ihrem inneren Auge innerhalb dieses Kalenders zu einem bestimmten Tag bewegen und ihn erneut durchleben.

 

Bild: Carol Steen

 

Viele Synästhetiker machen sich ihre Synästhesie zunutze. Menschen, die Klänge farbig empfinden, berichten, dass sie ein Musikstück als Collage sehen können und es sich so besser merken können. Auch Zahlen farbig zu empfinden, hilft dabei, sich an Telefonnummern zu erinnern, oder Rechenaufgaben zu lösen.

Synästhesie tritt in den unterschiedlichsten Formen auf. Wir konzentrieren uns auf die Farb-, Klang- und Bewegungswahrnehmung und setzen diese in einer interaktiven Rauminstallation um, um sie für Besucher erlebbar zu machen.

 

von Franziska Schicht

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Entscheidungen zu Lichtkugeln, Pixelpitch und Großraster

Die erste Inspiration die wir zu dieser Rauminstallation hatten war eine Installation namens „Fluidic“ bei der eine Wolke aus 12.000 Kugeln in der Mitte des Raumes schwebt und von Laserstrahlen angeleuchtet wird. Wie sie angestrahlt werden hängt vom Besucher ab da er die Bewegung der Lichterscheinung mit seiner Hand steuern kann.

 

Nach einigen Kalkulationen und Diskussionen mussten wir feststellen, dass das eine Nummer zu groß für uns ist. Doch weil wir die Idee so spannend fanden, klemmten wir uns hinter den Rechner und nach vielen Stunden Recherche kamen wir auf einen Hersteller der LED Kugeln anbietet die in allen Farben leuchten können und bei denen die Strom- und Datenversorgung direkt über das Kabel, an dem sie hängen, erfolgt.

 

Nach dieser Erkenntnis fuhren wir auf die „Prolight + Sound“ da dieser Hersteller und ein Rental mit den entsprechenden Kugeln im Programm dort vertreten waren, um mit ihnen über dieses Projekt zu reden. Dort bekamen wir einige Infos zu den Kugeln und konnten die Kugeln selbst begutachten um uns selbst ein Bild davon zu machen ob es das ist was wir wollen.

 

 

 

Da diese Kugeln nicht ganz billig sind und sich unser Raumkonzept noch in der Findungsfase befand, kamen wir nach langer Überlegung auf die Idee das es doch schön wäre, wenn man nicht auf die Kugelwolke schaut, sondern mitten in Ihr steht. So beschlossen wir die Kugeln nicht in der Mitte des Raumes als 3D Matrix aufzuhängen, sondern diese an den Wänden rund um den Besucher zu Platzieren.

 

 

 

Um nach wie vor eine räumliche Tiefe zu erzeugen wandelten wir den gesamten Wandaufbau in einen Infinity Mirror um. So setzten wir in der Planung Spiegel hinter und einen halbdurchlässigen Spiegel vor die Kugeln.

 

 

Da die Kugeln von Haus aus einen Abstand von 12cm haben werden diese auch in demselben Raster nebeneinander gehängt. Somit ergibt sich aus der gesamten Wandfläche die wir bespielen wollen eine Gesamtanzahl von ca. 140 Strängen nebeneinander und 24 Kugeln übereinander. Damit sich dieses Raster auch in die Tiefe gleichmäßig fortsetzt wird zwischen Spiegel und halbdurchlässigem Spiegel ein Abstand von 24 cm herrschen in dem exakt in der Mitte die Kugeln hängen.

 

Wir haben uns für diese Art von Kugelkette mit diesem Pitch entschieden da wir den besten Kompromiss, aus viel Abstand für einen guten Infinity Mirror Effekt und kleinem Abstand für möglichst gute Darstellung von unserem Content, finden mussten. Dieser lag unserer Einschätzung zufolge zwischen 10 und 15cm. Dies bestätigte sich auch bei der Besichtigung der Kugeln vor Ort in der Messe.

 

Dieser große Abstand genügt uns da wir keine Fotorealistischen Bilder oder feine Strukturen an der Wand darstellen wollen, sondern es uns primär um die Visualisierung von Farben und einer sehr einfachen Form (Lichtball/Erscheinung) geht.

 

 – von Valentin Schneider

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LOGO Entwicklung „Synesthesia – extended perception“

Auch in diesem Semester galt es für unsere Event-Media Produktion ein Logo zu entwerfen. Das Thema Synästhesie beschreibt die Doppelbelegung von Sinnen, die eine Wahrnehmung von Formen, Bildern, Farben und Tönen in unterschiedlichstem Maße darstellen kann. So war die Grundaufgabe ein Logo zu entwickeln, welches die Ansprüche der Synästhesie erfüllt und gleichzeitig dem Betrachter einen ersten Einblick in das Thema gewährt.

 

Angefangen mit einer Designskizze und einer ersten Ideenfindung wurde versucht mit Formen eine optische Täuschung zu erzeugen, da diese Art von Wahrnehmung von Synästhetikern durchaus vorkommt.

 

 

Zudem sollte das Logo eine Bild- und Wortmarke sein, welches für die gesamte Kommunikation auf Plakaten, in Online-Bannern oder Druckpapier geeignet ist.

 

Nach einer aufwendigen Designphase in Adobe Illustrator kamen folgende erste Logo-Entwürfe zustande:

Entwurf 1: Dieser Logo-Entwurf verbindet, wie auf der Designskizze angedeutet, Dreiecke miteinander, die durch eine optische Täuschung (rot/blau) verschoben sind. Hinzukommt, dass alle drei Ecken des schwarzen Dreiecks auf die Mitte abzielen, die später bei der Event Media Produktion die Hauptattraktion des Event-Raumes darstellen sollen. Durch zusätzliche Font-Styles wurde der Schriftzug mit den Dreiecken verbunden und stellt so eine Einheit dar.

