Unser Weg zu INSIGHTS – Idee und Konzept

„Trotzdem soll Betroffenen nicht sichtbarer Krankheiten der gleiche Respekt gezeugt werden, wie allen anderen Menschen auch.“

 

In öffentlichen Einrichtungen ist ein Eingang für Rollstuhlfahrer heutzutage selbstverständlich. Immer wieder treffen wir im Alltag auf Menschen mit Behinderungen und Hilfen für solche. Es gibt allerdings auch Krankheiten, die man einfach nicht sieht. Trotzdem soll Betroffenen nicht sichtbarer Krankheiten der gleiche Respekt gezeugt werden, wie allen anderen Menschen auch. 

Dieser Aspekt ist in unserer Studioproduktion Mittelpunkt und Hauptaugenmerk der medialen Installation. 

Zu Beginn der Konzeptionierung war klar: Wir möchten ein aktuelles Thema mit gesellschaftlicher Relevanz behandeln. Unter verschiedenen Vorschlägen stach besonders das Thema der nicht sichtbaren Krankheiten hervor. Jeder von unserem Team konnte in irgendeiner Form etwas dazu beitragen – am Ende betrifft es dann doch jeden. Sei es durch einen Fall in der Familie, unter Freunden oder durch die Schule oder den Beruf. 

Um dieses Thema nun weiter einzugrenzen gingen wir in die Recherche und stellten schnell fest, dass sich ein weites Feld der nicht sichtbaren Krankheiten ergibt. Wir wurden zwangsweise selbst zu kleinen Experten, da das Thema mit Vorsicht und Bedacht behandelt werden muss. 

Durch die Unterstützung von Experten, Angehörigen und Betroffenen gleichermaßen, legten wir uns zuletzt auf die Krankheiten Zwangsstörung und Migräne fest. Diese bilden einen kleinen Ausschnitt, der sehr wenig in der Gesellschaft besprochen wird. Man redet eigentlich nicht darüber. Bezüglich der Migräne wollen wir vielen Menschen aus der Seele sprechen, die mit „einfachen Kopfschmerzen“ abgestempelt werden.

 

 

 

Wie soll das alles nun aber eigentlich aussehen? 

Als Besucher durchläuft man den Morgen eines Menschen mit Zwangserkrankung. Somit durchlebt man zwangsweise sein innerliches Auf und Ab. Zudem spürt man die Wirkung eines durch den Stress ausgelösten Migräneanfalls. Dabei möchte man eigentlich einfach nur zur Arbeit.

Unser Hauptziel ist vor allem Nachfühlen und Erleben. Respekt schaffen gegenüber Menschen, die lernen müssen, mit ihrer unsichtbaren Krankheit umzugehen.

Deshalb freuen wir uns über jeden und jede, die an der MediaNight einen kleinen Einblick bekommen möchte, wie sich ein Mensch mit einer Zwangserkrankung fühlen kann. 

Tanja Ernst 

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