 

Entwurf 2: Beim zweiten Logo-Entwurf wurde der Gedanke der optischen Täuschung noch weiter ausgereizt. Drei Quader bilden hier eine einheitliche Form, die wiederum auf die Mitte der angesprochenen Hauptattraktion des Raumes abzielt. Verbunden mit der Form der erweiterten Farbwahrnehmung der Synästhesie wurden hier zusätzlich die Farben rot, grün und gelb in den Quadern aufgegriffen. Der Schriftzug fällt bei diesem Entwurf etwas zurückhaltender aus, um hier erneut eine Einheit der Form und des Fonts gewährleisten zu können.

 

Entwurf 3: Der dritte Entwurf greift erneut die Dreiecke aus Entwurf 1 auf, nur in veränderter Form und Darstellung. Das Zentrum wird durch die drei Dreiecke gebildet. Hinter ihnen ein Farbkleks der die Kreativität und Kunst der Synästhesie verbildlichen soll. Der Schriftzug bildet ebenfalls eine Einheit mit den Formen indem er sich ihnen anpasst und sogar im Untertitel mit ihnen verschmilzt.

 

Nach den ersten Logoentwürfen gab es innerhalb des Teams eine Abstimmung über erste Logo-Favoriten und Verbesserungen. In der ersten Abstimmungsrunde gab es mehrere Stimmen für Entwurf 1 und Entwurf 3.

 

Der nächste Schritt war es, für die beiden Logo-Favoriten einen Banner-Entwurf zu erstellen, um das Logo in einem Banner-Format bewerten zu können. Folgende Banner-Entwürfe sind hieraus entstanden:

 

 

Nach erneuter Abstimmung entschieden wir uns für abgeänderten Entwurf 3. So wurde versucht nicht nur die Dreiecke als Formen aufzugreifen sondern ebenso ein Viereck und einen Kreis. So sollte die vielfältige Formwahrnehmung eines Synästhestikers noch besser dargestellt und dem Betrachter erkenntlich gemacht werden. Zudem war es uns wichtig das Wort „Synesthesia“ nicht zu trennen um die Lesbarkeit zu verbessern.

 

So entstand das finale Logo:

und der finale Banner:

 

Die Farbzusammensetzung des finalen Logo-Design besteht aus folgenden Werten:

 

Für die gesamte weitere Kommunikation der Event-Media Studioproduktion im Sommersemester 2018 wurde dieses Logo festgelegt. Geplant ist der Einsatz in Facebook, auf Instagram, im Blog, auf Plakaten und weiteren Medien, die das Projekt „Synesthesia – extended perception“ begleiten.

 

– von Marcel Werner

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Willkommen bei Event Media // Synesthesia – extended perception

Das Team der Event Media Produktion im Sommersemester 2018 heißt euch herzlich Willkommen auf unserem neuen Blog!

 

Das Thema in diesem Semester ist die Synästhesie. Synästhesie steht für die Doppelbelegung von Sinnen. Es findet eine mediale Übersetzung von Ton, Farbe, Form, Bewegung und Bild statt. Euch wird in der interaktiven Rauminstallation eine besondere Art der Wahrnehmung ganzkörperlich vermittelt.

 

Seid gespannt welche ersten Einblicke wir euch in das Thema in den zukünftigen Blog-, Facebook- und Instagram-Beiträgen bieten.

 

Link zur Facebook-Page

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– von Marcel Werner

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Mission Amber auf der MediaNight

Wir, sieben Studierende aus den Studiengängen Audiovisuelle Medien und Medienwirtschaft
haben über drei Monate mit vollem Elan an der interaktiven Rauminstallation gearbeitet
und am 01.02.2018 war es endlich soweit: Die Mission Amber öffnete die Raumschifftüren
für die Besucher der diesjährigen MediaNight.

Die Raumschifftüren öffneten sich. Unsere tapferen Rekruten wagten langsam die ersten Schritte hinein. Alle mit nur einem Ziel: die Welt vor ihrem endgültigen Untergang zu bewahren. Nochmals bekamen sie Hinweise zur Durchführung der Mission. Das hochenergetische Amber musste schnellstmöglich aus dem Planeteninneren von 37-Amber-X gefördert werden und geschickt mittels Transmittern auf erloschene Sterne übertragen werden.

Nach dem kurzen Flug mit der Hope Horizon und der erfolgreichen Landung betrat die Crew wagemutig den fremdartigen Planeten. Beeindruckt von der gewaltigen Anmut des hochenergetischen Planeten widmeten sie sich nun der Instandsetzung  der, in die Jahre gekommenen, Förderstation. Einmal angelaufen musste alles sehr schnell gehen. Die Aufteilung an Station und Transmitter musste geschickt gewählt werden. Jeder hatte eine unabdingbare Aufgabe. Tausende erloschene Sterne folgen über den Horizont hinweg und warteten darauf endlich mit Amber aufgeladen zu werden.

Plötzlich ertönte ein Alarm, Lampen begannen zu leuchten und dann war alles still. Die Förderstation und beide Transmitter waren ausgefallen. Es blieb nur noch wenig Zeit! Schnell aktivierten die Rekruten das System wieder- Letzte Sterne wurden neu entfacht bevor die KI Hope die Crew vor dem sicheren Erstickungstod bewahrte und alle wieder zurück auf die Hope Horizon beorderte.
Das Schicksal der Rekruten wurde ihnen während dem Flug zur Erde durch die Präsidentin der Intergalaktischen Union unterbreitet.

Habt Ihr das Universum gerettet?